Was ist los beim Neuzugang?

1. FC Köln: Max Meyer wartet auf seine Chance – muss sich jedoch erstmal hinten anstellen

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Bislang bleibt Max Meyer beim 1. FC Köln nur der Platz auf der Bank oder der Tribüne.
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Beim 1. FC Köln wollte Max Meyer (25) seine ins Stocken geratene Karriere wieder in Schwung bringen – aktuell scheint er bei Markus Gisdol aber außen vor.

Köln – Das Wichtigste sei es nun, Spielpraxis zu sammeln und dem 1. FC Köln dabei zu helfen, die Klasse zu halten – mit diesen Worten stellte sich FC-Neuzugang Max Meyer nach Verkündung seiner Verpflichtung vor. Rund einen Monat später jedoch lässt sich nicht wirklich ein positives Zwischenfazit ziehen: Erst einen Kurzeinsatz in der Bundesliga (beim 3:1 des 1. FC Köln gegen Bielefeld) steht für Meyer bislang zu Buche, nur beim blamablen Pokal-Aus in Regensburg durfte er über einen längeren Zeitraum ran (inklusive Verlängerung 75 Minuten). Keine Zahlen eines ehemaligen Nationalspielers, der mit 25 Jahren durchaus noch Entwicklungsspielraum zu haben scheint – warum also bekommt er beim 1. FC Köln bislang noch kein Bein auf den Boden?

NameMax Meyer
Geboren am18. September 1995
Größe1,73 Meter
PositionMittelfeld
Im Verein seit27. Januar 2021

Ex-Schalker Max Meyer kommt beim 1. FC Köln nicht in Tritt – das sind die Gründe

Dafür gibt es gleich eine Vielzahl von Gründen – der erste, so hart das klingt, ist Meyer selbst. Als er im DFB-Pokal beim Stand von 2:2 eingewechselt wurde, sorgte das weder für eine Stabilisation des FC-Mittelfelds, noch für neue Ideen in der Offensive – beides Baustellen, für die der Ex-Schalker explizit geholt worden war. Natürlich braucht Meyer nach seiner zuletzt schwierigen Phase bei Crystal Palace noch eine Menge Zeit, um wieder an die alte Form anknüpfen zu können. Zeit jedoch ist beim 1. FC Köln im Abstiegskampf ein extrem kostbares Gut, von dem die Geißböcke nicht allzu viel besitzen.

So setzt Markus Gisdol aktuell auf Spieler, die ihre vermeintliche Top-Form nicht erst noch erreichen müssen – was gerade auf Meyers Position den nächsten Rückschlag für den 25-Jährigen bedeutet. Mit dem aktuell nicht wegzudenkenden Elvis Rexhbecaj, Kilometerfresser Ellyes Skhiri und dem defensiv stärkeren Salih Özcan sind die drei Mittelfeldpositionen im System von Markus Gisdol besetzt, zudem steht (bei voller Fitness) logischerweise auch Kapitän Jonas Hector in der Hierarchie vor Meyer. So bleibt ihm trotz Personalsorgen in anderen Mannschaftsteilen (Abwehr, Angriff, Außenbahn) im Mittelfeld nur die Rolle als Ergänzungsoption.

Max Meyer wird beim 1. FC Köln noch seine Chance erhalten – muss dann jedoch liefern

Keine Frage: Die Qualitäten der neuen Nummer 13 der Geißböcke sind unbestritten, auch im Abstiegskampf kann ein eher filigran veranlagter Fußballer einem vor allem auf Kampf ausgelegten Team helfen. Das zu zeigen, darauf wird auch Meyer, der sich für einen neuen Vertrag nach der Spielzeit empfehlen will, brennen. Die nächste Chance wird kommen, dann jedoch muss der Mittelfeldmann sie nutzen. Damit er bei der Mission des 1. FC Köln, die Klasse zu halten, auch wirklich eine echte Hilfe sein kann. (mo)

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