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1. FC Köln: Kingsley Schindler, der Punkte-Garant in Wolfsburg

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Von: Max Dworak

Kingsley Schindler jubelt nach einem Tor des 1. FC Köln.
Kingsley Schindler lieferte gegen den VfL Wolfsburg zwei immens wichtige Torvorlagen für den 1. FC Köln. © Treese/Imago

Beim 2:3-Erfolg in Wolfsburg kam Kingsley Schindler kurz vor Ende in die Partie. Seine zwei Assists zeigen, dass mit dem Reservisten jederzeit zu rechnen ist.

Wolfsburg – Nach Abpfiff stand ein strahlender Kingsley Schindler vor dem Mikrofon, der den Fans einen Einblick in seine Gefühlslage nach dem ersten Auswärtssieg der Bundesliga-Saison gab: „Der Trainer hat gesagt, ich soll Spaß haben und mein Ding durchziehen.“ Das tat der 28-Jährige ohne jegliche Zweifel – und das, obwohl er derweil kaum Spielpraxis sammeln konnte.

1. FC Köln: Kingsley Schindler bedient seine Teamkollegen

In der 71. Minute kam er für Ondrej Duda ins Spiel, als der 1. FC Köln einem 2:1-Rückstand hinterherlief. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung waren bereits alle Blicke auf den Rechtsaußen gerichtet, als er im Fünf-Meter-Raum per Zufall den Ball nach einem missglückten Torschuss von Benno Schmitz kontrollierte. Weil Kingsley Schindler blitzschnell reagierte und das Auge für Mark Uth hatte, befand sich der Ball wenige Augenblicke danach im Kasten des VfL Wolfsburg.

Kurz vor Abpfiff – es lief die 89. Spielminute – stand der Flügelflitzer abermals im Mittelpunkt des Geschehens. Seine präzise Flanke von der rechten Außenbahn wusste Teamkollege Anthony Modeste per Kopf eiskalt zu verwerten. Unterm Strich gewann der 1. FC Köln eine Begegnung auch dank Mithilfe des Jokers mit der Rückennummer 17.

Kingsley Schindler: Optimistisch trotz wenig Einsatzzeit

Dass Kingsley Schindler den Konkurrenzkampf sportlich sieht, ließ der Ex-Hannoveraner in einem kürzlich veröffentlichten Interview durchsickern: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Einsatzzeiten, wenn man sieht, was für ein hoher Konkurrenzkampf in der Mannschaft herrscht. Jeder will spielen, das merkt man im Training.“ Auch für Trainer Steffen Baumgart hat der Deutsch-Ghanaer nur lobende Worte übrig: „Er ist ein super Typ. Ich habe in der Vergangenheit des Öfteren gegen ihn gespielt. Er pusht uns an der Seitenlinie immer nach vorne. Er gibt klare Ansagen, die wir brauchen. Seine Philosophie tut uns gut.“

Wirft man einen Blick auf seine bisherige Spieldauer in der laufenden Saison, so ist diese Wertschätzung keineswegs selbstverständlich: In sechs Liga-Partien kommt „King“ auf lediglich 159 Spielminuten, beim Remis in Bielelfeld stand er – aufgrund einer Verletzung von Jonas Hector – erstmals in der Startelf. Tatsächlich ist aber eines auffällig: Von seiner ersten Einwechslung am 5. Spieltag gegen RB Leipzig bis zum 14. Spieltag gegen Arminia Bielefeld erhöhten sich seine Minuten auf dem Rasen fortlaufend. Auch wenn diese ansteigende Kurve – bezogen auf die Einsatzzeit – mit dem Auftritt in Wolfsburg einen Knick bekam, so ist es zum jetzigen Stand das für ihn persönlich wichtigste Spiel der Saison gewesen.

1. FC Köln: Fans mit Extra-Lob für Kingsley Schindler

Kommentare wie „Power Einwechslung“ oder „Gab hier schon Kommentare, man möge Schindler ‚verschenken‘. Der Junge ist gestern förmlich eskaliert. Potential ist auf jeden Fall vorhanden, weiter so“, zeigen deutlich, wie hoch der einst unbeachtete FC-Profi bei den Anhängern derzeit im Kurs steht. Der Doppel-Torschütze höchstpersönlich, Anthony Modeste, ließ überdies eine Flamme unter dem Beitrag da.

Bedenkt man, dass Kingsley Schindler vor Saisonbeginn als klarer Verkaufskandidat gehandelt wurde, hat sich sein Standing in der Mannschaft beinahe um 180 Grad gedreht. Der 1. FC Köln wird hoffen, dass die beiden Vorlagen gegen den VfL Wolfsburg nur der Anfang waren. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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