Vor Bundesliga-Duell

Werder Bremen-Profi Bittencourt spricht über Rückkehr zum 1. FC Köln: „Natürlich kann ich mir das vorstellen“

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Leonardo Bittencourt ist der Abschied aus Köln schwer gefallen.
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Leonardo Bittencourt hat sich vor dem Bundesliga-Duell positiv über eine mögliche Rückkehr zum 1. FC Köln geäußert. Der Abschied sei ihm damals schwer gefallen.

Köln/Bremen – Für den 1. FC Köln steht nach der Niederlage gegen Bayern München wieder ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf an. Die Geißböcke empfangen am Sonntag den Tabellenzwölfte und somit auch Konkurrenten Werder Bremen zum Heimspiel im RheinEnergie-Stadion.

Dabei kommt es auch zum Wiedersehen mit Offensivspieler Leonardo Bittencourt, der von 2015 bis 2018 im Dress des FC unterwegs war. Nach einer kurzen Zeit bei TSG Hoffenheim wechselte der Offensivspieler 2020 zu den Bremern und kehrt nun zum ersten Mal als Spieler wieder in das Kölner Stadion zurück. Bittencourt sprach vor dem Bundesliga-Spiel gegen seinen Ex-Verein mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über einen schweren Abschied, eine mögliche Rückkehr und die aktuelle Lage der Geißböcke und der Bremer.

Leonardo Bittencourt fiel FC-Abschied sehr schwer – Rückkehr in die „Heimat Köln“ gut vorstellbar

Allem Anschein nach war der Wechsel 2018 für Bittencourt wohl keine leichte Sache. „Der Abschied aus Köln ist mir in der Tat sehr schwer gefallen“, erklärt der Offensivspieler. Trotz des Abstieg habe er zuerst beim FC bleiben wollen, jedoch war das Angebot aus Hoffenheim, aufgrund der Aussicht erstmals in der Champions League zu spielen, zu verlockend. Im Nachhinein dürfte der 27-Jährige mit seinem Transfer wohl nicht mehr so zufrieden gewesen sein, denn nur ein Jahr später wechselte Bittencourt schon zu Werder Bremen.

Offenbar hatte sich zuvor auch Ex-FC-Trainer Peter Stöger „kritisch“ zu der Möglichkeit geäußert: „Ich hatte damals meinen Ex-Trainer Peter Stöger um Rat gefragt, er hat mich darauf hingewiesen, dass für einen Spieler wie mich, der viel über die Emotionen kommt, der Kontrast zu Köln schon sehr groß werden könnte. Er sollte Recht behalten“. Für Bittencourt lag das wohl auch daran, dass er den FC noch immer verbunden war und somit „nicht ganz loslassen konnte“.

Dementsprechend wäre eine Rückkehr in die Domstadt für den Offensivspieler nicht so unwahrscheinlich. „Ich habe bei Werder einen Vertrag, aber natürlich kann ich mir vorstellen, noch mal für den FC zu spielen. Köln ist für meine Familie und mich zur Heimat geworden. Wir haben ein Haus in Köln, meine Eltern leben ebenfalls in der Stadt. Ich bin jetzt 27 Jahre alt, da kann noch viel passieren“, erklärt Bittencourt.

Leonardo Bittencourt: FC und Bremen besonders von Corona betroffen – Köln fehlen die Fans

Dass auch in dieser Saison wieder Teams wie der Köln und Bremen mit sich hadern, kommt für Bittencourt nicht überraschend. „Durch Corona war es für Mannschaften wie den FC und uns, die ohnehin nicht über die großen finanziellen Mittel verfügen, noch schwieriger, zu planen und sich zu verstärken“, erläutert der 27-Jährige und ergänzt: „Dennoch bin ich der Überzeugung, dass wir beide im Vergleich zur Konkurrenz genügend Qualität haben, um in der Liga zu bleiben“.

Der 1. FC Köln ist in dieser Saison besonders Zuhause schwach und konnte bisher nur ein einziges Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld im RheinEnergie-Stadion gewinnen. Für den Ex-Kölner hat das einen klaren Grund: „Für die Gegner war es nie angenehm, in Köln vor vollem Haus zu spielen. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Die Fans haben uns enorm gepusht, das war ein wichtiger Faktor. Diese Unterstützung fehlt dem FC“. Laut Bittencourt fehlen die Fans solchen Vereinen wie Werder Bremen oder dem 1. FC Köln sicherlich mehr als Teams „die nicht solch eine tolle Stimmung in den Stadien haben“. (os)

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