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1. FC Köln: Julian Chabot-Transfer ist fix – das bringt er Steffen Baumgart

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Von: Max Dworak

Julian Chabot führt den Ball mit dem Außenrist.
Der Transfer von Julian „Jeff“ Chabot zum 1. FC Köln ist perfekt. © ZUMA Press/Imago

Seit heute ist der Transfer von Julian „Jeff“ Chabot in trockenen Tüchern. Mit ihm verfügt der 1. FC Köln nun auch endlich wieder über einen Linksfuß im Abwehrzentrum.

Köln – Der 1. FC Köln kann sich auf die Schulter klopfen – nach tagelangen Verhandlungen ist der Leih-Deal um Innenverteidiger Julian Chabot von Sampdoria Genua endlich perfekt. Wie der 1. FC Köln heute verkündete, weilte der Spieler heute bereits zum Vertragsabschluss in Köln und unterschrieb bis 2023 am Geißbockheim. Rund 300.000 Euro überweisen die Rheinländer an den italienischen Erstligisten und sichern sich zudem eine Kaufoption auf den Innenverteidiger. Die soll laut mehreren Quellen bei 2,7 Millionen Euro liegen.

1. FC Köln: Julian Chabot, der Riese von Sampdoria Genua

Mit einer stolzen Körpergröße von 1,95 Meter ist Julian Chabot rein physisch die ideale Verstärkung für das Abwehrzentrum des Bundesligisten. Zudem wäre der 23-Jährige der zweitgrößte Profi im Kader, nur Ersatz-Torwart Matthias Köbbing ist noch einen weiteren Zentimeter größer. Mit Timo Hübers (1,90 Meter) und Luca Kilian (1,92 Meter) hat der Tabellenachte schon jetzt zwei körperlich große Innenverteidiger im Kader. Mit Julian Chabot käme ein dritter Verteidiger hinzu, der im Zweikampf die nötige Robustheit mitbringt.

Julian Chabot ohne Sprachprobleme beim 1. FC Köln

Ein weiterer, nicht ganz unwichtiger Benefit des bevorstehenden Deals: Da Julian Chabot gebürtiger Hesse ist, müsste er sich in seiner neuen Heimat nicht an eine neue Sprache gewöhnen. Nicht selten kommt es vor, dass Sprachbarrieren für Kommunikationsschwierigkeiten auf dem Rasen sorgen.

U21-Connection zu Salih Özcan und Luca Kilian

Auch zwei seiner neuen Teamkollegen kennt der Neuzugang bereits. Mit Mittelfeldspieler Salih Özcan und der Mainzer Leihgabe Luca Kilian spielte Julian Chabot in der deutschen U21-Auswahl zusammen. Mit Letzterem formte er im Jahr 2019 sogar schon in zwei Länderspielen die Abwehrzentrale des DFB-Teams.

Der 1. FC Köln spart Geld – und verstärkt sich dennoch

Wie Noch-Geschäftsführer Alexander Wehrle in der Vergangenheit mehrfach betonte, muss der 1. FC Köln – Corona sei Dank – aktuell extrem gewissenhaft und sparsam mit seinen finanziellen Ressourcen umgehen. Mit der Vertragsunterschrift von Julian Chabot hätten die Geißböcke den zweiten Innenverteidiger für kleines Geld verpflichtet. Addiert man die Beträge von Luca Kilian – der seit dem 3. Spieltag der Bundesliga beim FC ist – und die mögliche Leih-Summe von Julian Chabot zusammen, so hätten die Kölner lediglich 550.000 Euro für ihre Innenverteidigung in die Hand genommen. Der Dritte im Bunde, Timo Hübers, kam zu Saisonbeginn ablösefrei von Zweitligist Hannover 96.

Julian Chabot: Innenverteidiger mit Abschluss-Qualität

Trotz seines jungen Alters hat der Abwehrspieler schon so einiges in seiner Karriere mitnehmen können: Durch Stationen in der niederländischen Eredivisie (FC Groningen und Sparta Rotterdam) und der italienischen Serie A (Sampdoria Genua und Spezia Calcio) konnte der bullige Innenverteidiger insgesamt fünf Profi-Jahre absolvieren. Auch seine Torgefahr stellte er ungeachtet seiner Position unter Beweis: In seiner bisherigen Erstliga-Laufbahn in Italien und den Niederlanden erzielte Julian Chabot fünf Treffer und bereitete vier weitere vor. Zum Vergleich: Timo Hübers machte am 20. Spieltag gegen den VfL Bochum sein erstes Tor in der 1. Bundesliga, Abwehrpartner Luca Kilian ist hingegen noch torlos im deutschen Oberhaus.

Am Donnerstag, dem 27. Januar, wird Julian Chabot im Test-Spiel gegen den FC Schalke 04 (Anstoß 13 Uhr im Franz-Kremer-Stadion) mit von der Partie sein. Steffen Baumgart: „Wir wollen ihn gemeinsam entwickeln. Ob er jetzt mehr Erfahrung in verschiedenen Ligen hat, ist zweitrangig. Hier wird es auch eine neue Erfahrung für ihn. Ich erwarte, dass er gut arbeitet und Spaß hat. Denn mit Spaß spielen die meisten Spieler besser.“ (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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