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1. FC Köln: Jonas Hector zurück in die Abwehr?

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Von: Max Dworak

Jonas Hector motiviert seine Mannschaft gegen Hertha BSC Berlin.
Jonas Hector spielte gegen Hertha BSC Berlin erstmals seit langem als Linksverteidiger. © nordphoto GmbH/Imago

Der 1. FC Köln hat einen gelungenen Bundesliga-Start gegen Hertha BSC hingelegt. Kapitän Jonas Hector agierte dabei als Linksverteidiger. Konnte er überzeugen?

Köln – Beim ersten Bundesligaspiel der Saison 2021/22 gegen Hertha BSC Berlin lief FC-Kapitän Jonas Hector das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit hinten links in der Kölner Abwehrreihe auf. Der 31-Jährige hatte in der Vergangenheit eher im defensiven, beziehungsweise linken Mittelfeld gestanden. Gegen die Berliner beschloss FC-Coach Steffen Baumgart, den Routinier auf der ihm sehr geläufigen Position einzusetzen.

1. FC Köln: Schmitz über rechts, Hector auf links

Da Rechtsverteidiger Kingsley Ehizibue seinen Trainer im DFB-Pokalspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena nicht vollends überzeugen konnte, besetzte Baumgarts bisherige Lösung für links, Benno Schmitz, eben diese Position gegen Hertha. Die logische Konsequenz: Jonas Hector schloss die Lücke in der Kölner Defensive, weil das Vertrauen in den weiterhin kriselnden Noah Katterbach derzeit nicht allzu groß ist. Der Youngster stand – ganz nebenbei – gar nicht erst im Kader des 1. FC Köln.

FC-Kapitän Hector mit solidem Spiel gegen Hertha BSC

Zum Zeitpunkt des Gegentores – da waren erst sechs Minuten gespielt – sah die Kölner Abwehr erstmals in dieser Partie schlecht aus. Auch Jonas Hector sorgte für anfängliche Aufregung bei den Fans. Beim Treffer der Herthaner ließ er Stevan Jovetić am langen Pfosten aus den Augen, wodurch der Berliner Stürmer die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Als sich die Begegnung gegen Ende der ersten Hälfte etwas zugunsten der Kölner beruhigte, stabilisierte sich auch der Auftritt von Linksverteidiger Hector. Im Kölner Angriffsrausch verlagerte sich das Spiel spätestens ab dem 2:1-Führungstreffer durch Florian Kainz zunehmend auf die rechte Seite von Benno Schmitz.

In der Konsequenz hatte Hector nicht mehr allzu viele Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen. Dennoch unterliefen dem FC-Spieler kleinere Schönheitsfehler, etwa, als er den eingewechselten Ex-Kölner Lukas Klünter auf Seiten der Berliner nicht an einer Flanke in den Strafraum von Timo Horn hindern konnte. In der 77. Minute konnte sich der gelernte Linksverteidiger dann aber nochmals auszeichnen, als er in letzter Not per Blitz-Grätsche einen möglichen Anschlusstreffer der Herthaner verhinderte.

Leistungsdaten von Hector gegen Hertha BSC Berlin

gewonnene Zweikämpfe10
Zweikampfquote41,67 Prozent (Rang 9 in seinem Team)
erfolgreiche Pässe41
Passquote88,24 Prozent (Rang 5 in seinem Team)
zurückgelegte Distanz10,4 Kilometer
absolvierte Sprints14

Quelle der Daten: bundesliga.de; Stand: 17.08.2021

1. FC Köln: Auf lange Sicht eher im Mittelfeld

Nach dem Abpfiff fiel eine große Last von einem erleichterten FC-Kapitän: „Man hat Ansätze gesehen, wir können es aber auch noch einen Tick besser machen. Dennoch war es ein gelungener Start.“ Zum aktuellen Zeitpunkt fällt es schwer, eine Langzeit-Prognose für Hectors künftigen Job in der Kölner Startelf abzugeben. Der 31-Jährige machte einen durchaus sicheren Eindruck und ließ – mit Ausnahme der Situation des Gegentores – nicht viel anbrennen. Sollte sich Ehizibue aber steigern, sodass Benno Schmitz wieder auf die linke Seite in der Verteidigung rücken kann, wird Hectors Wirkungsstätte wohl dennoch wieder das Mittelfeld sein. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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