Kapitän wieder an Bord

Endlich zurück: Warum Jonas Hector für den 1. FC Köln im Abstiegskampf unverzichtbar wird

+
Jonas Hector erzielte gegen Werder Bremen seinen ersten Saisontreffer.
  • schließen

Nach langer Verletzungspause zeigte Jonas Hector gegen Werder Bremen, warum er unverzichtbar ist. Im Abstiegskampf könnte er für den 1. FC Köln zum X-Faktor werden.

Köln – Er ist das Herz einer jeden Mannschaft, der verlängerte Arm des Trainer, aufgrund seiner Qualitäten unverzichtbar: der Kapitän. Für Jonas Hector treffen die genannten Attribute beim 1. FC Köln zweifelsfrei zu, umso schmerzhafter vermisste ihn Markus Gisdol während eines Großteils dieser Saison.

Zu Beginn der Saison klagte der ehemalige Nationalspieler mehr als zwei Monate über Nackenprobleme, anschließend verhinderten muskuläre Probleme ein Mitwirken. Einige Kölner Medien spekulierten angesichts seiner Verletzungshistorie und der persönlichen Schicksalsschläge im letzten Jahr (er verlor Berater Rainer Derber sowie seinen Bruder Lucas) gar über ein mögliches Karriereende des 30-Jährigen. Nun aber ist Jonas Hector wieder da – und wie.

Comeback nach sechs Wochen: Jonas Hector erzielt entscheidenden Treffer für 1. FC Köln

In der 71. Minute gegen Werder Bremen war es soweit: Markus Gisdol warf Hector ins kalte Wasser. Und der rechtfertigte das Vertrauen seines Trainers in Rekordzeit. Der gebürtige Saarländer erzielte nicht nur den Ausgleichstreffer, sondern präsentierte sich in ungewohnter Offensivrolle auch emsig und spielfreudig wie eh und je.

Kein Wunder, dass der FC-Trainer anschließend nur lobende Worte für seinen Joker fand: „Das Tor von Jonas Hector war ganz wichtig. Jeder weiß, welche Bedeutung er für den FC hat. Das Erfolgserlebnis wird ihm guttun.“

1. FC Köln: Jonas Hector in neuer Offensivrolle

Markus Gisdol weiß eben, was er an seinem Kapitän hat. Der Übungsleiter darf sich berechtigte Hoffnungen machen, dass Jonas Hector in den verbleibenden zehn Spielen wie gegen Werder noch des Öfteren den Unterschied machen könnte. Seine Qualitäten sind unbestritten.

Gut möglich, dass Gisdol seinen Schützling auch in den nächsten Spielen wie gegen Werder Bremen praktiziert im offensiven Mittelfeld einsetzt. Damit hätte der Trainer die Möglichkeit, den dort angestammten Ondrej Duda wie bereits in der Hinrunde im Angriff aufbieten zu können, und so im besten Fall der Harmlosigkeit seines Teams endlich ein Ende zu bereiten.

Erfahrung und Spielwitz von Jonas Hector können im Abstiegskampf entscheiden

Neben den spielerischen dürften besonders auch auf die Führungsqualitäten von Jonas Hector dem 1. FC Köln im Abstiegskampf zugute kommen. Nach seinem Comeback stellte sich der Kapitän vors Mikrofon und gab die Marschrichtung vor: „Wir wollen mehr Torgefahr entwickeln und dann sehe ich den nächsten Wochen positiv entgegen.“

Sicher, es braucht noch ein paar Spiele bis der gelernte Linksverteidiger wieder voll im Saft steht. In der entscheidenden Phase der Saison aber kann der FC auf seine Leistung und seine Erfahrung bauen. „Er ist eigentlich unser bester Spieler“, sagte Markus Gisdol nach seinem Comeback am Wochenende. Genau deswegen ist Jonas Hector für den 1. FC Köln im Abstiegskampf unersetzbar. (ps)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion