Kolumbianer vor Köln-Besuch

Hertha BSC beim FC Köln: Córdoba kehrt zurück an frühere Wirkungsstätte – und das könnte schmerzhaft werden

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Im Trikot des 1. FC Köln durfte Jhon Córdoba 2019/20 13 mal über einen Treffer jubeln.
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Wenn Hertha BSC am Samstag im Rheinenergie-Stadion gastiert, werden nicht nur die Augen der Kölner Defensivspieler auf Rückkehrer Jhon Córdoba gerichtet sein.

  • Jhon Córdoba kehrt am Samstag mit Hertha BSC zu seinem Ex-Verein 1. FC Köln zurück
  • In der vergangenen Spielzeit war der Kolumbianer die Lebensversicherung im Abstiegskampf
  • Jetzt will er seiner alten Liebe im Auswärtsspiel noch einmal so richtig wehtun

Köln – In der vergangenen Spielzeit war er so etwas wie die Lebensversicherung, jetzt kehrt er mit seinem neuen Team ins RheinEnergie-Stadion zurück. Obwohl die Zeit von Jhon Córdoba gerade zu Beginn in Köln keine leichte war, würden die Verantwortlichen und Fans des 1. FC Köln nun wohl alles dafür geben, einen Torjäger seines Kalibers im Team zu haben. Auch, wenn die Ablöse von 15 Millionen Euro die Schmerzen etwas linderte.

Jhon Córdoba brauchte beim 1. FC Köln eine lange Zeit, um so richtig in der Bundesliga anzukommen

Zunächst allerdings nur für den Moment – denn aktuell sieht es nicht so aus, als dass Nachfolger Sebastian Andersson die durchaus großen Fußstapfen Córdobas ausfüllen kann. Auch, wenn an die erste Saison des Kolumbianers erinnert sei, in der auch der spätere Publikumsliebling kein einziges Bundesliga-Tor für den 1. FC Köln erzielte. Erst zwei Saisons später zündete der bullige Mittelstürmer auch im Oberhaus, erzielte 2019/20 13 Treffer und hielt den FC so in der Bundesliga.

Dass der Knoten bei Andersson in der Zukunft platzt, darauf darf man beim 1. FC Köln eigentlich nicht warten. Zu angespannt ist die aktuelle Situation, und mit Córdoba könnte nun ausgerechnet ein eigener Ex-Spieler dafür verantwortlich sein, dass die Wolken über dem Geißbockheim so richtig dunkel werden. Verletzungsbedingt musste der Kolumbianer in dieser Spielzeit lange zusehen, kommt jedoch in neun Liga-Spielen für die Hertha auf vier Tore und eine Vorlage.

Jhon Córdoba könnte seiner alten Liebe bei der Rückkehr nach Köln so richtig wehtun

Tut Jhon Córdoba seiner alten Liebe nun also bei der Rückkehr so richtig weh? Eine Tatsache, die FC-Fans alarmieren dürfte: In der vergangenen Spielzeit erzielte er elf seiner 13 Saisontore im RheinEnergie-Stadion – er weiß also, wo in Müngersdorf das Tor steht. Nur zweimal traf er 2019/20 auswärts, beide Male in Berlin, gegen die Hertha. Die ist in wahrscheinlicher Abwesenheit von Topscorer Matheus Cunha noch mehr auf den Sturmtank angewiesen, der trotz Niederlage am vergangenen Wochenende (0:1 in Bielefeld) so langsam in Top-Form zu kommen scheint.

Das lässt sich von der FC-Offensive wahrlich nicht behaupten, nur zwei Teams spielten sich in der Bundesliga weniger Chancen heraus. Die Vorzeichen dafür, dass Jhon Córdoba seiner alten Liebe gegenüber Gnade walten lässt, scheinen also gering. Bleibt zu hoffen, dass er nicht seinen besten Tag erwischt – wie es ansonsten ausgehen kann, wissen FC-Fans aus der vergangenen Saison noch ganz genau. (mo)

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