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1. FC Köln: Verdienter 3:1-Sieg in Berlin - Kölner springen auf Tabellenplatz 6

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Von: Robin Josten

Modeste und Duda umarmen sich.
Anthony Modeste und Ondrej Duda trafen für den 1. FC Köln in Berlin. © O.Behrendt / Imago

Der 1. FC Köln war am Sonntag zu Gast bei Hertha BSC Berlin. In einem zerfahrenen Bundesligaspiel sicherte sich der FC durch Tore von Modeste, Duda und Thielmann drei Punkte.

Berlin – Wieder Modeste! Der Stürmer des 1. FC Köln macht genau da weiter, wo er 2021 aufgehört hat. Mit seinem Kopfballtor zum 1:0 brachte der Franzose die Mannschaft von Steffen Baumgart auf die Siegerstraße. Ondrej Duda erhöhte kurz danach auf 2:0. Der glückliche Freistoßtreffer von Darida machte das Spiel nochmal spannend. In der Schlussphase setzte Jan Thielmann mit seinem ersten Saisontreffer den Schlusspunkt zum 3:1.

1. FC Köln zu Gast in Berlin: Die Aufstellungen - Schwäbe im Tor, Modeste und Uth bilden Doppelspitze

Schon auf der Pressekonferenz vor dem Spiel verriet Steffen Baumgart, dass Marvin Schwäbe die ersten drei Bundesligaspiele in 2022 bestreiten wird und Timo Horn im Pokal gegen den Hamburger SV spielt. Die Innenverteidigung stellte sich nach dem Abgang von Czichos und Cestic und durch den Ausfall von Meré automatisch auf. Die einzige Überraschung gab es im offensiven Mittelfeld: Louis Schaub spielte in der Dreierreihe hinter den Spitzen. Ljubičić saß erstmal auf der Bank. Im Sturmzentrum begann der FC mit Mark Uth und Top-Torjäger Anthony Modeste. „Ich erwarte, dass sie gut zusammenspielen und dann ihre Tormöglichkeiten bekommen“, so Baumgart vor dem Spiel über seine Doppelspitze.

Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln: 1. Halbzeit - Schwäbe hält sensationell, Modeste und Duda bringen Geißböcke in Front

Vom Start weg versuchte der 1. FC Köln den Ball in den eigenen Reihen zu halten und mit gezielten langen Bällen in die Spitze die FC-Stürmer in Szene zu setzen. Den ersten Abschluss hatte aber die Hertha in Person von Myziane nach sechs Minuten. Der Herthaner verzog aber deutlich. So richtig gefährlich wurde es das erste Mal in der neunten Minute. Zum Glück aus Kölner Sicht verpasste Richter eine Flanke von Selke. Die erste FC-Chance gab es nach 19 Minuten. Nach einer Flanke von Uth zog Schaub am langen Pfosten ab aber scheiterte an Schwolow im Hertha-Tor. Der Abpraller landete bei Duda, der den Ball mit seinem Kopf knapp am Pfosten vorbei legte. Nur drei Minuten später hatte der FC direkt die nächste hochkarätige Chance. Schaub war auf der rechten Seite enteilt, verzog seinen Abschluss aus kurzer Distanz über das Tor.

Schwäbe sensationell! Nach einer knappen halben Stunde gab es dann die Megachance für Hertha. Myziane tauchte völlig frei vor Schwäbe auf, scheiterte aber an der sensationellen Fußabwehr des Kölner Schlussmann. Im direkten Gegenzug ging der FC in Führung: Uth brachte den Ball von der linken Seite mustergültig in den Strafraum und Modeste vollstreckte freistehend mit dem Kopf. Und nur drei Minuten später schlugen die Geißböcke erneut zu. Nach einer Flanke von Schmitz bekamen die Berliner den Ball nicht geklärt, sodass dieser am Sechzehnmeterraum vor den Füßen von Duda landete. Der Slowake zog ab und brachte den Ball zum 2:0 im langen Eck unter. Danach hatte der FC noch ein paar Chancen. Da diese aber ungenutzt blieben, ging es für die Kölner mit der 2:0-Führung in die Halbzeit.

Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln: 2. Halbzeit - Glücklicher Hertha-Anschlusstreffer reicht nicht, Thielmann entscheidet Spiel

Zum Auftakt der zweiten Halbzeit gab es nur auf der Schiedsrichterposition eine Veränderung. Tobias Stieler konnte aufgrund einer Zerrung nicht weiter pfeifen. Für ihn übernahm Alexander Sather das Amt des Hauptschiedsrichters. Der FC machte vom Anpfiff direkt da weiter, wo man im ersten Durchgang aufgehört hatte. Am Ende einer schönen Kombination über die linke Seite war Uth relativ frei im Strafraum, wurde aber von Torunarigha im letzen Moment noch gestört. Man merkte, dass die Kölner das Spiel schnellstmöglich zu machen wollten.

Danach fanden die Hauptstädter besser in die Begegnung und kamen in Minute 58 durch Darida zum Anschluss. Der Berliner Mittelfeldspieler schlug einen Freistoß in Richtung Schwäbe, der Ball flog an Freund und Feind vorbei und landete schlussendlich im FC-Tor. Die Geißböcke wirkten nach dem Gegentreffer aber nicht geschockt und übernahmen wieder das Heft des Handelns. In Minute 67 hatten die Kölner auch die Riesenchance wieder auf zwei Tore Vorsprung zu stellen. Einen indirekten Freistoß von Uth aus ca. fünf Metern konnte Schwolow im Berliner Tor aber parieren. Nach dieser Aktion schlief das Spiel fast komplett ein und Strafraumszenen wurden zur Mangelware.

Erst in den letzten zehn Minuten nahm das Spiel wieder ein bisschen an Fahrt auf. Die Berliner schafften es aber nicht Großchancen zu kreieren und Schwäbe wirklich in Gefahr zu bringen. Fünf Minuten vor dem Ende hatte der FC eigentlich die Möglichkeit das Spiel zu entscheiden, aber Stark klärte vor dem einschussbereiten Modeste. Schlussendlich war es Jan Thielmann, der in der Nachspielzeit komplett frei durch war und mit seinem ersten Saisontreffer den Schlusspunkt beim 3:1-Auswärtssieg setzte. (rj) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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