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1. FC Köln: So liefen die letzten 12 Spiele an Karneval

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Von: Max Dworak

Spieler des 1. FC Köln feiern mit Trainer Markus Gisdol an der Seitenlinie.
2020: Am vorerst letzten Bundesliga-Spieltag in der Karnevalszeit gewann der 1. FC Köln mit 5:0 in Berlin gegen Hertha BSC. Sonst lief es meist weniger gut. © Matthias Koch/Imago

Aktuell könnte es beim 1. FC Köln kaum besser laufen. In der Karnevalszeit spielten die Rheinländer aber in den letzten Jahren nicht immer ihren besten Fußball.

Köln – „Der FC hat Mitte Februar 35 Punkte. Was soll ich dazu sagen? Wir sind zufrieden.“, sagte Trainer Steffen Baumgart nach dem 1:0-Erfolg seines Teams gegen Eintracht Frankfurt am 23. Spieltag der Bundesliga. Klar ist: Der 1. FC Köln spielt die beste Saison seit dem Euro-Jahr unter Peter Stöger vor fünf Jahren.

Nun, da in der Domstadt die heilige Karnevalszeit (24. Februar bis 1. März) angebrochen ist, lohnt sich ein Blick auf die entsprechende Bilanz dieses Intervalls. Schnell zeigt sich: In Liga-Partien, die während der Alaaf-Session stattfanden, leisteten sich die Geißböcke meist Fehltritte. 24RHEIN mit einem Rückblick.

1. FC Köln: Drei Siege aus den letzten 12 Spielen an Karneval

Sechs Niederlagen, drei Unentschieden und nur drei Siege sammelte der 1. FC Köln seit 2009 in den Begegnungen, die in der vierten Jahreszeit absolviert wurden. Beginnend mit der Saison 2009/10, sah es zunächst danach aus, als könnte die Statistik nur einen guten Verlauf nehmen: Am 21. Februar 2009 gewannen die Kölner in der Allianz Arena mit 2:1 beim späteren Meister FC Bayern München. Die damaligen Torschützen: Der mittlerweile pensionierte Mittelfeldspieler Fabrice Ehret, sowie der heutige Mainzer Rechtsverteidiger Daniel Brosinski. Nur zwei Monate später entließen die siegesverwöhnten Münchener übrigens ihren Trainer Jürgen Klinsmann, den Jupp Heynckes ablöste, um das Team umgehend zurück in die Erfolgsspur zu führen.

Die letzten 12 Spiele des 1. FC Köln in der Karnevalszeit

Karnevalssamstag, 21. Februar 2009: FC Bayern München – 1. FC Köln 1:2 (0:2) Tore: Ehret, Brosinski, Van Buyten

Karnevalssonntag, 14. Februar 2010: FC Schalke 04 – 1. FC Köln 2:0 (1:0) Tore: Matip, Farfan

Karnevalsfreitag, 4. März 2011: Borussia Dortmund – 1. FC Köln 1:0 (1:0) Tor: Lewandowski

Karnevalssamstag, 18. Februar 2012: 1. FC Nürnberg – 1. FC Köln 2:1 (1:0) Tore: Esswein, Novakovic, Pekhart

Karnevalssamstag, 9. Februar 2013: Energie Cottbus – 1. FC Köln 0:0

Karnevalssamstag, 1. März 2014: Erzgebirge Aue – 1. FC Köln 2:2 (1:0) Tore: Sylvestr, Löning, Halfar (2)

Karnevalssamstag, 14. Februar 2015: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:0 (0:0) Tor: Xhaka

Karnevalssonntag, 6. Februar 2016: Hamburger SV – 1. FC Köln 1:1 (0:1) Tore: Zoller, Müller

Karnevalssamstag, 25. Februar 2017: RB Leipzig – 1. FC Köln 3:1 (2:0) Tore: Forsberg, Eigentor Maroh, Osako, Werner

Karnevalssamstag, 10. Februar 2018: Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln 4:2 (1:0) Tore: Rebic, Terodde, Russ, Falette, Wolf, Terodde

Karnevalssonntag, 3. März 2019: FC Ingolstadt – 1. FC Köln 1:2 (0:1) Tore: Modeste, Drexler, Paulsen

Karnevalssamstag, 22. Februar 2020: Hertha BSC Berlin – 1. FC Köln 0:5 (0:3) Tore: Córdoba, Córdoba, Kainz, Kainz, Uth

2021: Kein Karneval aufgrund der Corona-Pandemie

Karnevalssamstag, 26. Februar 2022: SpVgg Greuther Fürth – 1. FC Köln, Anstoß: 15:30 Uhr

Danach nahm das Unglück seinen Lauf: Der FC schleppte sich in der Karnevalszeit von Niederlage zu Niederlage. Besonders schmerzhaft ist den Fans wohl die 0:1-Auswärts-Pleite des 14. Februar 2015 gegen den Rivalen Borussia Mönchengladbach in Erinnerung geblieben. Sekunden vor dem Abpfiff schraubte sich der heutige Spieler des FC Arsenal, Granit Xhaka, nach einem Freistoß an der Kölner Strafraumkante hoch. Sein Kopfball landete unhaltbar im linken unteren Toreck des Kastens von Timo Horn.

1. FC Köln: Seit 2019 geht es wieder bergauf an Karneval

Vier Jahre später – in der Zwischenzeit erspielten sich die Geißböcke zwei weitere Nullnummern, sowie ein Remis in Hamburg – sollte der Negativ-Trend vorerst eine überraschende Wende nehmen. Beim Duell gegen den FC Ingolstadt am 3. März 2019 – die Kölner spielten zur damaligen Zeit in der 2. Bundesliga – folgte nach einer zehnjährigen Durststrecke endlich der erhoffte 2:1-Sieg für die Jecken vom Rhein. Den Führungstreffer der Gäste erzielte – wie sollte es auch anders gewesen sein – Anthony Modeste.

Ein Jahr später, dem aufgrund von Corona bis dato letzten Karnevals-Match des 1. FC Köln, knüpften die Jungs unter Ex-Trainer Markus Gisdol an das Ingolstadt-Spiel an. Am 22. Februar 2020, Karnevalssamstag, fegten die abstiegsbedrohten Geißböcke die ebenfalls kriselnden Herthaner mit 5:0 aus dem eigenen Stadion. Auf der anschließenden Pressekonferenz gab der ehemalige FC-Coach den Spielern für die überragende Leistung an Rosenmontag Urlaub: Ein kurzes „Feuer frei!“, gefolgt von einem breiten Grinsen war alles, was der heute 52-Jährige diesbezüglich zu sagen hatte.

Am 26. Februar hoffen die Fans auf den dritten Sessions-Sieg in Folge. Unter Steffen Baumgart läuft es derweil blendend. Gegen den Aufsteiger von Greuther Fürth stehen die Chancen darüberhinaus mehr als gut, dass auch dieses Karneval eher gefeiert, als getrauert wird – zumindest, was das Sportliche angeht. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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