„Ich bin ein Wolf ohne Rudel“

Marius Wolf persönlich – er spricht über seine größte Sünde und die neue Heimat Köln

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Marius Wolf kam in der laufenden Saison in der Bundesliga bereits 13 mal zum Einsatz.
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Beim 1. FC Köln ist Marius Wolf aus der Startelf nicht mehr wegzudenken – privat fühlt er sich allerdings noch nicht so richtig angekommen, wie er im Interview verriet.

  • Marius Wolf spielt seit Oktober leihweise für den 1. FC Köln und hat sich sofort zum Stammspieler entwickelt
  • In den vergangenen drei Jahren lief der Coburger für sechs Vereine auf
  • In einem persönlichen Interview spricht Wolf unter anderem über seinen größten Fehler

Köln – Seit dem 2. Oktober 2020 ist Marius Wolf beim 1. FC Köln – und hat sich im Rheinenergie-Stadion gleich als Stammspieler auf der rechten Seite etabliert. Nun gab der Außenbahnspieler, der aufgrund seiner vielen Wechsel den Ruf des „Wandervogels“ weg hat, bei Sky persönliche Einblicke in sein Leben – und spricht unter anderem über frühere Fehler, das Leben als „Ware“ und seine neue Heimat Köln.

Wenn man das so einfach erklären könnte, hätte ich das wahrscheinlich nicht getan

Marius Wolf über das Fahren ohne Führerschein

Marius Wolf vom 1. FC Köln über viele Vereinswechsel: „Ich komme damit gut klar“

Bei einer Autofahrt über den Hohenzollernring kommt Wolf, der sich selbst im Vorspann des Formats „Meine Geschichte“ als „Wolf ohne Rudel“ bezeichnet, ins Plaudern. Grund für diesen „Spitznamen“ seien die vielen Vereinswechsel in der Vergangenheit. Seit 2018 lief der 25-jährige Coburger bereits für sechs Vereine auf. Ob man sich dabei wie ein Stück „Ware“ vorkommt, wird Wolf gefragt – und antwortet erstaunlich deutlich. „Ich komme damit gut klar, dass das Geschäft so ist. Natürlich klingt das hart, aber es ist natürlich schon ein Stück weit so, dass man sich dann wie ein Stück Ware fühlt. Das macht das Geschäft auch irgendwie aus“, so Wolf.

Doch es wird noch persönlicher. Angesprochen auf seine größte Sünde nennt Wolf die Tatsache, dass er im Jahr 2019 ohne Führerschein am Steuer seines Autos angehalten wurde. „Wenn man das so einfach erklären könnte, dann hätte ich es wahrscheinlich nicht getan“, sagt Wolf. „Es war der größte und dümmste Fehler in meinem Leben, ich weiß nicht, was mich da geritten habe. Ich habe meine Vorbildfunktion komplett aus den Augen verloren, das ist mir dadurch am meisten bewusst geworden.“

Liegt die Zukunft von Marius Wolf über den Sommer hinaus beim 1. FC Köln?

Bei der Spazierfahrt über die Ringe verrät der Mittelfeldmotor dann noch, dass er sich in Köln bereits gut zurechtfindet. „Mittlerweile kenne ich die Wege ganz gut, weiß, wo ich hinmuss. Ich kenne den Weg zum Training und wieder nach Hause, das sind nur 15 Minuten“, erzählt Wolf. Bei seinen Stationen in Berlin und Frankfurt hat sich der 25-Jährige schließlich schon an den Großstadtverkehr gewöhnen können. Ob er in Köln jedoch auch privat endlich heimisch wird, wird sich wohl erst nach dem Saisonende zeigen. (mo)

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