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1. FC Köln: So wird Jonas Hector für Friedhelm Funkel zum Trumpf im Abstiegskampf

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Von: Mick Oberbusch

Jonas Hector (1. FC Köln) feiert sein Tor gegen RB Leipzig im Rheinenergie-Stadion
Gefeierter Held: Gegen Leipzig zeigte Hector nicht nur wegen seiner zwei Tore eine Galavorstellung. © Xinhua/Imago

Mit seinem Doppelpack gegen Leipzig sicherte Jonas Hector dem 1. FC Köln drei wichtige Punkte im Abstiegskampf – und will auch in den kommenden Partien vorangehen.

Köln – Dass Jonas Hector zu den erfahreneren Profis im Kader des 1. FC Köln gehört, ist bekannt – für seine Torjägerqualitäten war er bislang allerdings nicht wirklich berühmt gewesen. Umso wichtiger, dass er diese nach zuletzt einigen vergebenen Chancen am Dienstagabend beim 2:1-Sieg gegen RB Leipzig im RheinEnergie-Stadion entdeckte – in diesem Spiel erzielte Hector seinen ersten Bundesliga-Doppelpack. Ein Ereignis, auf dass er ganze 163 Partien im Oberhaus hatte warten müssen. Und wie reagierte der Held des Abends? Natürlich mit Understatement, wie man es von ihm gewohnt ist.

Friedhelm Funkel über Jonas Hector: „Ich erwarte von ihm jetzt in jedem Spiel zwei Tore“

„Mir ist es eigentlich relativ egal, wer bei uns die Tore schießt“, gab der stets bescheidene FC-Kapitän nach dem Sensationssieg gegen Leipzig gegenüber der TV-Mikrofone zu Protokoll – dabei dürfte die Nummer 14 des 1. FC Köln ganz genau gewusst haben, was sie in den rund anderthalb Stunden zuvor geleistet hatte. Mit unermüdlichem Einsatz rackerte Hector wie ein Besessener, lief die Leipziger Abwehr als einziger Akteur konsequent über 90 Minuten an – und belohnte sich mit zwei sehenswert heraus gespielten Treffern. So trat er nicht nur als absoluter Anführer, sondern sogar als Doppel-Torschütze in Erscheinung.

Eine Leistung, die Ansprüche weckt. „Es ist doch wohl klar, dass ich jetzt in jedem Spiel von ihm zwei Tore erwarte“, sagte Friedhelm Funkel auf der Pressekonferenz einen Tag nach dem Leipzig-Triumph zwar mit einem Augenzwinkern – ganz ernst gemeint jedoch erklärte der neue FC-Coach im Anschluss, was den eigentlichen Mittelfeldspieler aktuell so wertvoll macht. „Er geht vorweg, arbeitet 90 Minuten für die Mannschaft. Er macht das gerade sehr, sehr gut“, so der Übungsleiter, der den ehemaligen Nationalspieler in der zweiten Hälfte gar als alleinige Spitze aufbot. Mit Erfolg.

Andersson-Rückkehr steht bevor – Hector trotzdem weiterhin als Mittelstürmer?

Ob er dort auch am Freitag gegen Augsburg (20:30 Uhr) zum Einsatz kommt, steht noch in den Sternen, könnte sich doch eine Rückkehr von Mittelstürmer Sebastian Andersson anbahnen. Doch egal, auf welcher Position er von Friedhelm Funkel künftig eingesetzt wird, könnte Hector, der aufgrund einer komplizierten Halswirbelverletzung über Monate zum Zuschauen verdammt war, in den verbleibenden vier Spielen mit seiner Vielseitigkeit und Erfahrung noch zum FC-Trumpf im Abstiegskampf werden. Denn kann der Kapitän in den kommenden Partien gegen Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke an die starken Leistungen gegen Leverkusen und Leipzig anknüpfen, dürfte das auch seine Kollegen zu Höchstleistungen beflügeln. Und diese sind im Abstiegskampf beim 1. FC Köln bekanntermaßen dringend nötig. (mo)

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