Presseschau zur FC-Blamage

Niederlage des 1. FC Köln in Freiburg: „Beschämend, blutleer, nicht bundesligatauglich“

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Marius Wolf ist nach der Blamage des 1. FC Köln gegen Freiburg wortwörtlich am Boden.
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Der 1. FC Köln erwischte gegen den SC Freiburg einen rabenschwarzen Tag und ging bei den Breisgauern mit 0:5 unter. Das sagt die Presse zur Niederlage der Kölner.

  • Der 1. FC Köln ging sang- und klanglos mit 0:5 beim SC Freiburg unter
  • Mit dieser Niederlage befinden sich die Geißböcke wieder mitten in der sportlichen Krise
  • Die Presse spart nach der Blamage der Kölner nicht mit Kritik: Offensive und Trainer stehen dabei im Zentrum

Köln/Freiburg – Der 1. FC Köln ist immer noch nicht wirklich im Fußballjahr 2021 angekommen. Nach dem uninspirierten Auftritt gegen den FC Augsburg setzte es am Wochenende die nächste Niederlage – und was für eine. Mit einer katastrophalen Leistung verlor man verdienterweise 0:5 gegen den SC Freiburg. Nach der blamablen Vorstellung der Domstädter hagelte es nur so an Kritik aus der Presse.

Kölner Stadt-Anzeiger über Niederlage des 1. FC Köln: „Diese Niederlage hat eine neue Qualität“

Der Kölner Stadt-Anzeiger spricht von einem „Ausfall aller Systeme“ beim 1. FC Köln. So wäre der Trend zuletzt bereits in die falsche Richtung gegangen, jedoch habe diese Niederlage „eine neue Qualität“, nach welcher man nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen könne. Denn „über Monate hatte der FC zwar ebenfalls viele Spiele verloren, doch hatte man den Eindruck, dass der Trainer die Mannschaft erreicht“, das sei laut der Tageszeitung in Freiburg aber nicht mehr der Fall gewesen. Das Team ergab sich dabei nun „in sein Schicksal“, was der Kölner Stadt-Anzeiger den FC-Profis auch mächtig ankreidet: „Der Auftritt hatte Züge einer Arbeitsverweigerung. Da müssen sich die Spieler gewaltig hinterfragen.“

Zum Abschluss stellt man dann noch einen Trainerwechsel in den Raum: „Der Sportchef muss entscheiden, ob er Gisdol noch zutraut, die Wende zu schaffen“, das gehöre laut Blaut zum Fußball-Geschäft nun mal dazu. Auf jeden Fall müsse Horst Heldt aufpassen, dass man ihm im Nachhinein nicht ankreiden könne, dass er „im Kampf um den Klassenerhalt nicht alles Erdenkliche probiert“ habe denn „ein erneuter Abstieg, er wäre verheerend für den Klub.“

Express über den 1. FC Köln: „Der FC war in der Offensive wieder nicht existent“

Auch der Express fand drastische Worte und kritisierte vor allem die Harmlosigkeit des 1. FC Köln im Angriffsspiel: „Hinten zu schläfrig und vorne zu harmlos. Denn der FC war in der Offensive wieder nicht existent, der Plan mit Anthony Modeste als zentralem Wandspieler ging in die Hose. Der Franzose, der erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf stand, hing völlig in der Luft“, meint das Kölner Medium und bringt es mit folgenden Worten auf den Punkt: „Torchancen? Fehlanzeige!“ Wenn dann noch „noch kapitale individuelle Aussetzer“ dazu kommen, werde es „für den FC ganz schwer, Punkte in der Bundesliga zu sammeln,“ meint der Express abschließend.

Kicker über den 1. FC Köln in Freiburg: „Eine Menge dessen, was schiefläuft, ist Trainer-Sache“

Der Kicker bezeichnet die Niederlage des Effzeh als „eine Blamage allererster Güte“. Diese Leistung „führte mit einem Schlag alles ad absurdum, was in den vergangenen Wochen besprochen und beschworen worden war“, meint das Fußballmagazin weiter. Noch konkreter als der Kölner Stadt-Anzeiger wird der Kicker aber mit der Trainer-Kritik. So wäre die Ursache für die zum Teil größten Probleme der FC-Trainer Markus Gisdol: „[...] eine Menge dessen, was schiefläuft, ist Trainer-Sache. System und Personal passen nicht zusammen beim 1. FC Köln, von einer Entwicklung in Sachen Spielidee ganz zu schweigen.“

Mit dieser Klatsche gegen den SC Freiburg stehe fest, dass die Überzeugung „ohne einschneidende Änderung die Klasse halten zu können“ nur noch weniger mit der Realität zu tun habe. Dabei laufen die Verantwortlichen beim FC Gefahr „sich selbst zu belügen.“

Effzeh.com über den 1. FC Köln in Freiburg: „Beschämend, blutleer, nicht bundesligatauglich“

Das Fan-Magazin Effzeh.com spricht ein besonders hartes Urteil und beschreibt das Kölner Spiel im Breisgau als „beschämend, blutleer, nicht bundesligatauglich“. So sei nach dieser Niederlage beim 1. FC Köln „ein neuer Tiefpunkt“ erreicht. Von wichtigen Tugenden wie Leidenschaft, Widerstand oder einfach „Ehre im Leib“ wäre nichts zu sehen gewesen und fasst die Leistung der Kölner mit folgenden Worten äußerst drastisch zusammen: „So fehlte auch beim fünften Treffer an diesem schmachvollen Samstagnachmittag eigentlich nur, dass die Kölner Defensive ihren Freiburger Gegenspielern beim Betreten des Strafraums noch ein Stück Kirschstreusel und frischgebrühten Kaffee bereitstellte.“

Nach dieser Niederlage müssen demnach ganz andere Auftritte her, wenn „der FC in dieser Saison eine Chance auf den Klassenerhalt haben“ will. Dabei stellt Effzeh.com aber generell in Frage ob das aktuelle Team dazu überhaupt noch in der Lage sei und meint: „Wenn die ‚Geißböcke‘ bei dieser Nicht-Leistung in Freiburg wirklich ihr Bestes versucht haben, dann Gute Nacht, Marie!“

Geissblog.Koeln: „Die Harmlosigkeit in der Offensive wird den FC den Klassenerhalt kosten“

Für Geissblog.Koeln waren die Gründe für die hohe Niederlage sehr vielfältig. Probleme habe der 1. FC Köln nämlich viele. Jedoch legt das Onlineportal einen großen Fokus auf die anhaltende Offensivschwäche der Domstädter: „Die Harmlosigkeit in der Offensive wird den FC den Klassenerhalt kosten, wenn sich nicht sehr bald etwas ändert. Keine Ideen, kein Tempo im Passspiel, keine gefährlichen Flanken, keine konsequenten Abschlüsse. Vier Spiele in Folge ohne eigenes Tor sind kein Zufall.“

Alle weiteren Probleme obendrauf könnten auf Dauer dann eben dazu führen, dass die Kölner ernsthaft Angst vor dem Abstieg haben müssen: „Und weil die Geißböcke darüber hinaus wieder angefangen haben, defensiv gravierende Fehler zu produzieren, die zu Gegentoren führen, muss man sich ob der nächsten Niederlage nicht wundern. Timo Horn beim 0:1, Salih Özcan beim 0:2, Benno Schmitz und Jannes Horn beim 0:3 – so steigt der FC ab.“ (os)

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