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Gisdol vor dem Aus? 1. FC Köln schreibt traurigen Geschichtsrekord in der Bundesliga

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Von: Oliver Schmitz

Der Geschäftsführer Sport des 1. FC Kölns Horst Heldt und Cheftrainer des 1. FC Kölns Markus Gisdol sitzen mit enttäuschten Gesichtern auf der Trainer-Bank im RheinEnergie-Stadion.
Dieser Tage schaut man häufig in enttäuschte Gesichter auf der Bank des 1. FC Köln. © Thilo Schmuelgen/dpa

Mit der Niederlage gegen Union Berlin setzt der 1. FC Köln seine sportliche Talfahrt fort und sorgt mehrfach für Negativ-Schlagzeilen. FC-Trainer Markus Gisdol ist angezählt.

Köln – Der 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga ist gespielt und erneut blicken Anhänger und Verantwortliche des 1. FC Kölns auf ein enttäuschendes Wochenende zurück. Beim Heimspiel gegen Union Berlin verloren die Geißböcke mit einem uninspirierten Auftritt mit 1:2. Damit wartet der Effzeh nach rund einem Viertel der Saison weiterhin auf den ersten Sieg.

Da die Mainzer Konkurrenz gegen den SC Freiburg ihren ersten Dreier einfahren konnte, rutscht der 1. FC Köln damit auf den 17. und somit vorletzten Tabellenplatz ab. Einzig die punktgleichen Schalker stehen aufgrund eines noch schlechteren Torverhältnisses hinter dem 1. FC Köln. Der Effzeh befindet sich also wieder mal mitten im Abstiegskampf.

1. FC Köln schafft historisches: Drei Negativ-Rekorde eingestellt

Die Niederlage gegen Union sorgte vor allem auch mit Blick auf saisonübergreifende Serien für Schlagzeilen. Der 1. FC Köln stellte nämlich ganze drei Negativ-Rekorde seiner langen Bundesliga-Historie gleichzeitig ein.

Seit nun 18 Spielen am Stück wartet der Effzeh bereits auf einen Sieg und nähert sich somit Schritt für Schritt dem aktuellen Spitzenreiter Tasmania Berlin, der in der Saison 1965/66 ganze 31 Spiele in Folge sieglos blieb. Einziger Wehrmutstropfen: Aktuell befindet sich Tabellennachbar FC Schalke 04 mit 24 sieglosen Partien auf einer noch schlechteren Serie.

Auch wenn die Defensive aktuell nicht als größtes Problem gilt, kassierten die Kölner bereits zum 19. Mal in Folge ein Gegentor, was zuvor nur 1974 gelang. Und zu guter Letzt zeigt sich beim letzten Rekord vor allem die Heimschwäche des 1. FC Köln: Seit zehn Spielen wartet man auf einen Sieg im heimischen RheinEnergie-Stadion. Zuletzt war das in der Bundesliga-Saison 2005/06 der Fall und hatte letztendlich den Abstieg zur Folge. Die Statistiken sprechen aktuell also nicht wirklich für den 1. FC Köln. Fakt ist, sollte es erstmal so weiter gehen könnte es am Saisonende mit dem Klassenerhalt definitiv knapp werden.

FC-Fans verlieren die Geduld - Sind die Tage von Markus Gisdol gezählt?

Ein Blick in die sozialen Medien und Foren zeigt deutlich, dass die Anhänger des 1. FC Kölns mit ihrer Geduld am Ende sind. Viele verlangen eine Entlassung von Cheftrainer Markus Gisdol, dessen Vertrag erst im Sommer noch bis 2023 verlängert wurde.

Zuletzt erhielt Markus Gisdol zwar noch Rückendeckung aus der eigenen Mannschaft in Form von Abwehrchef Rafael Czichos, jedoch zeigt sich daran vor allem, dass sich die Spieler auch ihrer eigenen Fehler bewusst sind. So verschuldete beispielsweise Czichos gegen Union Berlin eins, wenn nicht sogar beide Gegentore und war somit einer der Hauptverantwortlichen für die Niederlage.

FC-Führung steht hinter Gisdol – Gegen Borussia Dortmund droht jedoch die nächste Pleite

In jedem Fall wird Gisdol für die Verantwortlichen des 1. FC Köln mit jeder sieglosen Partie und vor allem mit jeder weiteren Niederlage immer weniger tragbar. Ob nun eine zeitnahe Entlassung folgt ist jedoch erstmal fraglich. So stärkte die FC-Führung Gisdol zuletzt unter anderem in einem Interview mit dem Express den Rücken. Darüber hinaus wartet am kommenden Wochenende mit Borussia Dortmund ein sehr formstarker Gegner auf den 1. FC Köln, den die Verantwortlichen einem neuen Trainer bestimmt nicht gerne zum Start vorsetzen möchten. (os)

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