Sturmflaute beim Effzeh

1. FC Köln 1688 Minuten ohne Stürmertor – welche Optionen bleiben dem Verein?

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Emmanuel Dennis gelang bis dato noch kein Bundesligatreffer.
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Kaum Torchancen, keine Treffer: Das Warten beim 1. FC Köln auf Stürmertore nimmt kein Ende. Änderung ist nicht in Sicht. Oder etwa doch?

Köln – Hans Schäfer, Hannes Löhr, Dieter Müller, Klaus Allofs, Lukas Podolski – der 1. FC Köln hat in seiner langen Historie viele Angreifer hervorgebracht, die gegnerische Abwehrreihen das Fürchten lehrten. Momentan allerdings ist das nur ein frommer Wunsch. Seit 1688 Minuten hat kein gelernter Stürmer der Geißböcke mehr getroffen, das sind umgerechnet fast 19 Spiele.

Der letzte Treffer gelang dem seit Wochen verletzten Sebastian Andersson am 5. Spieltag in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart – bezeichnenderweise per Elfmeter. Seither mussten die Mittelfeldspieler in die Bresche springen, mit mäßigem Erfolg. Mit 21 Treffern stellt der Effzeh den drittharmlosesten Angriff der Liga.

1. FC Köln: Emmanuel Dennis scheitert als Hoffnungsträger im Kölner Angriff

In den letzten Partien erhielt Winterneuzugang Emmanuel Dennis das Vertrauen von Trainer Markus Gisdol. Doch statt der erhofften direkten Verstärkung entpuppte sich der Nigerianer bislang als völliger Fehleinkauf. Kaum Torgefahr, keine Bindung zum Spiel und zuletzt auch noch haarsträubende Fehlpässe, von denen einer gegen Bayern München zum zwischenzeitlichen 0:2 führte.

Es scheint, als wäre Dennis beim 1. FC Köln bereits gescheitert, bevor er richtig angekommen ist. Wenn die Brügge-Leihgabe den FC-Sturm nicht beleben kann, stellt sich die Frage: Welche Optionen bleiben Markus Gisdol für die verbleibenden elf Spieltage überhaupt noch?

1. FC Köln: Markus Gisdol auf der Suche nach der Lösung im Sturmzentrum

Der oft für seine defensive Spielweise gescholtene Übungsleiter ist gleichermaßen Teil und Opfer des Problems. Denn: Natürlich sind Stürmer auf die Zuarbeit ihrer Kollegen angewiesen um zu glänzen, auf der anderen Seite besitzt wohl kaum ein Bundesligatrainer aktuell so wenig Qualität und Quantität in der Sturmzentrale wie der Chefcoach des 1. FC Köln.

Gut möglich also, dass der 51-Jährige aus der Not heraus Improvisationspläne aus der Tasche zaubert. Dass dies funktionieren kann, bewies er bereits in der laufenden Saison. Nach dem Ausfall von dem bis dato gesetzten Sebastian Andersson stellte Gisdol mit Ondrej Duda und Jan Thielmann ab dem 9. Spieltag zwei gelernte Mittelfeldspieler im Angriff auf. Kurzfristig hatte diese Taktik Erfolg, langfristig allerdings nicht.

Stürmer gesucht: Diese Optionen hat Markus Gisdol vor dem Duell des 1. FC Köln mit Werder Bremen

Vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen (7. März, 15:30 Uhr) im Rheinenergie-Stadion bleiben Gisdol im Grunde nur zwei Optionen: Entweder bekommt der vom Trainer gescholtene und gegen Bayern zur Halbzeit ausgewechselte Emmanuel Dennis noch eine weitere Chance oder es kommt ein Mittelfeldspieler im Sturm zum Einsatz.

Da die Geduld mit Dennis vorerst aufgebraucht scheint, dürfte Gisdol die Trainingseindrücke abwarten, um eine Entscheidung zu fällen. Immerhin, mehrere Optionen hat Gisdol: Für einen Einsatz im Sturm kämen Ondrej Duda, Marius Wolf, Jan Thielmann oder Dominick Drexler (alle je zwei Tore) in Frage. Eventuell könnte sogar Max Meyer eine Chance in vorderster Front erhalten.

1. Fc Köln im Abstiegskampf Wird die Sturmflaute zum X-Faktor?

Jan Thielmann scheint (neben Dennis) derzeit die besten Chancen im Kampf um einen Startelfeinsatz im Sturm zu haben. Klar ist derweil jetzt schon: Der Effzeh muss sich in der kommenden Saison im Angriffszentrum neu und vor allem breiter aufstellen.

Bis dahin allerdings müssen voraussichtlich die Mittelfeldspieler für Tore im Abstiegskampf sorgen und die mangelhafte Kaderplanung im Sturmzentrum auffangen – und die FC-Anhänger weiter von einem Stürmer träumen, der sich in die Liste der eingangs genannten FC-Legenden als nächster einreiht. (ps)

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