1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

1. FC Köln: Die Gründung des Vereins im Jahr 1948

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robin Josten

Logos der Sportvereine aus denen der 1. FC Köln fusionierte.
Durch den Zusammenschluss des Kölner BC 01 und der SpVgg Sülz 07 entstand der 1. FC Köln. © motivio / Imago

Seit 74 Jahren gibt es den 1. FC Köln. So lief der Zusammenschluss vom Kölner BC 01 und der SpVgg Sülz 07 zum größten Kölner Verein im Jahr 1948.

Köln – Der 1. FC Köln heißt mit vollständigem Namen 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. Oftmals werden aber Kürzel wie „FC“, „Effzeh“ oder „die Geißböcke“ genutzt. Mit knapp über 117.000 Mitgliedern (Stand: 18. Juni 2022) ist er der größte Sportverein in der Millionenmetropole Köln, der sechstgrößte in Deutschland und der dreizehntgrößte auf der ganzen Welt.

Fußball in Köln: Viele gute Kölner Vereine vor dem zweiten Weltkrieg

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Köln viele in etwa gleich starke Fußballvereine. Dazu gehörten der VfL Köln 1899, der VfR Köln 04 rrh. (Heute FC Viktoria Köln), die SpVgg Sülz 07 und den Kölner BC 01. Alle diese Clubs waren allerdings nicht stark genug, um sich gegen die großen Vereine aus dem Ruhegebiet oder Süddeutschland dauerhaft durchsetzten zu können. Von 1903 bis 1933 gewannen Kölner Vereine lediglich viermal die Westdeutsche Meisterschaft. Auch in den Jahren von 1933 bis zum zweiten Weltkrieg schafften es die Kölner Vereine in der Gauliga Mittelrhein (damals die höchste deutsche Spielklasse) nicht mit der Konkurrenz aus Aachen, Trier oder Koblenz sportlich mitzuhalten.

Nach dem Krieg: Kölner Vereine ohne Chance im Fußball-Oberhaus

1947 startete der Fußballbetrieb im Westen Deutschlands wieder. Mit dem VfR Köln 04 rrh. Und Preußen Dellbrück spielten zwei Kölner Vereine in der höchsten deutschen Spielklasse, spielten allerdings keine relevante Rolle in der Liga. Beide Vereine stiegen relativ schnell in die Bezirksliga ab. Daher entstand in Köln die Idee eines Großvereins, der auch um die deutsche Meisterschaft spielen sollte.

1. FC Köln: Die Gründung am 13. Februar 1948

Franz Kremer, Chef des Kölner BC, strebte zuerst eine Fusion mit SV Union Köln an, doch der Verein lehnte ab. Danach richtete er seine Aufmerksamkeit auf die SpVgg Sülz 07. Die beiden Vereine waren zwar durch eine traditionelle Rivalität verbunden, Kremer schaffte es aber, die meisten Zweifel zu beseitigen. Mit dem Spruch „Wollen sie mit mir deutscher Meister werden?“ überzeugte er schließlich die Sportvereinigung aus Sülz. Mit dem Namen „Erster Fußballclub Köln“ verknüpfte er auch direkt einen gewissen Anspruch an den Verein, den viele andere Vereine aus Deutschland als anmaßend empfanden.

Schließlich kam es am 13. Februar zu Mitglieder-Abstimmungen der beiden Vereine und da auf beiden Seiten die Mehrheit für eine Fusion stimmte, schlossen sich an diesem Tag die beiden Clubs zum heutigen 1. FC Köln zusammen. Franz Kremer, der großen Anteil am Zusammenschluss der Vereine hatte, wurde einstimmig zum ersten Präsidenten gewählt. 19 Jahre lang führte er das Amt aus und noch heute kennt jeder FC-Fan die unumstritten wichtigste Persönlichkeit der FC-Vereinsgeschichte. (rj) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant