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1. FC Köln: Innenverteidiger Luca Kilian will bei Steffen Baumgart bleiben

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Von: Max Dworak

Luca Kilian im Porträt während eines Spiels.
Luca Kilian möchte auch über den Sommer hinaus ein Spieler des 1. FC Köln bleiben. © Chai v.d. Laage/Imago

Luca Kilian spielt seit dem 3. Spieltag dieser Saison leihweise beim 1. FC Köln. Bei Liga-Konkurrent FSV Mainz 05 sieht der 22-Jährige seine Zukunft nicht mehr.

Köln – Zu Beginn der Saison erklärte Steffen Baumgart die Abwehr zur wichtigsten Baustelle im Kader des 1. FC Köln. Am 24. August, kurz bevor das Sommer-Transferfenster seine Pforten schloss, sicherten sich die Domstädter die Dienste von Innenverteidiger Luca Kilian aus Mainz. Nach aktuellem Stand endet der Leih-Vertrag zwischen den beiden Vereinen im Sommer. Jüngst verriet der Spieler jedoch, dass eine Rückkehr zu den Rheinhessen für ihn keine Option sei.

1. FC Köln: Steffen Baumgart und ein alter Bekannter

Nachdem der Leih-Deal in trockenen Tüchern war, schwärmte Steffen Baumgart von den Qualitäten des 1,92 Meter Mannes: „Luca ist ein sehr talentierter Innenverteidiger, er ist schnell und spielstark.“ Bereits in der Saison 2019/20 spielte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler 15-mal unter dem 50-Jährigen beim SC Paderborn in der Bundesliga. Schon zu dieser Zeit setzte der heutige FC-Coach auf den wuchtigen Abwehrspieler.

Alle Vertrags-Fakten zu Innenverteidiger Luca Kilian

beim 1. FC Köln seit: 24.08.2021

ausgeliehen von: FSV Mainz 05

Vertrag in Mainz bis: 30.06.2024

ausgeliehen bis: 30.06.2022

Leihgebühr: 250.000 Euro

Kaufoption: zwei Millionen Euro

Zunächst war Luca Kilian eher als Backup für die Kölner Abwehrzentrale gedacht. Mit Timo Hübers, Jorge Meré und Defensiv-Boss Rafael Czichos zählten bereits drei Innenverteidiger zum Erstliga-Kader des FC. Am 28. August, nur vier Tage nach der Vertragsunterschrift, streifte der Neuling beim 2:1-Sieg gegen Aufsteiger VfL Bochum erstmals das weiße Trikot seines neuen Arbeitgebers über. Ab der 46. Minute löste Luca Kilian den Spanier Jorge Meré ab und machte nach kleineren Startschwierigkeiten eine gute Figur.

1. FC Köln: Luca Kilian fühlt sich pudelwohl

Zahlreiche Einsätze später, mittlerweile war es November geworden, deutete der Profi erstmals öffentlich an, in Köln bleiben zu wollen. Dazu hatte auch die gute Zusammenarbeit mit Steffen Baumgart beigetragen: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Es war für mich im Sommer früh klar, dass ich aus Mainz weg wollte. Das hatte ich auch so kommuniziert. Es ging dann darum, wohin ich gehen würde. Nicht gerechnet hatte ich damit, dass sich mein alter Trainer melden würde.“

Zum Jahreswechsel verkündete Rafael Czichos, bis dato wichtigster Mann in der Innenverteidigung, etwas überraschend seinen Abschied aus Köln. „Ich war erst einmal ein bisschen erschüttert, weil ich ihm nahe stehe und wir uns gut verstanden haben. Das war erst einmal wie ein Schlag“, wurde Luca Kilian damals im Kölner Stadt-Anzeiger zitiert. Spätestens ab diesem Zeitpunkt vermehrten sich die Gerüchte, die Geißböcke würden zum Saisonende die vereinbarte Kaufoption in Höhe von zwei Millionen Euro ziehen, um den Leih-Spieler endgültig aus Mainz loszueisen. Als zwei Wochen darauf auch Jorge Meré seine Koffer packte und den FC Richtung Mexiko verließ, war Luca Kilian längst fester Bestandteil des Kölner Stammpersonals.

Luca Kilian: „Ich will natürlich am liebsten hier beim FC bleiben“

Mitte Februar ließ Luca Kilian dann endgültig die Katze aus dem Sack. Im Interview mit dem GeißbockEcho, der Klubzeitung des 1. FC Köln, konkretisierte der Abwehr-Riese seine sportlichen Pläne: „Ich will natürlich am liebsten hier beim FC bleiben. Und nicht nach Mainz zurück, so viel kann ich schon jetzt sagen. Die Zeit in Mainz war ein lehrreiches Kapitel, das ich nicht noch mal aufschlagen muss. Selbst wenn es mit einem Verbleib hier nichts wird, werde ich mich wohl anderweitig orientieren.“

Beim FSV Mainz 05 – aktuell Tabellenzehnter mit 30 Punkten – hat Luca Kilian noch einen Vertrag bis 2024. Nach einem halben Jahr beim FC kommt der Innenverteidiger auf 17 Spiele, davon 12 in der Startelf. Elf Partien bestritt der gebürtige Wittener dabei über die volle Distanz. Aktuell ist tatsächlich davon auszugehen, dass die Domstädter eine entsprechende Kaufoption ziehen werden – die Leistungen des Spielers im FC-Trikot werden die Verantwortlichen in ihrem Vorhaben nur bestärkt haben. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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