Markus Gisdol unter Druck

1. FC Köln gegen Hertha BSC unter Druck: Gelingt im Krisenduell der Befreiungsschlag?

+
Mit einem 5:0-Sieg war die letzte Partie des 1. FC Köln gegen Hertha BSC mehr als erfolgreich.
  • schließen

Der 1. FC Köln erwartet mit Hertha BSC einen ebenfalls kriselnden Gegner. Die Rückkehr zu alten Tugenden könnte die Geißböcke dabei zurück in die Spur bringen.

  • Der 1. FC Köln empfängt am Samstag Hertha BSC zum Bundesliga-Krisenduell
  • Die Gegner aus Berlin müssen in Köln auf ihren Top-Spieler verzichten
  • Für den Effzeh könnte die Partie zum Richtungsbarometer werden – Markus Gisdol steht dabei unter Zugzwang

Köln – Beim 1. FC Köln steht eine Woche der Entscheidung bevor. Innerhalb von neun Tagen muss der Effzeh in der Bundesliga gegen drei direkte Konkurrenten antreten. Nicht nur aufgrund der aktuellen Lage werden diese Spiele von daher besonders wichtig. Den Anfang macht der FC am Samstag gegen den 12. Platzierten Hertha BSC im heimischen RheinEnergie-Stadion.

1. FC Köln zieht Konsequenzen nach Freiburg-Debakel – doch Offensivsorgen bleiben

Nach dem 0:5-Debakel des 1. FC Köln in Freiburg scheint man den Ernst der Lage erkannt zu haben. Zumindest wurden in der Woche beim Effzeh erste Konsequenzen gezogen und viele Gespräche geführt. Deshalb gaben sich Sportchef Horst Heldt und Trainer Markus Gisdol auf der Pressekonferenz tatsächlich eher optimistisch, was die kommende Partie angeht. An der Personalsituation hat sich derweil nichts getan – weder zum Positiven, noch zum Negativem. Bis auf Mittelstürmer Sebastian Andersson und den Langzeitverletzten Florian Kainz kann Markus Gisdol auf alle Spieler zurückgreifen.

Doch das bedeutet natürlich, dass auch dieses Wochenende somit die Sorgen im Offensivspiel der Kölner bleiben. Denn auch Anthony Modeste konnte in Freiburg nicht von sich überzeugen. Das große Fragzeichen nach einer Lösung des Problem bleibt also. Aktuell scheint man sich einfach damit abfinden zu müssen, dass der Effzeh im Angriff sehr limitiert ist. Torgefahr wird man wohl eher durch Konter oder Standardsituationen herbeiführen müssen.

Hertha BSC: Enttäuschende Bundesliga-Saison – gegen FC fällt Top-Spieler aus

Für Hertha BSC läuft die Bundesliga-Saison 20/21 ebenfalls nicht wirklich nach Plan. Dank großer Investitionen steckte man viel Geld in neue Spieler und hat aktuell sogar den sechstwertvollsten Kader der ganzen Liga. Dementsprechend hoch waren eigentlich auch die Ambitionen, Europa war das Ziel. Ein Ziel von dem man aktuell sehr weit entfernt ist. Nach einem katastrophalen Saisonstart lieferten die Berliner zuletzt eher schwankende Leistungen. Die Tagesform ist beim Hauptstadtklub also ein sehr entscheidender Faktor zurzeit.

Zum Glück für den 1. FC Köln muss die Hertha am Wochenende auch noch auf ihren besten Spieler Matheus Cunha verletzungsbedingt verzichten. Das bedeutet aber nicht, dass die Berliner keine Offensivgefahr ausstrahlen. Mit dem Ex-Kölner Jhon Córdoba dürften die FC-Verteidigung ebenfalls gut zu tun haben. Der Mittelstürmer kam zuletzt immer mehr in Form und könnte im schlimmsten Fall seine alte Liebe noch tiefer in die Krise schießen.

1. FC Köln bleibt nur eine Möglichkeit um erfolgreich zu sein – Markus Gisdol muss um Job bangen

Wie die bisherige Saison zeigt, gibt es aktuell wohl nur eine Lösung, mit der der 1. FC Köln erfolgreich sein kann: der Fokus muss klar auf der Defensivarbeit liegen. Denn als die Geißböcke in der Vergangenheit hinten kompakt standen, waren sie häufig auch erfolgreich. Dabei erzielten sie dann durch zunehmende Fehler ihrer Kontrahenten oder einfach durch gute Standards auch eigene Tore. Die Erfolge gegen Borussia Dortmund und Mainz 05 zeigen das sehr gut. Deshalb sollte der FC nun zu dieser Erfolgsformel zurückkehren.

Zusätzlich handelt es sich bei Hertha aktuell wirklich um eine Wundertüte. Dementsprechend schwierig ist es auch, sich auf die Berliner vorzubereiten. Von daher ist also klar, dass die Konzentration der Kölner auf dem eigenen Spiel liegen muss. So oder so sollte die Wichtigkeit dieser Bundesliga-Partie eindeutig sein. Das Krisenduell wird vermutlich als Richtungsbarometer für die ebenfalls wichtigen Folgespiele gewertet werden. Denn spätestens bei einer Niederlage dürfte sich FC-Trainer Markus Gisdol wohl ernsthafte Sorgen um seinen Job machen müssen. (os)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion