1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

1. FC Köln: Von Vokuhila bis Blondschopf – die auffälligsten Frisuren der Profis

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Max Dworak

Von Toni Schumacher (ganz links) bis Tolu Arokodare (ganz rechts): Die denkwürdigsten Frisuren beim 1. FC Köln.
Von Toni Schumacher (ganz links) bis Tolu Arokodare (ganz rechts): Die denkwürdigsten Frisuren beim 1. FC Köln. © Kulich/DKA/Imago & T-F-Foto/Imago & Eduard Bopp/Imago & Kicker/Liedel/Imago

Beim 1. FC Köln hat sich seit der Gründung einiges getan – auch frisurentechnisch. Egal ob Vokuhila, Blondierung oder Mähne: Alles ist dabei gewesen.

Köln – Die Frisur muss sitzen! Diesen Grundsatz haben unzählige Profis – egal ob aktiv oder pensioniert – des 1. FC Köln im Laufe ihrer Karriere verinnerlicht. In über 70 Jahren seit der Vereinsgründung ist einiges an einprägsamen Haarschnitten zusammengekommen. 24RHEIN mit einer Übersicht zu den auffälligsten Frisuren, die je im Geißbock-Trikot (Alle FC-Trikots im Überblick) gesteckt haben.

Toni Schumacher: Schnäuzer und Matte

In den 70er und 80er Jahren waren lange Haare bei Männern durchaus im Trend. Das belegen auch unsere Fotos von Toni Schumacher, Harald Konopka, Paul Steiner, Heinz Simmet und Herbert Zimmermann. Der Bart war prinzipiell kahl rasiert, einzig der Schnäuzer durfte stehenbleiben. Besonders im heutigen Zeitalter ist dieser Retro-Look – zumindest bezogen auf die Behaarung der Oberlippe – wieder äußerst gefragt.

Toni Schumacher (Mitte), Harald Konopka (oben links), Heinz Simmet (oben rechts), Herbert Zimmermann (unten rechts) und Paul Steiner folgten dem Trend und trugen langes Haar mit Schnauzbart.
Toni Schumacher (Mitte), Harald Konopka (oben links), Heinz Simmet (oben rechts), Herbert Zimmermann (unten rechts) und Paul Steiner (unten links) folgten dem Trend und trugen langes Haar mit Schnauzbart. © Kicker/Liedel/Imago & Werner Otto/Imago

Bernd Schuster: Lang & blond

Eine Frisur, die in die gleiche Ära fiel, war wohl schlichtes, blondes Haar – natürlich in angemessener Länge. Der prominenteste Träger dieses Schnittes war wohl Bernd Schuster – sein Spitzname auf dem Rasen war immerhin „Der blonde Engel“.

Die blonden Engel mit langem Haar: Armin Görtz, Bernd Schuster und Herbert Neumann.
Die blonden Engel mit langem Haar: Armin Görtz, Bernd Schuster und Herbert Neumann. © Ferdi Hartung/Imago & WEREK/Imago

Vokuhila – DER Haarschnitt der 80er und 90er

Was wäre ein Frisurenrückblick im Fußball nur ohne den weltbekannten Vokuhila? Vorne kurz und hinten lang stolzierten Torjäger Toni Polster und Spielmacher Pierre Littbarski – der Zweitgenannte sogar mit einem Schuss blond dazwischen – über das Feld. Den wohl denkwürdigsten Nackenkamm hatte jedoch Wolfgang Rolff, der von 1994 bis 1995 im Mittelfeld der Rheinländer spielte.

Auch die Spieler des 1. FC Köln trugen Vokuhila. Besonders nennenswert sind an dieser Stelle die Namen Toni Polster (links), Wolfgang Rolff (Mitte) und Pierre Littbarski.
Auch die Spieler des 1. FC Köln trugen Vokuhila. Besonders nennenswert sind an dieser Stelle die Namen Toni Polster (links), Wolfgang Rolff (Mitte) und Pierre Littbarski. © Kicker/Liedel/Imago & Kulich/DKA/Imago

1. FC Köln: Dreadlocks, Rastazöpfe & Co.

Im Jahr 2002 kickte Innenverteidiger Rigobert Song in Kölns Innenverteidigung und brachte eine sehenswerte Dreadlocks-Frisur mit ins Müngersdorfer Stadion. Der aktuelle FC-Profi und Bayern-Leihgabe Bright Arrey-Mbi spielt nicht nur auf der gleichen Position wie sein Vorgänger, sondern hat auch einen ähnlichen Geschmack, was seine Kopfbehaarung angeht.

Wie Rigobert Song (rechts) zeigt sich Bright Arrey-Mbi mit Dreadlocks. Einzig an die Länge der Zotteln seines prominenten Vorgängers kommt der Youngster noch nicht ganz heran.
Wie Rigobert Song (rechts) zeigt sich Bright Arrey-Mbi mit Dreadlocks. Einzig an die Länge der Zotteln seines prominenten Vorgängers kommt der Youngster noch nicht ganz heran. © Herbert Bucco/Imago & Team 2 /Imago

Doch auch Kingsley Ehizibue, der pfeilschnelle Rechtsverteidiger, mag es etwas ausgefallener. Ein einfacher Maschinen-Schnitt gehörte beim Nigerianer in der Vergangenheit ebenso zum Repertoire.

Kingsley Ehizibue ist ein echter Modefan. Auch bei seinen Haarschnitten ist er sehr stylisch unterwegs.
Kingsley Ehizibue ist ein echter Modefan. Auch bei seinen Haarschnitten ist er sehr stylisch unterwegs. © Eduard Bopp/Imago & Herbert Bucco/Imago

Innenverteidiger Yann Aurel Bisseck, mittlerweile Richtung Dänemark verkauft, schien einen ähnlichen Stil wie Kingsley Schindler zu bevorzugen. Sowohl der Ex-Kölner als auch der Derbyheld sind in erster Linie mit kurzen Dreads zu sehen.

Yann Aurel Bisseck (links) und Kingsley Schindler stehen scheinbar auf kurze Dreadlocks.
Yann Aurel Bisseck (links) und Kingsley Schindler stehen scheinbar auf kurze Dreadlocks. © Deutzmann/Imago & Chai v.d. Laage/Imago

Auf dem Feld war Tolu Arokodare, einjährige Leihgabe vom lettischen Erstligisten Valmiera FC, dem 1. FC Köln in der Saison 2020/21 keine wirklich brauchbare Hilfe. Der 1,97 Meter große Mittelstürmer hatte es dafür auf dem Schädel umso mehr drauf, wie die nachstehenden Bilder verraten.

Tolu Arokodare viel beim 1. FC Köln mit extravagenten Looks auf dem Kopf auf.
Tolu Arokodare viel beim 1. FC Köln mit extravagenten Looks auf dem Kopf auf. © Chai v.d. Laage/Imago & Eduard Bopp/ Imago

Marius Wolf, ebenfalls in der Saison 2020/21 auf Leihbasis beim FC, versuchte sich neben dem Dutt ebenfalls an einer Flechtfrisur: „Meine Freundin hat mir die gemacht. David Beckham war früher mein Lieblingsspieler, bis Cristiano Ronaldo kam“, sagte der Ex-Geißbock zu jener Zeit.

Marius Wolf lief für den 1. FC Köln mit Haarknoten oder Flecht-Frisur auf.
Marius Wolf lief für den 1. FC Köln mit Haarknoten oder Flecht-Frisur auf. © Eduard Bopp/Imago & HJS/Imago

Marco Höger: Vollbart & Kurzhaar-Frisur

Auch ein weiterer ehemaliger FC-Profi probierte in seiner Zeit am Geißbockheim diverse Looks aus: Marco Höger hatte neben einem modernen Kurzhaar-Schnitt auch einen voluminösen Wikinger-Bart und eine Langhaar-Frisur im Angebot.

Marco Höger fiel gegen Ende seiner Zeit beim 1. FC Köln mit Vollbart und Mähne auf.
Marco Höger fiel gegen Ende seiner Zeit beim 1. FC Köln mit Vollbart und Mähne auf. © Herbert Bucco/Imago & Otto Krschak/Imago & Deutzmann/Imago

Sebastiaan Bornauw & Patrick Weiser – die Mähne macht‘s!

Weiter geht es mit Sebastiaan Bornauw und Patrick Weiser. Bei beiden Abwehrspielern – Bornauw mittlerweile in Diensten des VfL Wolfsburg, Weiser seit 2007 im Ruhestand – war ziemlich viel Wuchs auf dem Kopf. Im Falle Bornauw zog die BILD-Zeitung sogar eine optische Parallele zum Disney-Helden mit Lendenschurz: „Tarzan finde ich in Ordnung. Es hat etwas Positives für mich, schließlich war auch er stark und groß.“

Sebastiaan Bornauw (links) und Patrick Weiser trugen beim FC eine waschechte Löwenmähne.
Sebastiaan Bornauw (links) und Patrick Weiser trugen beim FC eine waschechte Löwenmähne. © Herbert Bucco/Imago & Eduard Bopp/Imago

Milivoje Novakovic: Fanliebling mit Stirnband

Kölns bekanntesten Mittelscheitel trug bis heute zweifelsohne der slowenische Stürmer und Publikumsmagnet Milivoje Novakovic. Von 2006 bis 2012 sorgte der Angreifer im gegnerischen Strafraum für Unruhe. In seinen letzten FC-Jahren stutzte er sich letztlich seine braune Haarpracht ein wenig.

Milivoje Novakovic begann seine FC-Karriere mit Mittelscheitel und Haarband, gegen Ende seiner Zeit trug er eine Kurzhaarfrisur.
Milivoje Novakovic begann seine FC-Karriere mit Mittelscheitel und Haarband, gegen Ende seiner Zeit trug er eine Kurzhaarfrisur. © T-F-Foto/Imago & Thomas Zimmermann/Imago

1. FC Köln: Der Sidecut & die blonde Welle

Die Ex-Profis Jhon Cordoba und Marcel Hartel fielen mit ihren einrasierten Strichen oberhalb der Ohren definitiv auf – und folgten damit einem weltweiten Trend.

Jhon Cordoba (links) und Marcel Hartel ließen sich beim Friseur Striche ins Seitenprofil der Haare rasieren.
Jhon Cordoba (links) und Marcel Hartel ließen sich beim Friseur Striche ins Seitenprofil der Haare rasieren. © Chai v.d. Laage/Imago & Herbert Bucco/Imago

Mit der 2020er-Mode gingen auch die früheren Kölner Spieler Jannes Horn – bis zum Ende der Saison 2021/22 noch beim FC unter Vertrag –, und die Eigengewächse Robert Voloder, beziehungsweise Ismail Jakobs. Als Inspirationsquelle könnte jedoch auch Chong Tese fungiert haben: Der Nordkoreaner trug wasserstoffblond bereits im Jahr 2012.

Blondierte Haare hatten beim 1. FC Köln gleich mehrere Profis: Jannes Horn (oben), Robert Voloder (links), Chong Tese (Mitte) und Ismail Jakobs (rechts).
Blondierte Haare hatten beim 1. FC Köln gleich mehrere Profis: Jannes Horn (oben), Robert Voloder (links), Chong Tese (Mitte) und Ismail Jakobs (rechts). © Eduard Bopp/Imago & Herbert Bucco/Imago

(md) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant