FC auf Tabellenplatz 16

Fazit zur Hinrunde des 1. FC Köln: Spielerische Mängel – und eine besondere Qualität

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Die pure Erleichterung: Markus Gisdol haben in der Rückrunde noch eine Menge zu tun.
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Der 1. FC Köln hat eine durchwachsene Hinrunde hinter sich – auf den letzten Metern gelang noch ein Befreiungsschlag. In der Rückrunde jedoch muss mehr kommen.

  • Der 1. FC Köln hat die Hinrunde der Bundesliga-Saison mit einem Sieg auf Schalke erfolgreich beendet
  • Über die gesamte Hinrunde jedoch offenbarte die Elf von Markus Gisdol spielerische Mängel
  • Dennoch stellten die Geißböcke mit dem Rücken zur Wand eine große Qualität unter Beweis

Köln – Auf den letzten Metern hat der 1. FC Köln die Hinrunde der diesjährigen Bundesliga-Saison noch einmal mit einem positiven Erlebnis abgeschlossen. Wo es in anderen Spielzeiten jetzt an der Zeit wäre, einmal durchzuschnaufen und die vergangenen 17 Spiele Revue passieren zu lassen, warten mit Hoffenheim und Bielefeld schon die nächsten Schlüsselduelle auf die Geißböcke. Während man gegen die TSG (zum Glück) auswärts antritt, ist die Arminia am 19. Spieltag zu Gast im Rhein-Energie-Stadion.

Für den 1. FC Köln bleibt nach dem Sieg gegen Schalke keine Zeit zum Durchatmen

Für Durchatmen also keine Zeit, was auch Geschäftsführer Horst Heldt so sieht. „Normalerweise hätten wir jetzt im Winter eine Pause und könnten die Hinrunde analysieren, das ist jetzt nicht möglich. Wir haben aber jetzt ein Polster, das uns guttut. Das gilt es nun in den kommenden Spielen zu verteidigen oder sogar auszubauen“, erklärt der Sportchef. „Es wird noch viel Ausdauer brauchen, um dieses Ziel zu erreichen.“

Womit der Sportchef voll ins Schwarze trifft. Denn über eines darf der glückliche Sieg gegen Schalke nicht hinwegtäuschen: Über weite Strecken der Vorrunde enttäuschte der 1. FC Köln spielerisch auf ganzer Linie. In den vergangenen Spielen war dies möglicherweise noch mit dem Fokus auf die Defensivarbeit zu erklären, jedoch offenbarte die Mannschaft von Markus Gisdol bereits zu Saisonbeginn große spielerische Mängel.

1. FC Köln: Wenn es brenzlich wurde, rettete sich das Team von Markus Gisdol in fast letzter Sekunde

Damals wurde es noch auf die spät zusammengestellte Mannschaft geschoben – einige Monate später sieht es fußballerisch aber noch kaum besser aus. Die Defensive hat eine gewisse Stabilität gefunden, bleibt weiter die Basis für den FC-Erfolg. Einzig darauf verlassen, dass man pro Spiel (oder in der Nachspielzeit) einige Räume für Konterspiel bekommt, darf man sich nicht. Eine Zitterpartie bis zum letzten Spieltag wird es aller Voraussicht nach sowieso.

Ein positiver Aspekt: In drei Situationen, als es für das Team richtig brenzlig aussah, gelangen echte Befreiungsschläge: Vor dem Sieg in Dortmund war der FC Tabellenletzter und Gisdol mehr als angezählt. In Mainz besiegte man einen direkten Konkurrenten – und auf Schalke schuf man sich ein echtes Polster. Natürlich brachten sich die Kölner selbst erst in diese missliche Lage – sich dennoch immer wieder im letzten Moment zu befreien, ist auch eine Qualität.

Der 1. FC Köln steht gleich am Wochenende vor der nächsten richtungsweisenden Partie

Qualität, von der auch in den kommenden Wochen und Monaten noch einiges nötig ist. Denn gleich die kommenden zwei Spiele scheinen mit Hoffenheim und Bielefeld gleich wieder richtungsweisend für den restlichen Saisonverlauf. Mit weiteren Punkten könnte man sich noch mehr Sorgen entledigen – und berechtigterweise darauf hoffen, dass es in der Rückrunde dann nicht mehr auf die letzten Meter ankommt. (mo)

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