Erfolgsserie hält gegen Mainz an

Glanzloser Sieg für den 1. FC Köln – diese Lehren müssen jetzt gezogen werden

+
Es war ein hart umkämpfter Sieg für den 1. FC Köln.
  • schließen

Es war ein hartes Stück Arbeit, doch gegen Mainz 05 konnte der 1. FC Köln den zweiten Saisonsieg feiern. Diese Schlüsse kann man aus dem knappen Spiel ziehen.

  • Der 1. FC Köln fährt gegen Mainz 05 den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga ein
  • Geißböcke tun sich schwerer als erwartet und können spielerisch nicht glänzen – Timo Horn rettet den Tag
  • Das Glück ist weiterhin der beste Freund des FC

Köln – Die Bilanz des 1. FC Köln aus den vergangenen drei Bundesliga-Spielen kann sich durchaus sehen lassen: sieben von neun möglichen Punkten und runter von den Abstiegsplätzen. In Anbetracht der Gegner eine beachtliche Leistung, doch gerade die Partie gegen Mainz 05 am Wochenende zeigte nochmal deutlich, dass beim FC noch lange nicht alles perfekt läuft.

Markus Gisdol: Cheftrainer setzt auf Konstanz – System bleibt, doch Wirksamkeit schwindet

Bereits vor dem Spiel zeigte sich, dass FC-Trainer Markus Gisdol trotz der zusätzlichen Möglichkeiten auch gegen Mainz weiterhin auf die Pfeiler der letzten Wochen setzten würde. So war es zwar zu erwarten, dass Gisdol dem System aus flexibler Dreier-/Fünferkette treu bleiben würde, doch die Startelf kam dann doch ein wenig überraschend. Man setzte auf genau die gleiche Startelf wie gegen Wolfsburg und verzichtete damit unter anderem auf den Rückkehrer Jorge Meré – einen der aktuell besten Verteidiger des Effzehs. Viel prägnanter war aber das Fehlen von FC-Kapitän Jonas Hector, der trotz all der positiven Vorzeichen gar nicht erst mit nach Mainz gefahren war.

Zumindest im Ergebnis ging die Entscheidung dann auch auf. Doch es zeigte sich, dass das System und somit die aktuelle Spielweise sehr auf spielstarke Gegner ausgelegt war. Deshalb taten sich die Kölner gegen Mainz von Beginn an schwerer und kamen nicht zu vielen Torchancen. Offensiv fehlte häufig die letzte Konsequenz. Am Ende reichte dann aber eben eine gute Aktion von Ondrej Duda und Elvis Rexhbecaj zum Tor und somit zum Sieg. Zumindest die Effizienz des 1. FC Köln bleibt also.

1. FC Köln: Defensive erneut im Fokus – Timo Horn glänzt

Wie gewohnt stand auch diesmal wieder die Leistung der FC-Defensive im Fokus. Doch auch wenn die Abwehrspieler die meiste Zeit gut standen, war es vor allem ein überragender Timo Horn, der gegen Mainz letztlich den Unterschied ausmachte. Denn vor allem nach dem unnötigen Platzverweis von Duda in der 76. Spielminute, ging den Kölnern in Unterzahl doch etwas die Luft aus. Deshalb kamen die Nullfünfer kurz vor Schluss zu mehreren Großchancen, die aber unter anderem dank eines starken Horns nicht im Tor landeten. Der Stammkeeper hielt den Sieg für den FC also wortwörtlich fest.

Das Glück ist weiterhin auf der Seite des 1. FC Köln – gegen Bayer Leverkusen könnte das nicht ausreichen

Im Endeffekt konnte der 1. FC Köln auch gegen Mainz 05 seinen Aufwärtstrend in der Bundesliga fortsetzen. Doch weniger souverän als möglich oder sogar vielleicht erwartbar. So zeigte sich gegen Mainz nochmal deutlich, dass das eigene Angriffsspiel oft noch eher schleppend verläuft und eindeutig starke Stürmer fehlen. Deshalb sind die Treffer meist viel mehr ein Ergebnis aus Kollektivleistung und der gnadenlos effizienten Chancenverwertung. Das sind zwar an sich gute Eigenschaften, doch auf Dauer nicht die Lösung für die Offensivbemühungen.

Zusätzlich gibt es aktuell dann noch den nicht zu unterschätzende Faktor des Glücks. Sowohl bei den eigenen Toren, als auch bei den Chancen der Gegner. Sicherlich eine nicht planbare Komponente, auf die der 1. FC Köln auch in Zukunft nicht setzen kann und darf. In der kommenden Partie gegen Bayer Leverkusen, könnte das alleine nicht mehr ausreichen. Doch für den Moment herrscht beim Effzeh beste Laune und das zurecht. Bei allen Schwächen, gibt es doch so viele Dinge, die sich in den letzten Wochen stark verbessert haben und zu den Erfolgen beigetragen haben. Durchaus Pfeiler auf die man aufbauen kann. Jetzt gilt es: Stärken beibehalten und Schwächen aufarbeiten, dann gibt es vielleicht auch gegen Tabellenführer Leverkusen etwas zu holen. (os)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion