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Kaderplanung beim 1. FC Köln: Wer muss gehen – wer darf bleiben?

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Von: Max Dworak

Der 1. FC Köln bejubelt ein Tor in der Vorbereitung während des Testspiels gegen den FC Bayern München.
Der 1. FC Köln tüftelt weiter an seinem Kader für die kommende Spielzeit. © Markus Fischer/Imago

Blickt man auf den Kader des 1. FC Köln, so wird schnell klar, dass Quantität das kleinste Problem ist. An Qualität hingegen mangelt es hingegen schon.

Köln – Als Trainer Steffen Baumgart das Traineramt beim 1. FC Köln antrat, musste er sich zunächst einen ersten Eindruck über das vorhandene Personal verschaffen. Schnell wurde klar, dass der Kader deutlich ausgedünnt werden muss. „Es geht jetzt darum, mit dem einen oder anderen Spieler über seine Perspektive zu reden“, so Baumgart. Im Trainingslager in Donaueschingen waren 26 Spieler mit an Bord. Das Ziel des Trainers war es, nach dem letzten Testspiel gegen Kerkrade Klarheit in Bezug auf die Personalplanung zu haben. Da das Transferfenster allerdings erst am 31. August schließt, dürfte auch beim FC transfertechnisch noch einiges passieren.

1. FC Köln: Hauptmann, Koziello und Limnios können gehen

Bei drei Spielern zeichnete sich relativ schnell ab, dass ihre Tage in Köln gezählt sind: Niklas Hauptmann, Vincent Koziello und Dimitrios Limnios haben unter Neu-Trainer Steffen Baumgart keine Zukunft mehr. Hauptmann und Koziello fuhren erst gar nicht mit ins Trainingslager nach Donaueschingen und trainierten stattdessen mit der U-21 des FC. Ärgerlich in der Causa Koziello: Der Franzose, für den der FC im Januar 2018 3 Millionen Euro berappt hat, verletzte sich bei einem Testspiel der U-21 gegen den FC Hürth und musste in der 40. Minute mit muskulären Problemen ausgewechselt werden.

Im Falle Dimitrios Limnios sieht es ähnlich schlecht aus. Der 23-jährige griechische Nationalspieler, der vergangene Saison für 3,5 Millionen Euro vom griechischen Erstligisten PAOK Saloniki in die Domstadt wechselte, blieb deutlich unter den Erwartungen. Ein konkretes Angebot für den Rechtsaußen liegt dem FC derweil nicht vor, weshalb man auch über eine Leihe nachdenkt.

1. FC Köln: Lemperle, Schindler und Cestic dürfen auf Einsätze hoffen

Das Ziel von Trainer Baumgart ist es, sich zu Beginn der Saison aus einem Spielerpool von 22 Mann bedienen zu können. Wirft man einen Blick auf den Kader des 1. FC Köln, so zählt dieser aktuell noch 31 Spieler. Klammert man auch noch den Portugiesen João Queirós aus, der keine Chancen auf einen Verbleib hat, sowie den möglichen Streichkandidaten Louis Schaub, stehen dem FC 26 Spieler zur Verfügung. Bitter: Queirós, 2017 von Jörg Schmadtke für 3 Millionen Euro zum FC geholt, hat nicht mal mehr eine Rückennummer erhalten.

Die jungen Spieler, die im Kader aufgeführt werden, darunter Tim Lemperle (19), Jens Castrop (18), und Marvin Obuz (19), durften mit den Profis das Trainingslager in Donaueschingen bestreiten. Während Lemperle im Profi-Kader bleibt, sollen Obuz und Castrop ebenso wie Mittelfeldspieler Philipp Wydra (18) und Rechtsverteidiger Meiko Sponsel (19) bei der U19- bzw. U21-Mannschaft Spielpraxis sammeln. Steffen Baumgart behält das Quartett allerdings weiter im Auge: „Wir schicken die Jungs nicht komplett runter, sondern werden sie in ausgewählten Trainingseinheiten auch bei uns behalten“, erklärte der FC-Cheftrainer der Bild.

1. FC Köln: Kader-Gerüst steht, Spielersuche läuft weiter

Der serbische Nationalspieler Sava Cestic (20), der das Teamtraining nach einer Verletzung jüngst wieder aufgenommen hat, darf ebenfalls bei der ersten Mannschaft bleiben. Auch Kingsley Schindler (28), zurückgekehrt von seiner Leihe zu Hannover 96, muss seine Zelte in Köln vorerst nicht abbrechen. Der Rechtsaußen gilt als einer der Gewinner der Vorbereitung und zeigte sich dementsprechend zuversichtlich in jüngsten Statements: „Ich weiß, was ich kann, und freue mich über das positive Feedback des Trainers.“

Das Personal des 1. FC Köln wird sich in den nächsten Wochen wahrscheinlich noch verändern. Die größten Baustellen bestehen weiterhin im Sturm und in der Abwehr. Zuvor müssten Abgänge, wie etwa ein Verkauf von Ellyes Skhiri, der mit Clubs aus Italien und England in Verbindung gebracht wird, dafür aber das nötige Kleingeld in die Kasse spülen. Unabhängig davon wird der FC weiterhin die Augen nach ablösefreien Schnäppchen auf dem Transfermarkt Ausschau halten. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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