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1. FC Köln: Konkurrenzkampf im Mittelfeld – es drohen Härtefälle

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Von: Peter Stroß

Kölner Spieler jubeln und klatschen sich ein.
Dicht gedrängt: Im FC-Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf groß © Uwe Kraft/IMAGO

Nach der Verpflichtung von Max Meyer und der baldigen Rückkehr von Jonas Hector ist das Angebot in der FC-Zentrale üppig – doch nicht alle können spielen.

Köln – Nach zwei Bundesligasiegen in Folge und nun acht Punkten Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz ist die Stimmung am Geißbockheim so gut wie lange nicht mehr. Vor allem der Derbysieg gegen Mönchengladbach hat beim Effzeh neue Kräfte freigesetzt. Da spielt es eigentlich keine Rolle, dass Neuzugang Max Meyer nach seinem Wechsel in die Domstadt noch nicht so richtig angekommen ist – es sei denn, man heißt Max Meyer.

Denn der filigrane Mittelfeldspieler hatte sich sicher etwas mehr von dem als Coup bezeichneten Transfer erhofft. Bislang steht lediglich eine Bundesligaminute gegen Arminia Bielefeld sowie ein missglückter Auftritt bei der Blamage im DFB-Pokal zu Buche. Die Chancen auf einen Stammplatz scheinen angesichts der jüngsten Ergebnisse in naher Zukunft schlecht, denn die Konkurrenz überzeugt.

1. FC Köln: Rückkehr von Jonas Hector naht – sechs Spieler mit Stammplatzambitionen in der Zentrale

Mit Salih Özcan, Ellyes Skhiri, Elvis Rexhbecaj und Ondrej Duda beanspruchen neben Meyer gleich vier Spieler Positionen in der Kölner Zentrale. Hinzu kommt Kapitän Jonas Hector, der zuletzt wegen muskulärer Probleme fehlte, gegen Frankfurt aber bereits wieder auf seinen angestammten Platz im defensiven Mittelfeld drängen könnte.

Während sich die Mannschaft im Sturm und in der Abwehr aufgrund von Kaderengpässen oder Verletzungsproblemen fast von selbst aufstellt, drohen in der Zentrale Härtefälle. Trainer Markus Gisdol hat im Mittelfeld die Qual der Wahl – und muss zukünftig mindestens einem oder zwei Spielern mit Stammplatzambitionen einen Bankplatz schmackhaft machen.

Max Meyer wartet beim 1. FC Köln weiter auf seinen Durchbruch

Aktuell dürfte die Wahl mit großer Wahrscheinlichkeit auf Max Meyer fallen.  „Es ist immer schwierig für einen Spieler, wenn er ganz neu reinkommt. Max ist etwas länger aus dem Rhythmus raus“, sagte Gisdol vor dem Derby, in dem Konkurrent Elvis Rexhbecaj zum Matchwinner avancierte. „Wir müssen ihm die notwendige Zeit geben, damit er über Training und Spielminuten mehr Bindung zur Mannschaft bekommt.“ Klingt, als müsse sich der Neuzugang von Crystal Palace noch ein bisschen gedulden.

Jonas Hector hingegen könnte nach überstandenen Muskelproblemen auch auf der defensiven Außenbahn auflaufen. Der Kampf um die Stammplätze beim 1. FC Köln bleibt in jedem Fall spannend und dürfte auch direkte Auswirkungen auf die Kaderplanung für die nächste Saison haben. Die Verträge von Max Meyer und Salih Özcan laufen aus, gleiches gilt für die Leihe von Elvis Rexhbecaj, für den der FC aber eine Kaufoption besitzt. Horst Heldt wird sich die Rückrunde ganz genau anschauen und muss dann entscheiden, für wen es im Sommer am Geißbockheim weiter geht. (ps)

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