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Nach Gisdol-Aus: Friedhelm Funkel übernimmt als FC-Trainer – aber nur bis Saisonende

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Von: Oliver Schmitz

Der 1. FC Köln hat wie erwartet Friedhelm Funkel als neuen Cheftrainer bestätigt. Der 67-Jährige übernimmt bis zum Sommer – seine möglichen Nachfolger sind bereits im Gespräch.

Köln – Nun ist es offiziell: Friedhelm Funkel ist neuer Trainer des 1. FC Köln. Der 67-Jährige folgt auf den am Sonntagabend entlassenen Markus Gisdol, der nach der 2:3-Niederlage gegen Mainz 05 seinen Kredit bei den FC-Bossen endgültig aufgebraucht hatte. Der gebürtige Neusser soll am Montagnachmittag (16 Uhr) bei einer digitalen Pressekonferenz mit Horst Heldt als neuer Cheftrainer präsentiert werden.

Funkel übernimmt die Kölner an einem neuen Tiefpunkt. Nach bereits 8 Bundesligaspielen ohne Sieg sind die Geißböcke erstmals seit dem 9. Spieltag wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. In den letzten sechs Saisonspielen soll Funkel den FC nun zum Klassenerhalt führen.

Ankunft Friedhelm Funkel (1. FC Köln) am Geißbockheim mit Andre Pawlak.
Friedhelm Funkel (rechts) war am Montagmorgen für die abschließenden Gespräche am Geißbockheim. © IMAGO/Herbert Bucco

1. FC Köln holt Friedhelm Funkel als Feuerwehrmann – Horst Heldt ist zuversichtlich

Friedhelm Funkel wird die Position als FC-Trainer nur bis zum Saisonende bekleiden. Eigentlich war der 67-Jährige nach seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf im Januar 2020 in den Ruhestand gegangen. Aufgrund der aktuellen Lage durch die Corona-Pandemie hatte Funkel aber erklärt, zumindest kurzzeitig für eine Rückkehr als Bundesliga-Trainer bereitzustehen.

Horst Heldt zeigt sich auf jeden Fall zufrieden mit Funkel als Zwischenlösung. „Friedhelm hat nicht nur große Erfahrung, sondern ist auch mit solchen Situationen absolut vertraut. Er wird unsere Mannschaft bis zum Saisonende führen, mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen. Er hat die Souveränität, die es jetzt braucht, um in dieser Phase einen neuen Impuls zu geben, die notwendige Ruhe zu bewahren und unser Team auf die wichtigen verbleibenden sechs Spiele einzustellen“, sagte der FC-Sportchef in der Mitteilung des 1. FC Köln.

Funkel selbst ist derweil zuversichtlich, dass er die Kölner vor dem Abstieg bewahren kann. „Ich habe den FC in den vergangenen Wochen intensiv verfolgt und ein gutes Gespräch mit Horst geführt. Die Mannschaft hat zuletzt gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt. In der Zusammenarbeit mit den Jungs gilt es ab sofort, mit dem gleichen Einsatz die notwendigen Punkte zu holen, um in der Liga zu bleiben. Ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen können“, sagte der neue FC-Trainer, der den Klub bereits von Februar 2002 bis Oktober 2003 trainiert hatte.

1. FC Köln: Funkel nur kurzfristige Trainerlösung – diverse Nachfolger bereits im Gespräch

Da die Amtszeit von Friedhelm Funkel bereits von vorne herein begrenzt ist, wird und wurde bereits fleißig über mögliche Trainer-Nachfolger ab Sommer spekuliert. Als heißerster Kandidat und Wunschlösung vieler FC-Fans gilt zurzeit wohl der ehemalige Erfolgstrainer Peter Stöger. Der Österreicher zeigte sich nicht nur selbst immer wieder an einer Rückkehr interessiert, sondern hatte am Wochenende angekündigt seinen auslaufenden Vertrag bei Austria Wien nicht zu verlängern. Der Weg Richtung Köln wäre also frei.

Neben Stöger sind aber auch noch Thorsten Fink und Steffen Baumgart im Gespräch. Fink hatte erst am Freitag Interesse bekundet und soll laut Express auch bereits sehr konkrete Gespräche mit Horst Heldt geführt haben. Baumgart hat sich hingegen zwar noch nicht zu den FC-Gerüchten geäußert, aber verkündet, ab Sommer seinen aktuellen Verein SC Paderborn verlassen zu wollen. Es scheint also, als ob es dem FC nicht an Kandidaten für den Sommer mangeln würde. Jedoch dürfte für die konkrete Planung die Ligazugehörigkeit äußerst wichtig sein und die steht aktuell definitiv noch in den Sternen. (os)

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