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1. FC Köln gegen Mainz: Beierlorzer schätzt Partie seiner Ex-Klubs ein – „Niederlage ist verboten“

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Von: Oliver Schmitz

Trainer Achim Beierlorzer (FSV Mainz 05) enttäuscht
Achim Beierlorzer war sowohl beim 1. FC Köln als auch Mainz 05 als Cheftrainer tätig. © IMAGO/Jan Huebner

Vor der Bundesliga-Partie FC gegen Mainz hat sich Achim Beierlorzer zu Wort gemeldet. Für den Fußball-Trainer gibt es beim Duell seiner Ex-Klubs keinen klaren Favoriten.

Köln – Am Wochenende steht für den 1. FC Köln das äußerst wichtige Kellerduell gegen Mainz 05 an. Während sich Markus Gisdol und seine Mannschaft in der Trainingswoche medial komplett abgeschottet hatten, kamen die Gespräche über die Geißböcke und ihr anstehendes Bundesliga-Spiel natürlich nicht zum Erliegen. In einem Interview mit der Bild gibt nun auch Achim Beierlorzer seine Einschätzung zu dem Aufeinandertreffen seiner ehemaligen Vereine. Trotz der schwierigen Situation hat er dabei auch noch ein Lob für Horst Heldt übrig.

FC gegen Mainz: Beierlorzer sieht keinen klaren Favoriten

Trotz der zuletzt so entgegengesetzten Formkurve fällt es Achim Beierlorzer schwer vorab den Ausgang des Kellerduells einzuschätzen: „Dass das Spiel allein wegen der Tabellenkonstellation brisant ist, sieht jeder. Man könnte sagen, der Trend spricht für Mainz. Aber Köln hat zuletzt beim 2:2 gegen Dortmund und beim 0:1 in Wolfsburg gut gespielt. Aus meiner Sicht gibt es daher keinen Favoriten“. Während der FC in den letzten sieben Bundesliga-Spielen nur zwei Punkte einfuhr, holten die Mainzer im gleichen Zeitraum 12 Zähler. Erst letztes Wochenende überholten die 05er damit auch die Geißböcke und liegen nun zwei Punkte vor den den Kölnern auf dem 15. Tabellenplatz.

Entscheidend für den Ausgang der Partie könnte laut Beierlorzer letztlich wohl auch die Leistung ein paar weniger Spieler sein. „Für den FC ist es enorm wichtig, dass Jonas Hector zurück ist. Er geht voran. Auch die Rückkehr von Florian Kainz und Sebastian Andersson kann noch sehr wichtig sein. Mainz hat sich im Winter optimal verstärkt, Dominik Kohr als Anker im defensiven Mittelfeld und Danny da Costa auf der rechten Seite waren sehr gute Griffe“, sagt der 53-Jährige. Wie gut Kainz und Andersson letztlich helfen können, ist aktuell aber noch unklar. Immerhin standen die beiden FC-Profis gegen Wolfsburg erstmals seit langem wieder in einem Pflichtspiel auf dem Rasen.

FC-Partie gegen Mainz entscheidend für den Klassenerhalt – Beierlorzer lobt Heldt für Vertrauen in Gisdol

Für Beierlorzer könnten sich weder der FC noch Mainz bei einem Sieg am Sonntag auf die faule Haut legen: „Mainz hätte 28 Punkte und wäre schon fünf Punkte von Köln weg. Aber mit 28 Punkten bleibt man auch nicht drin“. Mit Hinblick auf den Klassenerhalt sei aber für beide Teams eine Sieg zwingend nötig. „Natürlich gilt in diesem Spiel für beide Teams – eine Niederlage ist verboten“, sagt Beierlorzer zu Bild.

Generell tue sich der ehemalige Bundesliga-Trainer aber aktuell noch schwer mit Prognosen im Abstiegskampf. Einzig der FC Schalke 04 könne sich für ihn „kaum noch retten“, für weitere Einschätzungen sei es aber noch zu früh. Neben den üblichen Verdächtigen sind für Beierlorzer auch noch höher platzierte Teams nicht aus dem Schneider: „Die Situation ist für alle Teams in der Abstiegsregion spannend und gefährlich zugleich. Selbst Hoffenheim und Bremen sollten sich mit 30 Punkten nicht zu sicher fühlen.“

Trotz der immer wiederkehrenden sportlichen Krisen hielt der 1. FC Köln diese Saison immer wieder oder weiter an Trainer Markus Gisdol fest. Ganz anders sah die Situation damals bei Achim Beierlorzer aus, der bereits nach 13 Spielen als Cheftrainer entlassen wurde. Wie er fand, kam das damals eindeutig zu früh. Erst Ende Februar hatte Beierlorzer die überstürzte Entlassung beim FC kritisiert.

Er ist jedoch der Meinung, dass man seine Situation nicht mit der von Gisdol vergleichen könne. Nichtsdestotrotz findet der 53-Jährige es grundsätzlich gut, „wenn ein Sportdirektor dem Trainer, den er geholt hat, so lange wie möglich vertraut und ihn unterstützt. Denn er, in diesem Fall Horst Heldt, sieht, wie der Trainer mit dem Team arbeitet. Ich finde, das ist ein gutes Zeichen“, lobte Beierlorzer die Entscheidung von Heldt weiter hinter Gisdol zu stehen. Doch bei aller Treue könnte selbst für Heldt am Sonntag eventuell ein Endpunkt erreicht sein. Gelingt es den Kölnern nicht gegen Direktkonkurrenten Mainz zu gewinnen, müsste Gisdol wohl endgültig seinen Hut nehmen. (os)

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