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Presseschau: 1. FC Köln „am Abgrund“ und Gisdol-Abschied hätte „viel früher“ passieren müssen

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Von: Oliver Schmitz

Kölns Trainer Markus Gisdol geht nach dem Spiel enttäuscht über den Platz.
Markus Gisdol hat gegen Mainz 05 sein letztes Spiel als FC-Trainer erlebt. © picture alliance/dpa/Reuters-Pool | Thilo Schmuelgen

Im so wichtigen Kellerduell gegen Mainz 05 verliert der FC erneut, Markus Gisdol muss anschließend gehen. So bewerten Beobachter die Niederlage und ihre Folgen.

Köln – Beim 1. FC Köln herrscht Alarmstufe Rot. Nach der bitteren sowie unnötigen Niederlage gegen Mainz 05 stehen die Geißböcke das erste Mal seit November 2020 auf einem direkten Abstiegsplatz und das hat Folgen. Wie erwartet musste Trainer Markus Gisdol nach seinem x-ten Endspiel tatsächlich seinen Hut nehmen und nun soll es Friedhelm Funkel richten. Die Spielbeobachter sahen zwar eine unglückliche und vermeidbare Niederlage, aber dennoch eine mehr als überfällige Konsequenz für die Personalie Gisdol.

„Die Geißböcke stehen am Abgrund“ – Geissblog

Der Geissblog ist davon überzeugt, dass für die Kölner definitiv mehr drin gewesen wäre: „Der 1. FC Köln hätte dieses Spiel gewinnen müssen. Und er hätte es gewinnen können. Doch zwei Tore reichen nicht, wenn man so verteidigt. [...] die Geißböcke stehen am Abgrund. Denn jetzt geht es nur noch um eines: das Erreichen des Relegationsplatzes, der bereits drei Punkte entfernt ist“. Für den Geissblog ist der nun ehemalige Trainer Gisdol zwar Hauptverantwortlicher der Kölner Misere, aber nicht alleine schuldig: „Markus Gisdol ist natürlich alles andere als unschuldig, und doch ist er auch ein Opfer in dieser langen, nahezu ungebremsten Talfahrt, vor der alle FC-Bosse zu lange die Augen verschlossen haben. Eine kolossale Verkennung der Realität – nichts anderes hat den 1. FC Köln in diesen Sumpf geführt. Am Ende brauchte es 25 Niederlagen in 51 Bundesliga-Spielen, um den erfolglosesten Trainer in der Vereinsgeschichte zu beurlauben“, die vielen Mängel hätten „viel früher zur Trennung führen müssen“.

„Nur noch ein Wunder kann die Geißböcke vor dem siebten Abstieg bewahren“ – Effzeh.com

Nach dem unglücklichen 2:3 weht für Effzeh.com ein „kalter Hauch des Abstiegs“ über dem Geißbockheim: „Timo Horn schlug die Hände vor sein Gesicht und sank auf den Rasen. Seine Kölner Mannschaft hatte die als ‚Abstiegs-Endspiel‘ apostrophierte Begegnung gegen Mainz 05 mit 2:3 (1:1) verloren. Er hatte dabei das Mainzer Siegtor in der 90. Spielminute nicht verhindern können.“ Der Last-Minute-Treffer der Mainzer „ließ die Kölner mit leeren Händen zurück – und der Gewissheit, dass die Geißböcke wohl nur noch ein Wunder vor dem siebten Abstieg aus der Bundesliga bewahren kann“.

„FC zog gegen Mainz in einen Kampf, in dem ihnen am Ende die Waffen fehlten“ – Kölner Stadt-Anzeiger

Für den Kölner Stadt-Anzeiger war dem 1. FC Köln klar um was es gegen Mainz ging, doch genügte es letztlich einfach nicht: „Das 2:3 gegen Mainz mit all seiner Dramatik war ein bewegendes Spiel der Kölner, die in der Schlussphase über jede körperliche Grenze gingen und doch 2:3 verloren. [...] Dass sie nach dem Ausgleich voll auf Sieg spielten, unterstrich den Endspielcharakter der Partie.“ Laut der Tageszeitung war Markus Gisdol klar gewesen, dass nur ein Sieg ihn eventuell hätte retten können: „Daher war die Zeit der Trennung gekommen, da half auch nicht mehr, dass die Kölner am Sonntag zwischendurch in Führung gelegen hatten. Die Frage, ob zu früh, zu spät oder gerade rechtzeitig, wird der Ausgang dieser Saison beantworten. Erneut gelang es Gisdol nicht, seiner Mannschaft einen Schlüssel an die Hand zu geben. Die Spieler gaben dem Trainer wie immer alles, was sie hatten. Doch zogen sie auch gegen Mainz in einen Kampf, in dem ihnen am Ende die Waffen fehlten.“

„Der endgültige K.o. für Gisdol! Und auch für den FC?“ – Express

Auch danach Meinung des Express wäre am Sonntag deutlich mehr drin gewesen für den FC: „Der 1. FC Köln zeigt Herz, kämpft im Keller-Krimi gegen den FSV Mainz 05 für Markus Gisdol – doch am Ende steht ein ganz bitteres 2:3 auf der Anzeigetafel. Dabei wäre für Köln gegen Mainz auch ein Sieg drin gewesen!“ Durch den erfolgreichen Mainzer Konter am Spielende wurde ein bitterer Schlusspunkt gesetzt: „Der endgültige K.o. für Gisdol! Und auch für den FC? Köln hat zwar nur drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, doch die nächsten Gegner haben es in sich: Bayer Leverkusen und RB Leipzig.“ (os)

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