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FC-Youngster Jan Thielmann über sein erstes Bundesliga-Tor: „Ich war sichtlich erleichtert“

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Von: Oliver Schmitz

Fußballspieler Jan Thielmann vom 1. FC Köln trifft gegen den VfL Wolfsburg zum 1:0.
Jan Thielmann konnte sich gegen den VfL Wolfsburg über sein erstes Profi-Tor freuen. © Herbert Bucco/imago images

Jan Thielmann hat persönliche Einblicke in sein erstes Jahr bei den Profis des 1. FC Köln gegeben. Dabei sprach er über sein erstes Bundesliga-Tor und Poldis Reaktion darauf.

Köln – Beim 1. FC Köln läuft es zurzeit sportlich nicht wirklich. Drei Bundesliga-Niederlagen in Folge, zuletzt sogar 1:5 gegen Bayern München, sind der Stand der Dinge. FC-Stürmer Jan Thielmann ist aktuell wohl dennoch recht guter Dinge. Immerhin kann er mit erst 18 Jahren bereits auf ein Jahr voller Einsätze bei den FC-Profis zurückblicken. Im FC-Podcast gibt der Youngster Einblicke zu seiner persönlichen Entwicklung, über sein erstes Bundesliga-Tor gegen den VfL Wolfsburg und das kommende Spiel gegen Werder Bremen.

1. FC Köln: So vereinbart Jan Thielmann Schule und Fußball

Jan Thielmann ist mit 18 Jahren nicht nur Profi beim 1. FC Köln, sondern auch noch immer Schüler. Wie alle anderen, hat auch er zurzeit nur Homeschooling: „Durch Corona ist ein bisschen schwerer und unübersichtlicher“, erzählt der Abiturient und sagt dass sei keine Überraschung, aber dennoch würde es im Endeffekt funktionieren.

So oder so hat Thielmann bereits die besondere Situation zwischen zwei eigentlichen „Vollzeittätigkeiten“ hin und her zu wechseln. Das sei zwar nicht immer leicht und wie jeder hätte auch er mal keine Lust auf Schule, jedoch „sind jetzt nur noch wenige Monate“ bis er fertig ist und sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren kann. Sein Erfolgsrezept: „Man muss sich das gut einteilen, wann man Schule macht und wann man sich 100 prozentig auf den Fußball konzentriert. Man braucht auch Pausen“, erklärt der 18-Järige. Dabei bekomme er viel Unterstützung vom FC und auch die Schule käme sehr entgegen.

Jan Thielmann blickt auf sein erstes Profi-Tor zurück – Podolski hat nicht persönlich gratuliert

Der Stürmer hat sich mit seinem Treffer gegen Wolfsburg vergangenen Dezember in die Geschichtsbücher des FC geschrieben. Mit 18 Jahren, 6 Monaten und 10 Tagen ist er der vierjüngste Bundesliga-Torschütze der Kölner jemals. Jedoch kam der Durchbruch erst „recht spät“. Denn seinen ersten Einsatz hatte Thielmann bereits ein Jahr zuvor, weshalb die Genugtuung recht groß war: „An meinem Torjubel hat man gesehen, dass ich sichtlich erleichtert was. Das gibt dann etwas Schwung und ich hoffe, dass noch weitere folgen werden“, erzählt er.

Bei vielen wurden gleich die Erinnerungen an einen gewissen Lukas Podolski wach, der im genau gleichen Alter ebenfalls sein erstes FC-Tor erzielt hatte. Gerüchte, die besagt haben, der Kölner „Prinz“ hätte Thielmann gratuliert, scheinen aber nicht so richtig zu stimmen. „Persönlich hat er mir nicht gratuliert. Ich hab nur kurz darüber gelesen und dann war es auch wieder weg aus meinen Gedanken“, sagt Thielmann.

1. FC Köln: Thielmann ist zufrieden mit bisheriger Zeit bei den FC-Profis und glaubt an Punkte gegen Bremen

Thielmann sprach auch über seine bisherige Entwicklung durch Training und Spiele bei den Profis des 1. FC Köln. „Ich bin jetzt deutlich mehr angekommen. Zwar bin ich immer noch der jüngste in der Mannschaft, sage aber mittlerweile auch mal etwas auf dem Platz. Ich hab auf jeden Fall gelernt. Mit jedem Spiel wird man etwas mutiger. Ich geh jetzt auch mal in eine eins gegen eins Situation und halte den Ball etwas länger. Das hat sich ins Positive entwickelt“, beschreibt der 18-Jährige sein Learning.

Natürlich will Thielmann weiter lernen und sich verbessern. Dabei hat er aktuell auch konkrete Ziele: „Jeder hat seine Baustellen, meine sind im Abschluss oder Drucksituationen cooler zu bleiben und auch mal den Körper reinzustellen. Da arbeite ich derzeit hart dran“. Bisher sei er aber mit seinem Leistungen recht zufrieden, meint der Youngster. Thielmann gelangen in dieser Saison in 19 Bundesliga-Einsätze (insgesamt 875 Minuten) zwei Tore und zwei Vorlagen. Welche Position er spielt ist ihm dabei nicht so wichtig. „Mir ist eigentlich egal ob im Sturm oder rechte Seite oder auch mal ein bisschen mehr im Zentrum spiele. Das macht für mich wenig Unterschied und kommt aufs Spielsystem an. Ich fühle mich auf allen drei Position sehr wohl“, erklärt er.

Aufgrund der Stürmerflaute beim 1. FC Köln stehen Thielmanns Startelf-Chancen gegen Werder Bremen recht gut. Dabei ist der 18-Jährige recht zuversichtlich was das kommenden Bundesliga-Spiel angeht: „Bremen hat es gut gemacht gegen Frankfurt und wir müssen schauen wir wir uns bestmöglich auf sie einstellen können. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir etwas holen können“. (os)

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