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1. FC Köln: Chaos um Markus Gisdol – doch Endspiel in Wolfsburg?

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Von: Peter Stroß

Markus Gisdol, Trainer des 1. FC Köln, hebt während des Trainings den Arm.
Markus Gisdol steht beim 1. FC Köln in der Kritik. © Eduard Bopp/Imago

FC-Trainer Markus Gisdol steht zurzeit gehörig unter Druck. Statt wie zuvor angenommen zwei Spiele, könnte bereits die kommende Bundesliga-Partie entscheidend sein.

Update vom 31. März, 10:30 Uhr: Offenbar ist Markus Gisdol Standing beim 1. FC Köln doch schlechter als erwartet. So berichtet nun die Sport Bild, dass sich das Misstrauen gegenüber dem FC-Trainer nun noch einmal vergrößert hat. Demnach sollen in allen wichtigen Kölner Gremien – also Vorstand, Mitgliederrat und Beirat – diverse Leute dem 51-Jährigen äußerst kritisch gegenüber stehen. Infolgedessen soll nun bereits die kommende Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg entscheidend für Gisdols Zukunft sein und nicht erst das Spiel gegen Mainz 05.

1. FC Köln: Kommt doch Friedhelm Funkel?

Das bedeutet, wenn sich die Tabellensituation für den FC nach dem Spiel nicht gebessert oder sich gar verschlechtert hat, dann müsste der Trainer wohl seinen Hut nehmen. Sollte das passieren, scheint Horst Heldt aber bereits vorbereitet zu sein und soll laut Sport Bild mit Friedhelm Funkel als Retter planen. Dabei hatte Funkel vor kurzem erst alle Gerüchte über Gespräche mit den Kölnern dementiert. Jedoch zeigte er sich gleichzeitig weiterhin offen für eine mögliche Trainer-Rückkehr. Demnach könnte es letztlich durchaus zu diesem Szenario kommen, doch die konkreten Verhandlungen müssten wohl erstmal noch geführt werden. So oder so geht es für Markus Gisdol nun um Alles, große Patzer kann sich der FC-Trainer nicht mehr erlauben. (os)

1. FC Köln: Markus Gisdol mit nächstem Schicksalsspiel gegen Mainz?

Update vom 29. März, 10:45 Uhr: Nach dem Unentschieden gegen Borussia Dortmund hatte Markus Gisdol vorerst seinen Job als Trainer des 1. FC Köln retten können. Wie sich im Nachhinein herausstellte, aber denkbar knapp. So war offenbar der Bundesliga-Spielplan nicht ganz unschuldig an der Entscheidung zugunsten des 51-Jährigen. Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass Gisdol auch danach weiterhin auf dünnem Eis geht.

Wie der kicker in seiner Printausgabe vom Montag berichtet, soll der FC-Trainer nun eine weitere Gnadenfrist für die kommenden beiden Bundesliga-Spiele gegen den VfL Wolfsburg und Mainz 05 erhalten haben. Da gegen den Tabellendritten Wolfsburg nicht gerade mit einem Sieg zu rechnen ist, gilt dabei gerade die Partie gegen den direkten Konkurrenten aus Mainz als richtungsweisend. Generell braucht der FC wohl mal wieder einen Dreier, damit Gisdol zumindest bis zum Saisonende weitermachen darf.

1. FC Köln: Horst Heldt gibt Markus Gisdol keine Job-Garantie

Noch in der vergangenen Woche hatte Sportchef Horst Heldt ausdrücklich erklärt Markus Gisdol keine Job-Garantie bis Saisonende geben wollen. „Die Spiele werden weniger, klar – trotzdem werden wir dabei bleiben und die Saison Spieltag für Spieltag abarbeiten und sehen, wie wir uns präsentieren“, erklärte Heldt im Express

Er glaube aber auch nicht, dass die Diskussionen damit enden würde, sagte Heldt und verwies auf das Beispiel eines Liga-Rivalen. „Letzte Saison hat Werder Bremen recht früh gesagt, dass der Trainer bleibt und sie notfalls auch mit Florian Kohfeldt in die 2. Liga gehen – trotzdem endete die Trainerdiskussion nicht“, sagte Heldt: „Im Abstiegskampf wird alles und jeder hinterfragt, und so ist es auch um uns herum, das müssen wir akzeptieren. Die Trainerdiskussion hört erst auf, wenn wir mal drei Spiele hintereinander gewinnen.“ (os mit dpa)

1. FC Köln: Deswegen entscheidet sich das Schicksal von Markus Gisdol gegen Dortmund

Erstmeldung vom 16. März 2021

Köln – Drei Punkte auf dem Konto, Tabellenplatz 17. Nein, ganz so schlimm wie in der Hinserie steht es um den 1. FC Köln vor dem zweiten Duell der Saison gegen Borussia Dortmund zum Glück nicht. Die Vorzeichen allerdings könnten ähnlicher kaum sein. Denn: Auch wenn der Effzeh nach 25 Spieltagen als Tabellenvierzehnter ins Duell mit dem Champions-League-Aspiranten geht, läuten die Alarmglocken am Geißbockheim unüberhörbar.

Ein Punkt, 3:11 Tore – das ist die ernüchternde Bilanz des 1. FC Köln aus den letzten fünf Bundesligaspielen. Nur noch ein Punkt trennt die Geißböcke von einem direkten Abstiegsplatz. Der FC droht im Schneckenrennen um den Klassenerhalt langsam aber sicher durchgereicht zu werden.

1. FC Köln: Horst Heldt spricht Markus Gisdol Jobgarantie aus – aber nur gegen Dortmund

Kein Wunder, dass deswegen der Druck auf die Verantwortlichen wächst. Vor allem Markus Gisdol steht angesichts des ausbleibenden Erfolgs gehörig unter Beschuss und – gefühlt zum fünften Mal in der laufenden Spielzeit – vor einem Endspiel um seinen Job. Laut ausgesprochen wird das am Geißbockheim natürlich nicht. Die Anzeichen darauf, dass die sich Amtszeit des Cheftrainers bei einer weiteren Niederlage dem Ende neigt, sind aber unübersehbar.

Zwar genießt der 51-Jährige die Rückendeckung der Chefetage, ein Bekenntnis über das Dortmund-Spiel hinaus gab es nach den enttäuschenden Auftritten zuletzt nicht. „Natürlich sitzt der Trainer gegen Borussia Dortmund auf der Bank“, verkündete der FC-Sportgeschäftsführer Horst Heldt. Was danach passiert, ließ er offen.

Bei Niederlage gegen Borussia Dortmund droht dem 1. FC Köln ein Abstiegsplatz

Fakt ist, bei einer erneuten Niederlage könnte der 1. FC Köln auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Große Hoffnung auf einen Punkterfolg gegen den BVB macht angesichts der chronischen Offensivschwäche und den teils haarsträubenden Fehlerketten im Abwehrverbund derzeit wenig.

Kein Konzept, keine Torgefahr, kein Mut: Die Hauptkritikpunkte am Bundesligisten unter der Führung von Markus Gisdol sind alles andere als neu, Lösungen vermochte der Übungsleiter in der kompletten Spielzeit aber nicht zu präsentieren. Und so schwindet der Rückhalt in den bereits mehrmals kurz vor dem Aus stehenden Gisdol mit jedem weiteren blassen Auftritt seiner Elf.

1. FC Köln: Horst Heldt setzt Trainer Markus Gisdol unter Druck

Es stellt sich die Frage: Wie lange schaut sich Horst Heldt diesen Fußball noch an und ist er wirklich gewillt, die Mission Klassenerhalt bis zum Ende der Spielzeit in die Hände seines Nachbarn und Freundes Gisdol zu legen? Im Falle eines Scheiterns könnte ein solches Vertrauen auch für ihn selbst zu einer großen Hypothek werden.

„Wir können es besser, das haben wir in dieser Saison schon in einigen Spielen gezeigt“, weißt der Sportchef darauf hin, dass der Kader doch eigentlich den Ansprüchen genügen sollte. Ein Fingerzeig in Richtung Trainer? Bewusst oder unbewusst, Heldt erhöht den Druck auf seinen Coach: „Wir müssen diese Woche so trainieren, dass wir eine Idee haben, wie wir gegen Dortmund punkten können.“ Wer an dieser Stelle mit „wir“ gemeint ist, dürfte wohl jedem klar sein.

1. FC Köln: Länderspielpause nach dem BVB-Spiel

Wenn Markus Gisdol in dieser Saison allerdings eines bewiesen hat, dann, dass er mit dem Rücken zur Wand Erfolge einfahren kann. Sollte der von ihm nach dem Bremen-Spiel beschworene Fußball-Gott im Heimspiel gegen Borussia Dortmund allerdings nicht auf Seiten der Geißböcke stehen, könnte alles ganz schnell gehen.

Die Länderspielpause gäbe dem Verein die Möglichkeit, mit Ruhe nach einem Nachfolger zu suchen und diesem die Möglichkeit, mit den Eindrücken einiger Trainingseinheiten das Spiel gegen Wolfsburg anzugehen. Es wäre die vielleicht letzte Chance, vor der entscheidenden Saisonphase noch einen Impuls zu setzen, ohne in Aktionismus verfallen zu müssen. Ob ein solcher Schritt überhaupt notwendig wird, liegt letztlich an Trainer und Mannschaft selbst.

1. FC Köln: „Dann werden wir die Liga halten“

Immerhin, ein gutes Omen für das Spiel gegen die Schwarz-Gelben im RheinEnergie-Stadion liefern die Statistiken. Wie in der Hinrunde tritt der FC nach einer 1:2-Niederlage gegen Union Berlin gegen den BVB an. Und wie damals, als der FC völlig überraschend mit 2:1 im Signal Iduna Park gewann, glaubt im Grunde kein Fußballexperte daran, dass der 1. FC Köln eine echte Chance auf drei Punkte hat.

„Ich bin nach wie vor überzeugt: Wenn wir das, was in jedem einzelnen Spieler und in dieser Mannschaft steckt, komplett in die Waagschale werfen, dann werden wir die Liga halten“, so Horst Heldt. Wie lange dieser Glaube an den Trainer Markus Gisdol geknüpft ist, wird sich in naher Zukunft entscheiden. Es deutet darauf hin, als wäre es für Gisdol und sein Team wieder einmal höchste Zeit, dieses angesprochene Potenzial gegen den BVB zu zeigen. (ps)

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