Letzte Chance für FC-Coach?

1. FC Köln: Trainer Markus Gisdol weiter unter Druck – Wolfsburg als nächstes Endspiel?

+
Markus Gisdol steht gegen den VfL Wolfsburg vor seinem nächsten Endspiel als FC-Coach.
  • schließen

Gegen Wolfsburg (Samstag, 15:30 Uhr) steht FC-Coach Markus Gisdol erneut mit dem Rücken zur Wand. Für den Trainer allerdings längst keine ungewohnte Situation mehr.

Köln – Wenn Markus Gisdol am Samstag gegen 15:30 Uhr auf der Gäste-Bank der Volkswagen-Arena in Wolfsburg Platz nimmt, dürfte er ganz genau wissen, was in den folgenden 90 Minuten auf dem Spiel steht: Nicht nur geht es um drei eminent wichtige Punkte für den 1. FC Köln im AbstiegskampfGisdol coacht gegen den Tabellen-Dritten auch ein Stück weit um seinen Job, wieder einmal. Nach nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen und dem Abrutschen auf Relegationsrang 16 steht der Trainer, der sich am vergangenen Spieltag mit einem Punkt gegen den Favoriten aus Dortmund dem Vernehmen nach den Job rettete, erneut unter großem Druck – genauso wie die Mannschaft, die beweisen muss, dass sie den Ernst der Lage erkannt hat.

Markus Gisdol rettete sich beim 1. FC Köln gegen Favoriten – wiederholt er das gegen Wolfsburg?

Für Gisdol und den FC, der aktuell zudem in finanziellen Problemen steckt, keine ungewöhnliche Situation – und erst recht keine unbekannte. Schon in der Hinrunde war die Partie gegen Borussia Dortmund als seine möglicherweise letzte Partie tituliert worden, es folgte ein Dreier gegen den BVB, im Anschluss ein Punkt gegen den VfL Wolfsburg. Auch die „ultimativen Abstiegs-Endspiele“ gegen Teams wie Mainz, Bielefeld oder Schalke, wo es nach einer Niederlage wieder extrem unruhig geworden wäre, wurden gewonnen – was beweist, dass der Trainer in der Lage ist, sein Team auch in schwierigen Situationen noch zu erreichen.

Dies bestätigte sich am vergangenen Spieltag gegen Borussia Dortmund, wo der FC eine engagierte Leistung zeigte und kurz vor Schluss den bitteren Ausgleich hinnehmen musste. Gegen Wolfsburg, aktuell eines der Teams der Stunde in der Bundesliga, braucht es jedoch einen ähnlichen Kraftakt wie gegen Erling Haaland und Co. – Gisdol muss den Beweis erbringen, dass sein Team diesen im Idealfall jede Woche abrufen kann. Denn nach dem Wolfsburg-Spiel stehen mit Mainz, Leverkusen und Leipzig erneut drei extrem wichtige Spiele an.

1. FC Köln vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg: Andersson und Bornauw fehlen weiterhin verletzt

Umso bedeutender, gegen die Wölfe eine gute Leistung abzurufen und sich eine breite Brust für die Partie gegen den direkten Konkurrenten Mainz zu erspielen. Mit welchem Personal Gisdol die schwere (und für ihn möglicherweise finale) Aufgabe in Wolfsburg angeht, ließ er noch nicht durchblicken – Sebastian Andersson jedenfalls ist schonmal kein Kandidat für das Duell. Der Sieben-Millionen-Einkauf hat erneut mit Knieproblemen zu kämpfen, auch Sebastiaan Bornauw wird nach seiner Rücken-OP weiterhin fehlen. So müssen andere für die Überraschung sorgen – und dann auch dafür, dass der Coach erneut seinen Kopf aus der Schlinge zieht. (mo)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion