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Identifikation statt Klüngel: Horst Heldt setzt mit der Beförderung von Lukas Berg beim 1. FC Köln ein Zeichen

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Horst Heldt plant den Kader des 1. FC Köln zukünftig mit Lukas Berg.
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Interne Lösung statt großem Namen: Horst Heldts Entscheidung pro Lukas Berg ist zukunftsorientiert und nachvollziehbar. Ein Kommentar

  • Horst Heldt beweist mit seiner internen Lösung bei der Neubesetzung des Kaderplaners Mut
  • Er geht damit einen grundlegend anderen Weg als seine Vorgänger Jörg Schmadtke und Armin Veh
  • Die Beförderung von Lukas Berg ist eine Investition in die Zukunft

Köln – Hand aufs Herz: Kannten Sie den Namen Lukas Berg, bevor er im Rahmen der Berichterstattung rund um den neuen Lizenzspieler-Kaderplaner des 1. FC Köln plötzlich überall auftauchte? Ich jedenfalls nicht. Gestern ein No-Name, heute Nachfolger des in Köln so geschätzten Frank Aehlig. Ein Paukenschlag, der zunächst einmal einige Fragen aufwirft.

Wer überhaupt ist dieser Lukas Berg? Warum schenkt Horst Heldt diesem jungen Mann so viel Vertrauen? Und wie soll die Zusammenarbeit in Zukunft genau aussehen? Antworten darauf werden noch etwas auf sich warten lassen, zu wenig ist bekannt über den neuen Leiter Administration Lizenzspielerabteilung.

Mutig, aber auch clever? Horst Heldt setzt mit der internen Lösung ein Zeichen

Sicher aber ist: Die Entscheidung für Berg ist mutig! Horst Heldt war noch nie dafür bekannt, ein Mitläufer zu sein. Der gebürtige Rheinländer ist ein Mann klarer Worte und auch mal unpopulärer Entscheidungen. Dass er nun den gerade einmal 27-jährigen Lukas Berg zum Nachfolger von Kaderplaner Frank Aehlig macht, ist aber selbst für Heldts Verhältnisse außergewöhnlich.

In der schillernden Welt des Profi-Fußballs ist Lukas Berg ein No-Name, der kaum Erfahrung für seinen neuen Posten mitbringt. Die Entscheidung Heldts reifte über Wochen und fiel nicht mangels Alternativen. Alter und Erfahrung sind schließlich nicht die einzig ausschlaggebenden Kriterien, am Ende zählt die Qualifikation. Der 51-Jährige traut dem Eigengewächs mit rheinländischen Wurzeln zu, in die Fußstapfen von Aehlig zu treten. Ob diese Rechnung aufgeht, wird sich zeigen.

Nicht wie Armin Veh oder Jörg Schmadtke – Horst Heldt geht seinen eigenen Weg

Sowohl Jörg Schmadtke als auch Armin Veh hatten in der jüngeren Vergangenheit bei Personalentscheidungen des Öfteren mal auf ehemalige Wegbegleiter und private Freunde gesetzt. Heldt hebt sich (nicht nur) mit dieser Entscheidung von seinen Vorgängern am Geißbockheim ab – im positiven Sinne. Dass ein Geschäftsführer einen derart jungen und unerfahrenen Mann in einen solchen Posten hievt, ist alles andere als selbstverständlich und erfordert Courage.

Der Sportchef macht sich mit dieser Entscheidung nicht nur angreifbar, sie bedeutet für ihn auch zusätzliche Arbeit und Verantwortung. Die Heranführung des jungen Berg wird noch einige Zeit und Mühe in Anspruch nehmen.

Investition in die Zukunft: Aktie Berg könnte schnell steigen

Die Beförderung von Lukas Berg ist als Investition in die Zukunft zu verstehen. Ob sich ein solches Invest am Ende auszahlt, weiß man im Voraus nie. Weitblick und Identifikation aber sind nicht die schlechtesten Kriterien für Personalentscheidungen. Der Weg, den Horst Heldt mit seiner internen Lösung eingeschlagen hat, fühlt sich für den Moment richtig an.

Es könnte ein Fingerzeig für die Zukunft sein und weitere Entscheidungen Heldts prägen. Mit Thomas Kessler oder Matthias Lehmann stehen weitere langjährige Mitarbeiter für zukünftige Aufgaben bereit. In Köln jedenfalls ist man davon überzeugt, dass der Name Lukas Berg in ein paar Jahren im Bundesliga-Business jedem geläufig ist. (ps)

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