Nach Last-Minute Wechsel

1. FC Köln: Markus Gisdol spricht über mutmaßliche Differenzen mit Anthony Modeste

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FC-Trainer Markus Gisdol hat sich wenige Tage nach dem Abgang von Anthony Modeste über das Verhältnis mit dem Franzosen geäußert.

  • Anthony Modeste flüchtete am letzten Tag des Transferfenster nach Frankreich zum AS Saint-Étienne
  • Der Franzose spielte spätestens mit der Verpflichtung von Emmanuel Dennis keine Rolle mehr beim 1. FC Köln
  • Markus Gisdol äußerte sich nun über Gerüchte bezüglich eines schwierigen Verhältnisses mit Modeste

Köln – Es war ein plötzlicher und in dem Moment unerwarteter Abgang. Am letzten Tag des Winter-Transferfensters verkündete der 1. FC Köln, dass Anthony Modeste für die kommenden Monate leihweise zum AS Saint-Étienne wechselt. Vor gut zwei Jahren war die Rückkehr des Franzosen noch groß gefeiert worden, doch nun nahm die wenig ertragreiche zweite Zeit beim FC vorerst ein eher unrühmliches Ende.

Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach äußerte sich Markus Gisdol nun nachträglich zur Beziehung mit dem Franzosen. Denn immer gab es Spekulationen über mögliche Differenzen zwischen Modeste und dem FC-Trainer.

1. FC Köln: Markus Gisdol über Verhältnis mit Anthony Modeste: „Wir haben viel gesprochen“

Auf Nachfrage erteile Gisdol den Vermutungen über Diskrepanzen nun endgültig eine Absage: „Es heißt manchmal, dass es ein Problem zwischen mir und Anthony gab. Aber das stimmt nicht.“ Anschließend verwies der 51-Jährige auf die komplizierte Situation des Franzosen und deutete eher ein gutes Verhältnis an: „Er hat einfach eine schwierige Zeit durchgemacht. Wir haben viel gesprochen. Er war auch mal bei mir zu Hause. Wir hatten auch jetzt nach seinem Wechsel Kontakt. Wir haben uns zum Telefonieren verabredet.“

Dennoch sei auch der FC-Trainer der Meinung, dass der Leih-Wechsel nach Frankreich jetzt die richtige Entscheidung für den 32-jährigen Mittelstürmer war: „Wir haben Anthonys Wechselwunsch entsprochen. Ich glaube, dass ihm ein Tapetenwechsel guttut. Es war ein logischer und sinnvoller Wechsel“. Eine Woche zuvor hatte der 1. FC Köln mit Emmanuel Dennis noch einen Neuzugang für die gleiche Position, die auch Modeste spielt, vorgestellt. Somit wären die Einsatzchancen für den 32-jährigen Mittelstürmer in der restlichen Saison nicht gerade gestiegen.

1. FC Köln: Anthony Modeste vom Ballermann zum Unglücksraben

Anthony Modeste kam im Sommer 2015 zum ersten Mal zum 1. FC Köln und schlug sofort ein. Erzielte er in der Bundesliga-Saison 2015/16 bereits beeindruckende 15 Tore, waren es in der folgenden Saison ganze 25 Stück. Damit schoss sich der Franzose wohl für die Ewigkeit in die Kölner Herzen.

Allerdings lockte dann das Geld und Modeste ging zum chinesischen Klub Tianjin Tianhai. Doch im Fernen Osten fühlte sich der Mittelstürmer nie wirklich wohl und verließ den Verein Anfang 2018 nach einem Streit wieder. Kurze Zeit später heuerte er dann zum zweiten Mal beim 1. FC Köln an. So sehr sich alle Seiten damals über den Wechsel freuten, konnte der Franzosen den Erwartungen anschließend nie mehr gerecht werden.

Spätestens seit dieser Saison spielte Modeste nur noch eine Außenseiter-Rolle beim FC und agierte auf dem Rasen oft mehr als unglücklich. Dementsprechend zufrieden sind nun alle Seiten mit dem vorübergehenden Leih-Wechsel des Mittelstürmer, dessen Vertrag mit den Kölnern jedoch noch bis 2023 läuft. Es bleibt also abzuwarten, was ab dem Sommer mit Modeste passieren wird. (os)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sportfoto Rudel

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