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1. FC Köln: Mannschaft der zweiten Halbzeit – worauf es jetzt ankommt

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Von: Max Dworak

Jan Thielmann und Anthony Modeste bejubeln einen Treffer.
Auch gegen Eintracht Frankfurt schlug der 1. FC Köln in Form von Anthony Modeste (rechts) erst in der zweiten Halbzeit zu. © Treese/Imago

Der 1. FC Köln bietet den Fans in dieser Saison einen lange nicht da gewesenen Offensiv-Fußball. Die neuesten Zahlen verdeutlichen, wo es in der Liga noch hakt.

Köln – 36 Tore und 36 Punkte bedeuten unter dem Strich den achten Tabellenplatz in der Bundesliga für den 1. FC Köln. Noch neun Spieltage sind zu gehen, in denen Steffen Baumgart mit seinen Jungs versuchen wird, die aktuelle Stellung zu halten oder gegebenenfalls sogar zu verbessern. Möchten die Geißböcke weiter oben dranbleiben, müssen im Angriff kleine bis mittelgroße Mängel abgestellt werden: Dies gilt besonders für die Torausbeute.

1. FC Köln: In der ersten Halbzeit hakt es vor dem gegnerischen Kasten

Sage und schreibe 25 Tore erzielte der 1. FC Köln in der laufenden Saison in der zweiten Halbzeit. Mathematisch gesehen sind dies aufgerundet 70 Prozent aller Treffer. Bedeutet im Umkehrschluss: Nur elf Mal jubelten die Rheinländer in Hälfte Eins – nur fünf Teams des deutschen Oberhauses sind diesbezüglich noch schwächer. Spinnt man das Rad noch weiter, so offenbaren die Zahlen, dass der Bundesligist dank der Tore in Durchgang Nummer Zwei bislang 22 Punkte sammeln konnte. Heißt wiederum: Mit dem Pausenpfiff hätten Baumgart & Co. gerade mal 14 Zähler ihr Eigen nennen können.

Auch Anthony Modeste, der Mann, der die Fan-Herzen höher schlagen lässt, schlug – wenn auch nur hauchzart – häufiger in den zweiten 45 Minuten zu. Acht seiner 15 Duftmarken setzte der Franzose nach Wiederbeginn, was demnach etwa 53 Prozent macht.

1. FC Köln: Viele Torabschlüsse, wenig Erfolgserlebnisse

Kritisch beäugen kann man in diesem Zusammenhang ebenso die bereits oft angesprochene Chancenverwertung des 1. FC Köln. Mit 343 Torschüssen liegen die Geißböcke zwar auf einem rühmlichen vierten Rang und lassen sogar die Champions League-Aspiranten Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen (je 337 Torschüsse) hinter sich, allerdings kann die entsprechende Torquote der Konkurrenz noch nicht das Wasser reichen. Nur 10 Prozent aller Kölner Abschlüsse fanden den Weg in den gegnerischen Kasten. Zum Vergleich: Im Falle Leverkusen und Dortmund – die zufälligerweise auch die gleiche Trefferzahl (64 Tore) vorweisen können – liegt der Wert bei 19 Prozent.

Die individuelle Auswertung von Anthony Modeste sollte an dieser Stelle dennoch unbedingt hervorgehoben werden: Mit 82 Torschüssen bekleidet der Franzose momentan den zweiten Platz in der Bundesliga – einzig Superstar Robert Lewandowski probierte es bis dato regelmäßiger (127 Torschüsse).

Fazit: Der 1. FC Köln muss versuchen, früher Tore zu schießen

Können die Domstädter ihre Ladehemmung in der ersten Halbzeit künftig ein Stück weit beheben – und parallel hinten dicht halten – sind durchaus noch mehr Siege möglich. Früh im Spiel zu knipsen, um für den weiteren Spielverlauf einen gewissen Puffer zu haben, würde die eigenen Nerven sicherlich schonen. Grundsätzlich – auch das ist klar – gilt natürlich bis zum Saisonende der eindringliche Appell von Steffen Baumgart aus den vergangenen Wochen: „Wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen.“(md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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