Kritik an Transferpolitik

Krise beim 1. FC Köln: Friedhelm Funkel sieht keine Schuld bei Markus Gisdol – „nicht der Schuldige“

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Friedhelm Funkel und Markus Gisdol kennen sich aus diversen Bundesliga-Duellen.
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Ex-Bundesliga-Trainer Friedhelm Funkel ist Markus Gisdol in der aktuellen Trainerdiskussion beim FC zur Seite gesprungen. Das Problem sieht er eher an anderer Stelle.

Köln – Nach der 1:2-Niederlage gegen Union Berlin steht beim 1. FC Köln mal wieder Trainer Markus Gisdol zur Debatte. Zwar wollte Horst Heldt erstmal keine Spekulationen aufkommen lassen, jedoch gelang das nur teilweise. Der FC-Sportchef gab Gisdol erstmal nur eine Job-Garantie für die kommende Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund. Was danach passiert, ist zurzeit somit mehr als ungewiss. Im Zuge dessen äußerte sich nun auch Friedhelm Funkel, Ex-FC-Trainer, im Doppelpass bei Sport1 zu Wort.

Friedhelm Funkel: Schuld für FC-Krise nicht bei Markus Gisdol – Kritik an Transferpolitik der Geißböcke

Für Funkel liegt die Schuld an der aktuellen sportlichen Misere nicht am Trainer. „Das ist auf jeden Fall eine ganz schwierige Situation, für die Markus Gisdol eigentlich nicht der Schuldige ist. [...] Wenn man drei torgefährliche Spieler abgibt und nur einen holt, der dann lange verletzt ist, und dahinter wenig Alternativen hat, was willst du denn da als Trainer (Markus Gisdol) machen?“, sagt der langerfahrene Bundesliga-Trainer zur Ausgangslage beim 1. FC Köln.

Demnach sieht der 67-Jährige das Problem vielmehr beim Personal im Kölner Sturm: „Es wird immer darüber gesprochen, dass sie zu mutlos spielen und mit zu wenig Offensivpower. Doch dafür brauche ich auch die Leute. Die Qualität vorne reicht einfach nicht. Sie haben Mark Uth und Jhon Cordoba abgegeben, das sind Offensivspieler, die sie nicht ersetzen konnten. Lediglich Modeste in meinen Augen nicht konkurrenzfähig“.

Zwar sei mit Sebastian Andersson immerhin ein nomineller Ersatz verpflichtet worden, jedoch sei der Schwede aufgrund seiner Verletzungen ja kaum zum Einsatz gekommen. Derweil mangelte es bei Emmanuel Dennis vor allem an Spielpraxis und darüber hinaus gäbe es keine weiteren torgefährlichen Angreifer im Kader des FC. Am wenigstens versteht Funkel jedoch den Abgang von Simon Terodde: „Was ich nicht verstehen kann, dass man Simon Terodde ohne Not abgegeben hat. Der garantiert dir auch in der Bundesliga sechs bis neun Tore“.

Bei FC-Niederlage gegen Dortmund: Kommt Friedhelm Funkel als Retter?

Im Fußball-Talk wurde Friedhelm Funkel auch dazu befragt, ob er bereit wäre, als eventueller Feuerwehrmann für den 1. FC Köln im Saisonendspurt einzuspringen. „Das sind die typischen Moderatorenfragen. Das Thema stellt sich für mich nicht, alles andere ist hypothetisch. Ich habe kein Angebot vorliegen“, hielt sich der 67-Jährige eher bedeckt. Auf jeden Fall machte Funkel in der Vergangenheit schon öfters klar, dass er wohl nur noch in der Funktion als Retter nochmals als Trainer aktiv werden würde. Etwas, was beim FC vielleicht schon sehr bald gefragt sein könnte. (os)

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