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1. FC Köln: Schicksalsspiel gegen Schalke? Markus Gisdol braucht gegen Ex-Verein ein Erfolgserlebnis

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Von: Peter Stroß

Markus Gisdol gibt Anweisungen am Spielfeldrand
Markus Gisdol steht mit dem 1. FC Köln unter Druck. © imago images / Poolfoto

Am Mittwoch trifft der 1. FC Köln auf Schalke 04. Für Markus Gisdol ist die Lage nach 14 Monaten im Amt so ernst wie nie.

Köln – Sieben sieglose Bundesligaspiele in Folge, dazu 484 Minuten ohne eigenen Torerfolg – vor dem Kellerduell gegen Tabellenschlusslicht FC Schalke ist die Stimmung am Geißbockheim extrem angespannt. Vor allem Markus Gisdol steht im letzten Hinrundenspiel gehörig unter Druck.

Es fehle an einem Konzept sagen seine Kritiker, nach dem 0:0 gegen Hertha BSC Berlin meldete sich sogar Lukas Podolski zu Wort und bemängelte, der Effzeh spiele „seit gefühlt 20 Begegnungen ohne Stürmer“, zudem fehle das Feuer. Klare Worte, die in erster Linie an den FC-Trainer gerichtet sind.

1. FC Köln: Markus Gisdol weiß, dass er in der Bundesliga gegen Schalke Ergebnisse liefern muss

Am Geißbockheim genießt Markus Gisdol derweil noch die Rückendeckung der Vereinsführung. Ob bzw. wie lange diese im Falle einer erneuten Enttäuschung gegen Schalke besteht, weiß aber niemand zu sagen. Dass der Druck auf Markus Gisdol extrem groß ist, war auf der Pressekonferenz am Montag deutlich zu spüren.

Der 51-Jährige wirkte angespannt und antwortete – entgegen seiner sonstigen Art – oft kurzsilbig.  „Schalke hat noch mehr Druck, das Spiel gewinnen zu müssen, aber wir sehen das Spiel auch als immens wichtig an“, sagt Gisdol. „Wir werden eine richtig gute und aggressive Performance brauchen“, so der FC-Coach weiter. Eine tadellose Einstellung seines Teams würde vor allem ihm selbst wieder mehr Kredit verschaffen.

Nach 14 Monaten beim Effzeh: Wird das Kellerduell gegen Schalke zum Schicksalsspiel für Markus Gisdol?

Insbesondere die Offensivflaute muss schleunigst ein Ende haben, will der Cheftrainer seinen Sportchef Horst Heldt davon überzeugen, dass er der richtige Trainer für die Rückrunde bei der Mission Klassenerhalt ist. „Unsere Aufgabe besteht darin, den FC in der Liga zu halten. Darauf liegt der Fokus“, ließ Heldt am Montag verlauten.

Da die Neuzugänge trotz der Vertragsauflösungen mit Christian Clemens und Frederik Sörensen weiter auf sich warten lassen, bleiben dem Sportchef im Falle einer Niederlage innerhalb der Mannschaft kaum Möglichkeiten, neue Impulse zu setzen. Das weiß auch der Trainer, der sich momentan in der schwierigsten Lage seit seiner Amtsübernahme im November 2019 befindet.

Noch aber hat es sein Team selbst in der Hand, mit einer Trendwende zur richtigen Zeit das Vertrauen in Gisdol wieder zu stärken. Die Kellerduelle gegen den FC Schalke (20.01.), die TSG Hoffenheim (24.01.) und Arminia Bielefeld (31.01.) entscheiden wohl, ob Markus Gisdol auch in Zukunft auf der Trainerbank des 1. FC Köln sitzt. (ps)

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