FC zurück in der Krise

Blamage in Freiburg: Probleme beim 1. FC Köln – und welche Konsequenzen jetzt gezogen werden müssen

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Mit 0:5 geht der 1. FC Köln gegen den SC Freiburg sang- und klanglos unter und ist sportlich wieder am Boden. Wie es zum Debakel kam – und was man daraus lernen kann.

  • Der 1. FC Köln erlebt beim SC Freiburg ein wahres Desaster und verliert auch die zweite Bundesliga-Partie 2021
  • Durch die Niederlage wird klar, dass es beim Effzeh an allen Ecken und Kanten hakt
  • Markus Gisdol und Horst Heldt sind jetzt gefragt: So sollten sie der aktuellen Krise gegensteuern

Köln – Zugegeben, die Ausgangslage war alles andere als ideal. Nach der Winterpause lieferte der 1. FC Köln ein – besonders spielerisch – schwaches Heimspiel gegen den FC Augsburg ab und verlor knapp. Im Anschluss ging es dann ausgerechnet zum formstärksten Bundesliga-Team SC Freiburg. Doch all das war keine Ausrede für die mehr als blamable Vorstellung der Kölner am Wochenende.

1. FC Köln: Auswärtsserie reißt mit einem Knall – Probleme an allen Ecken und Kanten

Mit 0:5 verlor der Effzeh bei erneut starken Freiburgern und das auch in der Höhe verdient. Mehr noch, mit etwas Glück hätten die Breisgauer sogar noch höher gewinnen können. Es war wahrhaftig ein Trauerspiel für Fans des 1. FC Köln. Nicht nur hackte es wie zuletzt schon gewohnt an der Offensivleistung, sondern es kamen diesmal auch noch viele individuelle Fehler und vor allem eine grundsätzlich spielerische Schwäche hinzu.

Es war ein rabenschwarzer Tag für die gesamte Mannschaft des FC. Wirklich niemand konnte dabei positiv hervorstechen. Nach einem soliden Start in die Partie führte der erste individuelle Fehler von Keeper Timo Horn zum unnötigen 0:1. Beim 0:2 folgte der zweite gravierende Aussetzer von Salih Özcan und danach fiel dann alles komplett auseinander. Dabei zeigte sich fataler Weise, dass sobald Defensive der Geißböcke mal ernsthaft an Stabilität verlor, gar nichts mehr zusammenkam.

Das ist ein Zeugnis dafür wie fragil das ganze Spiel zurzeit ist. So war die Abwehr in den letzten Partien doch die große Stärke der Kölner und hatte stets ein großen Anteil an den Erfolgen Ende letzten Jahres, wie zum Beispiel das Unentschieden gegen RB Leipzig. Doch gegen Freiburg konnte die Defensivarbeit die Mängel im restlichen Spiel des 1. FC Köln nicht mehr decken und direkt ging man gnadenlos unter.

1. FC Köln in der Krise: Das sollte Cheftrainer Markus Gisdol jetzt tun

Für den 1. FC Köln sollte es jetzt darum gehen, erst einmal ein paar Schritte zurückzugehen. Das Spiel gegen Freiburg zeigte deutlich, dass es bei den FC-Profis ganz dramatisch an den Grundlagen mangelt. So sollte Markus Gisdol nun verstärkt von Komplexität im Spiel und Training absehen und simple Dinge wie Passspiel, Positionierung, Spielaufbau und ähnliches trainieren lassen.

Ganz nach dem gleichen Grundsatz es etwas einfacher zu halten, sollte Gisdol auch auf mehr Kontinuität setzen. Das wäre vor allem in der Defensive wichtig und hilfreich. Der ständige Wechsel zwischen Dreier- und Viererkette und auch der Austausch des Personals haben zuletzt nicht gut getan. Doch wenn sich ein fester Stamm wieder mehr eingewöhnen kann, dann kann der FC in Zukunft wieder auf seiner größten Stärke, der Abwehr, aufbauen.

1. FC Köln: Horst Heldt muss tätig werden – keine interne Lösung für Offensivproblem in Sicht

Trotz der finanzielle Probleme führt für Horst Heldt nun kein Weg mehr daran vorbei: es müssen neue Offensivspieler her. Selbst bei der besseren FC-Spielen fehlte es diese Bundesliga-Saison stets an echten Stürmern und genau das macht sich in der jetzigen Krise noch deutlicher bemerkbar. Bis Ende Januar hat man noch Zeit zu handeln und sollte das auch tun. Immerhin passen dazu auch die derzeitigen Gerüchte, so soll der Effzeh wohl an einem ablösefreien Mittelstürmer interessiert sein.

Insgesamt ist es aktuell äußerst wichtig, dass sich der 1. FC Köln auf sein Stärken zurückbesinnt und vor allem viel arbeitet. Jetzt geht es nicht mehr darum wie gut oder schön man spielt, sondern einfach wie effizient man ist. Denn möchte man den Abstieg aus der 1. Bundesliga verhindern, dann müssen ganz einfach Punkte her, egal wie. (os)

Rubriklistenbild: © imago images/Sportfoto Rudel

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