Hoffnungsträger für den 1. FC Köln

England-Abenteuer und Köln-Kumpel: So tickt FC-Neuzugang Max Meyer

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Max Meyer absolvierte am Mittwoch seine erste Trainingseinheit im FC-Dress.
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Mit Max Meyer wechselt ein spielstarker Mittelfeldmann zum 1. FC Köln – der seiner zuletzt ins Stocken geratene Karriere in der Bundesliga einen neuen Schub geben will.

  • Mit Max Meyer verstärkt ein Bundesliga-erfahrener Profi das Team des 1. FC Köln
  • Der Transfer-Hammer birgt für die Kölner ein überschaubares, finanzielles Risiko
  • In der Mannschaft des 1. FC Köln trifft Max Meyer auf einen langjährigen Kumpel

Köln – Nein, im Ruhrgebiet wird man Max Meyer nicht zwingend in positiver Erinnerung behalten haben. Was weniger mit den Leistungen des heute 25-Jährigen in insgesamt neun Jahren beim FC Schalke 04 zu tun hat – sondern mit dem mehr als unrühmlichen Abgang Meyers. So machte im Sommer vergangenen Jahres vor allem sein Vater Hans-Joachim Meyer Schlagzeilen, weil dieser in einem Lamborghini sitzend ein Video postete, in dem er sich über den „Pleiteklub“ Schalke 04 lustig macht. Sohn Max distanzierte sich rasch von diesen Aussagen – vergessen wird man seiner Familie diesen verbalen Ausrutscher im „Pott“ allerdings wohl nicht mehr.

Bei der Hymne bekommt man auch als gegnerischer Spieler eine Gänsehaut

Max Meyer nach seiner Vorstellung beim 1. FC Köln

1. FC Köln: Neuzugang Max Meyer einst von Berater als „Weltklassespieler“ betitelt – zeigt er das beim FC?

Weshalb Meyer nach seinem England-Abenteuer (er lief, mal mehr mal weniger, von 2018 bis 2021 für Crystal Palace in der Premier League auf) nun in Köln die Möglichkeit auf Rehabilitation vorfindet – eine Aufgabe, auf die er sich sichtlich freut. „Schon als Spieler des gegnerischen Teams habe ich bei der Hymne immer Gänsehaut bekommen“, erzählt er im ersten Video nach seiner Verpflichtung. Der 25-Jährige möchte in Köln die für ihn schwere Zeit der vergangenen Jahre vergessen machen. So kommt er in seiner Zeit bei Crystal Palace lediglich auf insgesamt 46 Spiele in der Premier League, stand 2020/21 überhaupt nicht in Englands höchster Spielklasse auf dem Platz.

Nach seinem Wechsel gen England hatte ihn sein Berater Roger Wittmann als „Weltklassespieler“ betitelt – die im Anschluss eher dürftigen Leistungen in England waren demnach ein gefundenes Fressen für die Kritiker. Dass es für Meyer in Köln besser läuft, dafür soll auch einer seiner besten Kumpels verantwortlich sein: Mit BVB-Leihgabe Marius Wolf, der aus der Elf von Markus Gisdol nicht mehr wegzudenken ist, verbindet den Mittelfeldregisseur eine tiefe Freundschaft. Beide zeigten sich bereits gemeinsam auf Instagram und waren auch bei den ersten Trainingseinheiten Meyers mit seinem neuen Team kaum voneinander zu trennen. Gemeinsam mit Neuzugang Emmanuel Dennis, den der FC am Montag verpflichtete, soll Kölns neue Nummer 13 das Offensivspiel ankurbeln.

Der Transfer von Max Meyer birgt für den 1. FC Köln ein überschaubares finanzielles Risiko

Ein Zeichen, dass der oftmals etwas arrogant wirkende 25-Jährige während der nicht immer leichten Zeit in England etwas mehr Demut gelernt hat, könnte dabei die Tatsache sein, dass der Transfer überhaupt zu Stande kam. „Der Wechsel zum FC wurde nur möglich, weil Max uns in finanzieller Hinsicht extrem entgegengekommen ist“, wird Geschäftsführer Horst Heldt, der Meyer aus gemeinsamen Schalker Zeiten kennt, zitiert. So wird ein finanziell überschaubares Risiko des 1. FC Köln für Max Meyer zur großen Chance zur Rehabilitation. Und das geht in Köln nach den Ereignissen der Vergangenheit sicher leichter als in Gelsenkirchen...(mo)

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