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„Halte ich für wenig hilfreich“ – FC-Vizepräsident reagiert auf Podolski-Kritik

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Carsten Wettich möchte am 17. Juni auch offiziell zum Vizepräsident des 1. FC Köln gewählt werden.
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FC-Vizepräsident Carsten Wettich hat sich zur Kritik von Lukas Podolski geäußert. Die Aussagen der FC-Legende hält er für unüberlegt – gibt ihm aber in einem Punkt Recht.

Köln – Der 1. FC Köln musste sich zuletzt von vielen Seiten scharfe Kritik gefallen lassen. Neben Spielerberatern und ehemaligen Mitstreitern hatte sich vor allem Ex-Sportschef Horst Heldt negativ geäußert. Ziel der Bemängelung war meistens die Arbeit des Vorstands, die auch Ex-Weltmeister Lukas Podolski zuletzt scharf kritisiert hatte. Nun bezieht der Verein in Person von Vizepräsident Carsten Wettich erstmals ausführlich Stellung und geht besonders auf die Äußerungen der Vereinslegende ein.

1. FC Köln: Vizepräsident Wettich kontert Aussagen von Lukas Podolski – aber zeigt sich gesprächsbereit

  • Lukas Podolski hatte die Führung des 1. FC Köln zuletzt scharf kritisiert
  • Vizepräsident Carsten Wettich wies die Aussagen über die Einbindung der Vereinslegende zurück
  • Der 41-Jährige sah andere Kritikpunkte aber ein und zeigte sich offen für einen Austausch

Im Interview mit dem Express reagierte Carsten Wettich vor allem auf die Vorwürfe von Lukas Podolski, dass der Kontakt zu ihm nur ein Lippenbekenntnis sei. Denn laut dem 41-Jährigen, sieht die Situation ganz anders aus: „Lukas war zu seiner aktiven Zeit einer meiner Lieblingsspieler. Er bleibt eine Ikone hier in Köln und wird immer Teil der FC-Familie sein. Daher wollen ihn nach Ende seiner Karriere in den Verein einbinden und werden weiterhin den Kontakt zu ihm suchen. Alexander Wehrle zum Beispiel ist in Abstimmung mit dem Vorstand seit Monaten mit ihm zu Projekten in Gesprächen“.

Dementsprechend zeigte sich Wettich nicht sehr erfreut über Podolskis aktuellen Äußerungen. Diese halte er „für wenig hilfreich“ und er sei sich nicht sicher „ob er die in allen Punkten zu Ende gedacht hat“. Doch statt Groll zu hegen, macht der Vizepräsident ein Gegenangebot: „Wenn Lukas will, können wir uns zu dem Thema gerne persönlich austauschen“. Davon abgesehen gesteht er aber ein, dass Teile der Kritik von Podolski berechtigt seien: „Richtig ist sein Einwand, dass wir einen Dialog mit den Mitgliedern über die Zukunft des 1. FC Köln führen müssen und wollen, auch zu der Frage, ob und welche Rolle Investoren dabei spielen. Da wird es bald verschiedene Formate zum Thema geben.“

1. FC Köln: Podolski nicht glücklich mit der aktuellen Situation – Einstieg von Investoren für Poldi kein No-Go

Lukas Podolski hatte sich vergangene Woche erneut unzufrieden über den Zustand seines Herzensvereins gezeigt und die Führung mit deutlichen Worten kritisiert. „Es wirkt auf mich so, als säßen sie in einer Dunkelkammer und würden versuchen, den Verein von dort aus zu leiten“, sagte der 36-Jährige dem Kölner Stadt-Anzeiger. Das Präsidium habe trotz des Verbleibs in der Fußball-Bundesliga keine positive Grundstimmung verbreitet, erklärte Podolski: „Man hat das Gefühl, es gibt kein Miteinander im Verein.“ Grundsätzlich sei „das FC-Gefühl, die geballte Power, die dieser Traditionsklub hat, leider verloren gegangen. Das muss man wieder schaffen!“. Seit seinem Abgang als Spieler hatte der Ex-Weltmeister seinen Heimatverein in den vergangenen Jahren immer wieder öffentlich kritisiert. Im Frühjahr äußerte sich Podolski besorgt über „viel Unruhe und Chaos im Klub“.

Vor dem finanziellen Hintergrund dürfe man bei aller Skepsis auch einen Einstieg eines Investors nicht mehr ausschließen, erklärte der 130-malige Nationalspieler. „Auch in dem Wissen, dass es bei Investorenmodellen zuletzt viele negative Beispiele gab, bei denen das nicht geklappt hat und der Verein in ein noch größeres Chaos gestürzt wurde – siehe zuletzt Hertha BSC“, sagte er: „Ich bin ja auch FC-Mitglied und habe durchaus Sorge vor einem reinen Investorenmodell“. Ob es beim FC bald tatsächlich zu einer Öffnung für Investoren kommen kann, ist zurzeit noch mehr als fraglich. Die Klub-Führung hatte sich zuletzt noch klar gegen den Verkauf von Anteilen an Investoren positioniert. (os mit dpa)

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