1. 24RHEIN
  2. 1. FC Köln

Kommentar: Possenspiel ums Geißbockheim – Verhältnis nachhaltig beschädigt?

Erstellt: Aktualisiert:

Alles beim Alten: Das Kölner Geißbockheim, beziehungsweise der RheinEnergie-Sportpark, sollen seit Jahren erneuert werden.
Alles beim Alten: Das Kölner Geißbockheim, beziehungsweise der RheinEnergie-Sportpark, sollen seit Jahren erneuert werden. © Eduard Bopp/Imago

Die Ratsmehrheit stößt den 1. FC Köln bei den Ausbauplänen des Trainingsgeländes am Geißbockheim endgültig vor den Kopf, meint Fred Wipperfürth in einem Gast-Kommentar für 24RHEIN.

Köln – Stellen Sie sich das mal vor: Sie wollen Ihre aus der Zeit gefallene Mietwohnung renovieren, weil Sie nicht umziehen wollen. Ihr Vermieter sagt: Okay! Sie planen. Irgendwann zweifelt der Vermieter an seiner Zusage, bietet ihnen eine andere Wohnung in einem anderen Haus an. Das sogar neu gebaut würde und auch schon ein paar andere Mieter hat. Sie sagen: Nee!

Stadt Köln führt den 1. FC Köln vor

Dann setzt sich der Vermieter hin, klaut den anderen Mietern in dem Haus, in das Sie nicht wollen, ein paar Quadratmeter. Anschließend bietet er Ihnen eine größere Wohnung an in diesem Haus, in das Sie nicht wollen. Und schickt direkt den Vertragsentwurf mit! Würden Sie unterschreiben? Oder anders gesagt: Soll der 1. FC Köln akzeptieren, dass ihn die Politik in der Causa Ausbau Trainingsgelände Geißbockheim derart naiv, oder sagen wir: frech, am Nasenring durch die Lanxess Arena führen will?

Kurzer Faktencheck:

Possenspiel beschädigt die Glaubwürdigkeit der Politik

Jetzt haben Grüne und CDU den Plan, besser: den Wortbruch, mit ihrer Mehrheit im Rat beschlossen. Ein Affront, der das Verhältnis des FC zur Stadt nachhaltig beschädigt. Aber ebenso die Glaubwürdigkeit der Politik in unserer Stadt.

Fred Wipperfürth, Chefredakteur KölnSport-Magazin

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant