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1. FC Köln: FC-Anhänger randalieren in Genk – fünf Platz-Stürmer identifiziert

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Vermummte FC-Fans
Vermummte FC-„Fans“ haben am Dienstag in Genk fast für einen Spielabbruch gesorgt (Symbolbild). © imago/DeFodi

Beim Junioren-Spiel des 1. FC Köln beim KRC Genk (Belgien) haben FC-Anhänger den Platz gestürmt und fast für einen Spielabbruch gesorgt. Nun wurde einige identifiziert.

Köln – Eigentlich war es ein Tag gewesen, auf den sich der gesamte 1. FC Köln lange gefreut hatte: Das Rückspiel in der UEFA Youth League gegen die Juniorenauswahl des KRC Genk (Belgien). Doch nicht nur die anschließende 1:3-Niederlage schmerzte aus Vereins-Sicht, sondern auch die Szenen in der Halbzeit Pause. Denn dutzende Fans stürmten den Platz und suchten gewalttätige Auseinandersetzungen.

Platzsturm in Genk: Polizei Köln identifiziert FC-Ultras – fünf erhalten Stadionverbot

Ein paar Tage später hat die Polizei Köln einige der beteiligten Randalierer mittlerweile identifizieren können. Anhand von Video- und Fotoaufnahmen aus Genk erkannten die „szenekundigen Beamten“ insgesamt 23 Männer aus dem Umfeld von Ultra-Gruppierungen wieder. Fünf von ihnen waren wohl an dem Platz-Sturm und der anschließenden Gewalt direkt beteiligt.

Sie haben nun ein Verbot zur Betretung des Stadionumfelds, der An- und Abreisewege sowie Teile der Kölner Innenstadt erhalten. Strafverfahren wurden eingeleitet und die Staatsanwaltschaft Köln prüft, ob die Taten auch in Deutschland verfolgt werden können.

1. FC Köln: FC-Anhänger randalieren in Genk – und stürmen Rasen

Was war genau passiert? Als die Junioren beider Teams pünktlich mit dem Halbzeitpfiff in die Kabine gehen wollten, stürmten einige vermummte FC-„Fans“ das Spielfeld und bewegten sich schnurstracks in Richtung Genker Fanblock auf der Gegengeraden. Auf einem Video, das im Netz kursiert, ist der Vorfall zu sehen, etliche maskierte Chaoten in rot und weiß marschieren geradewegs auf die gegnerischen Fans zu. Es kam zu unschönen Szenen auf der Tribüne, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch – konnte dann jedoch mit 15-minütiger Verspätung wieder angepfiffen werden.

„Zum Anpfiff des Spiels betrat eine unerwartet große Gruppe von Köln-Fans das Stadion, deutlich über 100 Menschen“, erklärte eine Sprecherin der lokalen Polizei in Genk am Mittwoch auf 24RHEIN-Anfrage. „Während der Halbzeitpause hat dann ein Teil dieser Menschen, etwa 50, den Rasen betreten und ist direkt auf die Genk-Fans zugesteuert. Ordnungsdienst und Polizei waren sofort zur Stelle, dennoch kam es im Block zu einer recht kurzen Konfrontation beider Gruppierungen, bei der jedoch niemand verletzt wurde. Auch Festnahmen gab es keine, weil die Kölner im Anschluss an die Aktion direkt wieder zu ihren Autos aufgebrochen und davongefahren sind“, schildert die Sprecherin den Fall.

1. FC Köln: Präsident Dr. Werner Wolf verurteilt Vorfälle beim Youth League-Spiel des FC in Genk

FC-Präsident Dr. Werner Wolf verurteilte die Vorfälle aufs Schärfste. „Es ist unfassbar traurig und völlig inakzeptabel, dass einige Chaoten die Bühne des europäischen Jugendfußballs missbrauchen, um ihr Bedürfnis nach Gewalt zu stillen. Diesen Leuten ist der größte sportliche Erfolg unseres Nachwuchses und das Wohl des 1. FC Köln völlig egal. Zum Glück ist bei der Auseinandersetzung laut der örtlichen Polizei niemand verletzt worden. Wir werden den Vorfall intern aufarbeiten“, kündigte der FC-Präsident an. Noch nach dem Spiel hatte er sich auf dem Platz bei den Junioren für die Vorkommnisse in der Halbzeit entschuldigt.

FC-Anhänger randalieren in Genk – UEFA kündigt Untersuchung an

Der KRC Genk pflegt seit Jahren eine Fan-Freundschaft mit Borussia Mönchengladbach, dem Erzrivalen des 1. FC Köln, möglicherweise der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen vom Dienstag. Es bleibt abzuwarten, ob die Aktion für den Verein noch ein Nachspiel haben wird. Die Europäische Fußball Union UEFA kündigte jedenfalls am Mittwoch an, die Vorkomnisse untersuchen zu wollen, und zu gegebener Zeit die Entscheidung der Disziplinarkammer bekannt zu geben. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 22. Oktober inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Die Polizei hat einige Randalierer identifiziert.

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