Sportdirektor bei Konkurrenz gehandelt

1. FC Köln: Nach Gerüchten um Wechsel – Horst Heldt kommentiert Spekulationen nicht

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FC-Sportdirektor Horst Heldt wurde zuletzt mit Schalke 04 und Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht.
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In den vergangenen Wochen tauchten immer wieder vage Gerüchte um einen Wechsel von FC-Sportchef Horst Heldt zur Bundesliga-Konkurrenz auf. Kommentieren will der Sportdirektor diese aber nicht.

Update vom 5. März, 11:15 Uhr: Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln hat Gerüchte über ein mögliches Interesse anderer Vereine an ihm und Mit-Geschäftsführer Alexander Wehrle nicht kommentiert. „Der 1. FC Köln ist für mich ein besonderer Club, schließlich habe ich hier meine Karriere als Spieler begonnen. Es macht aus meiner Sicht aber keinen Sinn, Spekulationen, die mich oder meinen Geschäftsführer-Kollegen Alexander Wehrle betreffen, zu kommentieren“, sagte Heldt im Interview der Kölnischen Rundschau (Freitag-Ausgabe).

Im Fall von Heldt hatte es zuletzt vage Gerüchte um einen Wechsel zum FC Schalke 04 oder Eintracht Frankfurt gegeben. Wehrle wird immer mal wieder für Positionen beim VfB Stuttgart gehandelt, wo er seine Karriere begann. „Ich habe beim FC Vertrag bis 2023. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, hatte er zuletzt im Express gesagt.

Seine Treue zu Trainer Markus Gisdol erneuerte Heldt derweil. „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Trainerteam die Liga halten werden. Das wird aber nicht am 29. Spieltag erledigt sein“, sagte er. Über die ständigen Diskussionen über den Coach sagte Heldt: „Ein 0:5 in Freiburg ist nicht automatisch ein Trennungsgrund und ein Derbysieg in Gladbach nicht automatisch ein Grund für eine Vertragsverlängerung. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns in Köln genau zwischen diesen beiden Befindlichkeiten bewegen. So funktioniert es aber nicht.“ (bs/dpa)

Horst Heldt vor Abgang beim 1. FC Köln? Sportchef wird wohl bei Konkurrent gehandelt

Erstmeldung vom 26. Februar, 12:11 Uhr: Köln/Gelsenkirchen – Es wäre ein echter Paukenschlag für den 1. FC Köln. Der aktuelle Geschäftsführer Sport Horst Heldt gilt laut Bild als Kandidat für die Stelle des Sportchefs beim FC Schalke 04. Dort könnte Heldt den zum Saisonende scheidenden Jochen Schneider beerben. Doch wie wahrscheinlich ist die Rückkehr des 51-Jährigen an seine alte Wirkungsstätte?

Horst Heldt mit gemischten Gefühlen über Schalke-Zeit – Königsblauen suchen Schneider-Nachfolger

In seinen fast sechs Jahren beim FC Schalke hat Horst Heldt einige Höhen und Tiefen durchlebt. Doch zumindest sportlich dürfte das Positive überwiegen. Bis auf in der Debüt-Saison landeten die Knappen unter Heldt immer in den Top 6 der Bundesliga und erreichten mit dem Halbfinaleinzug 2011 das beste Champions League-Ergebnis der Vereinsgeschichte. Hinzu kommen dann noch mit dem Gewinn des DFB-Pokals und des DFL-Supercups – ebenfalls 2011 – die letzten beiden offiziellen Titel der Königsblauen. Also es gibt durchaus Gründe wieso sich einerseits die Schalker erneut mit ihrem Ex-Manager beschäftigen, aber auch wieso Heldt selbst sehr positiv an diese Zeit zurückdenken könnte.

Jedoch lief gerade der Abgang im Jahr 2016 dann nicht mehr ganz so harmonisch ab. Zwar erfüllte Heldt seinen Vertrag bei den Gelsenkirchenern bis zum Schluss, aber die Entscheidung über die Trennung wurde doch einseitig getroffen. Allen voran der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies war mit Heldts Arbeit wohl nicht mehr ganz so zufrieden. Doch nicht nur ist Tönnies nun weg, sondern bei Schalke sehnt man sich angesichts des drohenden Abstiegs regelrecht nach den vorherigen Zeiten. Neben Heldt sind laut Bild aber noch sechs weitere Kandidaten bei den Knappen im Gespräch für den vakant werdenden Posten: Peter Knäbel, Erik Stoffelshaus, Rouven Schröder, Rachid Azzouzi, Benjamin Schmedes und Steffen Korell. Ganz so heiß dürfte das Schalker-Interesse aktuell wohl nicht sein.

1. FC Köln ist für Horst Heldt eine Herzensangelegenheit – Rückhalt vom Vorstand weiter vorhanden

Horst Heldt kam Ende 2019 als Nachfolger von Armin Veh ans Geißbockheim, machte aber von Anfang an klar, dass es sich bei seiner Anstellung um eine Herzensangelegenheit handelt. Der 51-Jährige kommt aus der Region und hat den größten Teil seiner Profi-Karriere als Spieler beim FC verbracht. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt vergangene Bundesliga-Saison verlängerte er auch erst im Sommer 2020 seinen Vertrag langfristig bis 2023. Auch damals machte Heldt nochmal klar: „Der FC ist mein Verein. Daher bedeutet mir das Vertrauen des Vorstands viel und ich werde in den kommenden Jahren weiter alles tun, um es zu rechtfertigen“.

Auch wenn sich Aussagen immer überholen können, gibt es auch zurzeit wohl keinen Grund wieso Heldt selbst den Verein wegen Unzufriedenheit oder ähnlichem Verlassen würde. Obendrein scheint auch der 1. FC Köln absolut kein Interesse an einem Abgang der Sportchefs haben: „Wir möchten auf der Position des Geschäftsführers Sport Kontinuität erreichen und sind überzeugt, dass dies mit Horst Heldt gelingen wird“, sagte FC-Präsident Dr. Werner Wolf bei Heldts Vertragsverlängerung. Und das dürfte auch weiterhin gelten. Zwar läuft die Saison beim 1. FC Köln nicht ideal, aber die Probleme sind wohl eher woanders vorhanden

Insgesamt kann man also sagen, dass das Gerücht nicht viel mehr als genau das ist: ein Gerücht. Gerade von Seiten des FC und auch Horst Heldt selbst spricht wenig für einen Abgang des Sportchefs zum zurzeit deutlich krisenbehafteteren FC Schalke 04. Beim 1. FC Köln erfährt Heldt weiterhin große Wertschätzung, obendrein dürfte er den Geißböcken emotional doch deutlich verbundener sein. Aber einen Punkt gibt es dann doch: Sowohl Heldt als auch Schalke erlebten zusammen Große einige Erfolge und danach sehnen sich letztlich die meisten Menschen und Vereine im Sport.

Wechselwahrscheinlichkeit: 2 von 10. (os)

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