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1. FC Köln: Heute vor 31 Jahren – Schmerzhafter Abschied von „Mucki“ Banach

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Von: Robin Josten

Maurice Banach mit nachdenklichem Gesicht.
Maurice „Mucki“ Banach im Trikot des 1. FC Köln. Neben ihm steht ein Spieler vom FC St. Pauli. (Foto: 16.11.1990) © WEREK/IMAGO

Vor 31 Jahren verunglückte Maurice „Mucki“ Banach bei einem Autounfall. Der Tod des FC-Stürmers versetzte ganz Deutschland in Schockzustand.

Köln – Wir schreiben den 17. November 1991, als Maurice „Mucki“ Banach sich auf den Weg von Münster nach Köln macht. Sein Ziel: Das Training des 1. FC Köln. Auf der A1 in der Nähe von Remscheid passiert dann ein Unglück, welches jeden FC-Fan noch bis heute erschüttert: Vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit kommt sein Wagen von der Fahrbahn ab, prallt gegen einen Brückenpfeiler – und geht in Flammen auf. Die genauen Umstände des Unfalls konnten nie aufgeklärt werden – die traurige Nachricht bestätigte sich jedoch kurz darauf. Der so talentierte FC-Stürmer hatte sein Leben verloren.

Das ausgebrannte Auto von Mucki Banach.
Schreckliches Foto: Das Auto von Banach brannte nach dem Unfall komplett aus. (Aufnahme vom 17.11.1991) © Rainer Dahmen / IMAGO

Der Unfall von Mucki Banach ereignet sich am Tag nach einem FC-Auswärtsspiel beim FC Schalke 04. Banach hatte mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln vereinbart, nach dem Spiel nicht direkt mit der Mannschaft nach Köln zu reisen, sondern seine Verwandtschaft in Münster zu besuchen. Dort bleibt er bis zum nächsten Tag, bis das Unglück seinen Lauf nimmt. Der ruhige, besonnene, zurückhaltende, aber zugleich fröhliche Banach wurde nur 24 Jahre alt, hinterließ Ehefrau Claudia und zwei Söhne.

FC-Coach Jörg Berger war „fassungslos“ – ganz Deutschland trauert

Als dem damaligen FC-Coach Jörg Berger die Nachricht seines verunglückten Spielers von zwei Polizisten überbracht wird, ist er fassungslos. „Ich konnte nichts mehr denken, musste erstmal in die Kabine und mich sammeln. Es war schrecklich, ein absoluter Schockzustand“, zitiert Spiegel online den Trainer. Auch Mannschaftskamerad Pierre Littbarski ist vollkommen geschockt: „Wenn man eine solche Nachricht erhält, erkennt man die Dimensionen außerhalb des Sports.“

Aber nicht nur in Köln, sondern in ganz Deutschland wird im Winter 1991 und weit darüber hinaus um Banach getrauert. Der damalige Hertha-Trainer Falko Götz trifft es mit seinen Worten auf den Punkt: „Mucki war bei allen sehr beliebt und wurde schnell zum Stimmungsmacher. Ich kann das alles noch gar nicht glauben, was geschehen ist.“

Bundesliga-Partie des 1. FC Köln abgesagt

Das war Maurice „Mucki“ Banach

Geburtsdatum: 9. Oktober 1967 (Münster)

Spieler beim 1. FC Köln: 1990-1991 (49 Spiele, 24 Tore)

Todesdatum: 17. November 1991 (in der Nähe von Remscheid)

Begraben: Zentralfriedhof in Münster

Drei Tage nach dem Unfall gibt es zu Ehren des Verunglückten beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft eine Schweigeminute. Das nächste Bundesligaspiel des 1. FC Köln gegen Dynamo Dresden wird sogar abgesagt. Nicht nur auf emotionaler, sondern auch auf sportlicher Ebene ist der Tod von Banach ein schrecklicher Verlust, der Schmerz hält bei vielen an. Genauso die Frage, wohin es für „Mucki“ einmal hätte gehen können. Denn nicht umsonst adelt der damalige Bundestrainer Berti Vogts: „Mucki gehört im Strafraum zu den Allerbesten.“ Und wir bei FC-Fans für immer unvergessen bleiben. (rj) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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