Rettete der Zufall Markus Gisdols Job?

Friedhelm Funkel dementiert FC-Gerüchte: „Alles Schwachsinn“

+
Friedhelm Funkel und Markus Gisdol kennen sich aus diversen Bundesliga-Duellen.
  • schließen

Die Trainer-Diskussion beim 1. FC Köln findet kein Ende. So soll Markus Gisdol wohl nur wegen einer glücklichen Fügung noch im Amt und ein Nachfolger bereits gefunden worden sein.

Update vom 25. März, 15:05 Uhr: Trainer-Routinier Friedhelm Funkel hat Gerüchte, wonach er im Fall einer Entlassung von Markus Gisdol neuer Coach des stark abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln werde, heftig dementiert. „Das ist alles Schwachsinn. Ich habe überhaupt keinen Kontakt zum 1. FC Köln“, sagte der 67-Jährige, der zuletzt bei Fortuna Düsseldorf gearbeitet und seine Fußballlehrer-Karriere für beendet erklärt hatte, bei Skysport.de.

Friedhelm Funkel: Kein Kontakt zum 1. FC Köln, aber weiter offen für Trainerstelle

Funkel weiter: „Ich habe lediglich gesagt, dass, wenn irgendjemand auf mich zukommt, ich mir das anhören werde.“ Grundsätzlich scheint Funkel aber aufgeschlossen, doch noch einmal an die Seitenlinie zurückzukehren. Der FC war am vergangenen Wochenende trotz eines 2:2 gegen Borussia Dortmund auf Relegationsplatz 16 abgerutscht.

Am Donnerstag hatte es Medienberichte gegeben, wonach Funkel im Fall einer Trennung von Gisdol erste Wahl sei. Funkel: „Aufgrund der Pandemie hat sich meine Situation ja verändert, nachdem ich gesagt habe, ich mache keinen Trainer mehr. Ich wäre ja im Normalfall irgendwo mit meiner Frau im Urlaub oder schon ein paar Mal im Urlaub gewesen, aber das geht ja alles nicht“. Wenn ein Verein anfrage, „höre ich mir das an, aber ich habe null Kontakt zum 1. FC Köln“, so der erfahrene Coach, der schon 2002/03 beim FC gearbeitet hatte. (os mit SID)

1. FC Köln: Rettete der Zufall Markus Gisdols Job? Ein Nachfolger steht wohl schon parat

Erstmeldung vom 25. März 2021

Köln – Trotz Länderspielpause kehrt beim 1. FC Köln zurzeit einfach keine Ruhe ein. Aufgrund des Abrutschens auf einen Relegationsplatz bleibt auch die Trainer-Diskussion um Markus Gisdol weiter das bestimmende Thema. Während immer mehr Fans die Entlassung des 51-Jährigen fordern, genießt er im Verein und auch bei den FC-Profis weiter viel Rückhalt. Doch die sich verschlechternde sportliche Situation lässt auch den Verantwortlichen am Geißbockheim kaum eine andere Wahl, als sich aktiv mit der Trainer-Frage zu beschäftigen. Wie es scheint, hatte man sich auch bereits auf die notwendigen Maßnahmen vorbereitet. So überstand Gisdol den vergangenen Spieltag wohl deutlich knapper als vielleicht vermutet.

1. FC Köln: Markus Gisdol stand kurz vor Rauswurf – Spielpan rettete ihn wohl den Trainer-Job

Wie der Kicker berichtet war es wohl vor allem die Terminplanung am vergangenen Bundesliga-Spieltag, die Markus Gisdol letztlich im Amt gehalten habe. Denn der 1. FC Köln hatte am Samstag und die Konkurrenten Mainz 05 und Hertha BSC erst am Sonntag gespielt. So schien die Welt bei den Geißböcken am Samstagabend noch in Ordnung, immerhin hatte man ein durchaus respektables Unentschieden gegen Borussia Dortmund geholt. Jedoch hatte man wohl nicht damit gerechnet, dass gleich beide Rivalen im Abstiegskampf am Tag darauf einen Sieg einfahren würden und so durfte Gisdol vorerst bleiben.

Offenbar wäre es aber ganz anders gekommen, wenn Mainz und Hertha ebenfalls am Samstag gespielt und gewonnen hätten. Dann wäre der 51-Jährige seinen Job nach den Aussagen des Fußball-Magazins ganz sicher losgeworden.

1. FC Köln: Friedhelm Funkel steht offenbar bereit – Peter Hermann sollte als Co-Trainer kommen

So oder so war der FC wohl auf alles vorbereitet. Denn laut Kicker sollen demnach die Gespräche mit Friedhelm Funkel als Nachfolger von Markus Gisdol bereits weit fortgeschritten gewesen sein. Der 67-Jährige war – und sei weiterhin – bereit im Notfall als „Feuerwehrmann für den FC einzuspringen. Funkel wird bereits seit geraumer Zeit als größter Favorit auf die Gisdol-Nachfolge gehandelt. Dabei hatte der erfahrene Bundesliga-Trainer vor kurzem den FC-Trainer sogar noch deutlich verteidigt. Anfang dieser Woche stellte sich dann auch noch Vereinslegende Pierre Littbarski hinter Markus Gisdol. Beide sehen die Probleme viel mehr im Kader und somit in der mangelnden Qualität der FC-Profis, gerade in der Offensive.

Für den Fall, dass Funkel aber übernommen hätte, wäre wohl auch der berühmte Peter Hermann als Co-Trainer mit von der Partie gewesen. Doch es kam anders und der 69-Jährige ging stattdessen zurück an seine alte Wirkungsstätte Bayer Leverkusen. Dort assistiert er nun Hannes Wolf, dem Trainer-Nachfolger des kürzlich entlassenen Peter Bosz. Falls Funkel also doch noch kommen sollte, müsste er sich nach einem neuen Co-Trainer umschauen oder vielleicht auch André Pawlak behalten, mit dem der FC erst Ende letzten Jahres den Vertrag verlängert hatte. (os)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion