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Pokal, BVB, Leverkusen: Diese Herausforderungen kommen auf den 1. FC Köln zu

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Von: Max Dworak

Im Spiel gegen TSG 1899 Hoffenheim musste Steffen Baumgart erstmals in seiner Zeit beim 1. FC Köln eine Klatsche hinnehmen.
Im Spiel gegen TSG 1899 Hoffenheim musste Steffen Baumgart erstmals in seiner Zeit beim 1. FC Köln eine Klatsche hinnehmen. © Oliver Zimmermann/foto2press

Der 1. FC Köln hat nicht lange Zeit, um sich von der Hoffenheim-Klatsche zu erholen. Die nächsten zwei Wochen werden dem Bundesligisten einiges abverlangen.

Köln – „Wir treffen am kommenden Sonntag auf Leverkusen und innerhalb der nächsten Woche auf drei sehr, sehr gute Gegner, die uns alle nicht unterschätzen werden“, betonte Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler auf der Vereinshomepage. Bereits im Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim war deutlich zu sehen, dass der 1. FC Köln von keinem Kontrahenten mehr als Underdog wahrgenommen wird. Das sorgt auch dafür, dass sich der Klub angesichts der bevorstehenden Aufgaben schnell fangen muss.

1. FC Köln: Lokalrivale Leverkusen ebenfalls schwer gebeutelt

Als Trainer Steffen Baumgart am 17. Oktober 2021 in der Leverkusener BayArena Platz nahm, sah er eine Bundesliga-Partie, die er wohl so schnell nicht vergessen wird: Bereits nach 45 Minuten war das Spiel zugunsten des Gastes vom FC Bayern München dank eines klaren 0:5-Vorsprungs entschieden. Wie die Kölner Hintermannschaft in Hoffenheim, sah auch die Abwehr von Bayer 04 Leverkusen alles andere als gut gegen den Rekordmeister aus und fiel regelrecht auseinander.

Dabei war die Defensive des Lokalrivalen vor der Partie gegen die Bayern die zweitsicherste der Liga und ließ in sieben Spielen lediglich sieben Tore zu. Blendet man die Mega-Pleite aus, hat Leverkusen mit der Offensivpower aus Spielern wie dem Ex-Kölner Florian Wirtz, Moussa Diaby oder Patrick Schick eine enorme Qualität im Spiel nach vorne (21 Liga-Tore). Schafft es der FC, das eigene Angriffsspiel – wie am siebten Spieltag gegen Aufsteiger Greuther Fürth – auf den Rasen zu bringen, ist mit 50.000 Fans im Rücken allerdings vieles denkbar. Zudem haben die Kölner mit Anthony Modeste selbst einen Top-Knipser im Kader.

1. FC Köln: VfB Stuttgart wartet im DFB-Pokal

Nur drei Tage nach dem Spiel gegen Leverkusen wird sich der 1. FC Köln in der zweiten Runde des DFB-Pokals behaupten müssen. Auch diese Partie wird – wie schon gegen den FC Carl Zeiss Jena – nicht im RheinEnergie-Stadion stattfinden. Bedenkt man, dass die Mannschaft von Steffen Baumgart erst zwei Punkte aus den vier Auswärtsspielen dieser Bundesliga-Saison mitnehmen konnte, wird das K.O.-Spiel in Stuttgart sicherlich kein Selbstläufer. Die Schwaben, die aktuell mit neun Punkten aus acht Spielen auf Platz zwölf in der Tabelle stehen, sind noch auf der Suche nach ihrer Bestform. Ein Fakt, der den Domstädtern definitiv Mut machen sollte. Ohnehin hat der Pokal nicht selten seine eigenen Gesetze.

1. FC Köln: Borussia Dortmund an Spieltag zehn

Drei Tage später wartet mit Borussia Dortmund der vielleicht derzeit zweitbeste deutsche Fußballverein auf die Geißböcke. Vor mehr als 60.000 Zuschauern wird der 1. FC Köln im Signal-Iduna-Park nicht weniger als einen perfekten Tag brauchen, um Punkte aus dem Ruhrpott mitzunehmen. Darüberhinaus hat der BVB mit Erling Haaland einen Mittelstürmer des Formates Weltklasse in seinen Reihen, der in dieser Saison in sechs Partien unfassbare neun Bundesliga-Tore schießen konnte. Die Tatsache, dass die Dortmunder in den kommenden zwei Wochen aufgrund der Dreifachbelastung aus Champions League, DFB-Pokal und Bundesliga insgesamt vier Pflichtspiele bestreiten müssen, birgt für den 1. FC Köln jedoch eine echte Chance auf etwas Zählbares.

Die nächsten drei Partien des 1. FC Köln

24.10.2021; 15:30 Uhr: 1. FC Köln vs Bayer 04 Leverkusen (Tabellenplatz 3) (1. Bundesliga)

27.10.2021; 20:45 Uhr: VfB Stuttgart (Tabellenplatz 12) vs 1. FC Köln (DFB-Pokal; 2. Runde)

30.10.2021; 15:30 Uhr: Borussia Dortmund (Tabellenplatz 2) vs 1. FC Köln (1. Bundesliga)

Trotz des Pflichtspiel-Marathons aus drei Begegnungen in sieben Tagen müssen sich die Kölner auf ihre eigenen Stärken besinnen. Die Niederlage in Hoffenheim sollte symbolisch für einen Ausrutscher stehen, den wohl jeder FC-Fan gemessen an der bisherigen Saison-Leistung verzeihen kann. In den kommenden Partien können sich die Anhänger dann hoffentlich wieder auf „schönen, attraktiven, klaren Fußball [freuen; Anm. d. Red.] der immer darauf aus ist, Spiele zu gewinnen“, um es mit den Worten von Steffen Baumgart zu formulieren. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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