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1. FC Köln: Vor dem Pokal in Jena – Torgefahr gesucht

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Von: Max Dworak

Anthony Modeste während eines Torschusses beim Training am Donnerstag.
Anthony Modeste steht im DFB-Pokal gegen den FC Carl Zeiss Jena voraussichtlich in der Startelf. Unumstritten ist er dennoch nicht. © Herbert Bucco/Imago

Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena beschäftigt sich Coach Steffen Baumgart erneut mit seinem Angriff. Ein treffsicherer Mittelstürmer fehlt.

Köln – Seit Jahren ist es eine der großen Problem-Positionen im Kölner Kader: Der 1. FC Köln und sein Sturm. Mit mageren 34 Toren aus 34 Spielen verabschiedete der FC sich letzte Saison fast aus der 1. Bundesliga, konnte die Klasse nur über die Relegation halten. Das ist zu wenig, wenn man bedenkt, dass Trainer Steffen Baumgart nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun haben möchte: „Wenn wir Zehnter oder Elfter werden, haben wir den Klassenerhalt auch geschafft. Ich will nicht über Abstiegskampf reden, es geht um den größtmöglichen Erfolg.“

1. FC Köln: Ein zuverlässiger Knipser fehlt

Auch wenn Anthony Modeste in den Vorbereitungsspielen seine Klasse mehrfach unter Beweis stellen konnte, darf jedoch die Frage erlaubt sein, ob der 33-Jährige seine Topform jemals wiederfinden wird. In 17 Pflichtspielen der abgelaufenen Saison, von denen der Franzose neun für den FC und acht als Leihspieler für AS St. Etienne bestritt, schoss der Stürmer lediglich ein Tor. Dennoch zeigt seine Berufung in den neu gewählten Mannschaftsrat der Kölner, dass man weiter an ihn glaubt.

Neuzugang Mark Uth, der bereits in der Saison 2019/20 das FC-Trikot trug, spielte wie Modeste eine gute Vorbereitung und konnte insgesamt drei Buden in den Testspielen erzielen. Ob diese Personalie dem FC vorne die absolute Durchschlagskraft beschert, darf ebenfalls angezweifelt werden. Das dritte Sorgenkind im Bunde, Sebastian Andersson, plagt sich weiterhin mit Knie-Problemen herum und wird dem FC vorerst nur als Nachrücker von der Bank zur Verfügung stehen.

Youngster Thielmann und Oldie Modeste sollen es richten

Obwohl Youngster Jan Thielmann bevorzugt über die rechte Außenbahn kommt, wird der 19-Jährige gegen den FC Carl Zeiss Jena mit hoher Wahrscheinlichkeit als Mittelstürmer beginnen. Mit sechs Scorerpunkten, die er in der letzten Spielzeit sammelte, strahlte er zuweilen mehr Torgefahr als seine Kollegen im Sturmzentrum aus.

Traut man die jüngsten Aussagen von Trainer Steffen Baumgart, so wird der 1. FC Köln mit dem Duo Modeste/Thielmann in das Pokalspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena gehen: „So wie es aussieht, werden die beiden anfangen [...] Was das Läuferische angeht, gibt es immer noch einen Unterschied zwischen Jan und ihm, das wird immer so sein. Aber wenn wir es schaffen, Tony in Abschlusspositionen zu bringen, hat er eine Qualität, die wir brauchen.“

1. FC Köln: Weitere Optionen für die Spitze gesucht

Der FC wird bis zum Ende der Transferperiode versuchen, einen weiteren Angreifer zu verpflichten. Auch wenn Spieler wie Mittelfeldmann Ondrej Duda diese Position ausfüllen könnten, brauchen die Kölner wohl einen weiteren Stoßstürmer als Alternative. Möchten die Geißböcke sich nicht nur nach ablösefreien Möglichkeiten umsehen, müssten zunächst Streichkandidaten wie Louis Schaub verkauft werden. Ein möglicher Abgang von Star-Spieler Ellyes Skhiri, der in diesem Falle rund 15 Millionen Euro einbringt, könnte die Stürmersuche deutlich vereinfachen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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