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1. FC Köln kassiert deutliche Pleite gegen Bayern München – Rekordmeister gnadenlos effizient

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Von: Oliver Schmitz

Der Torjubel des FC Bayern München zum 4:1 gegen den 1. FC Köln
Die Niederlage des 1. FC Köln bei Bayern München fiel am Ende zu hoch aus. © IMAGO/Jan Huebner

Im Duell gegen den FC Bayern München hat der 1. FC Köln eine erwartbare, wenn auch zu hohe Niederlage kassiert. Die Geißböcke waren trotz des 1:5 nicht völlig chancenlos.

Köln/München – Am Ende war es dann doch deutlich. Der 1. FC Köln verlor beim Tabellenersten aus München mit 1:5 und schaffte es damit auch nach über zehn Jahren nicht, einen Sieg gegen den FC Bayern zu holen. Trotz des Ergebnisses hatten die Geißböcke durchaus einige Chancen, doch der Bundesliga-Primus war gnadenlos effizient.

1. FC Köln gegen Bayern München: Harmlose erste Hälfte für FC – Drexler verballert Riesenchance

Die erste Halbzeit lief aus Sicht der Bayern ziemlich planmäßig. Nach 18. Minuten durfte der Gastgeber dank Choupo-Moting erstmals jubeln. Leroy Sané setzte sich auf dem rechten Flügel durch, passte zu Goretzka – und dessen gefühlvolle Flanke köpfte Choupo-Moting zu seinem ersten Bundesliga-Tor seit über vier Jahren ein – es stand 1:0. In der 34. Spielminute war dann Weltfußballer Robert Lewandowski zur Stelle und erhöhte ansehnlich auf 2:0 für den Rekordmeister. Die Kölner fanden dabei absolut keinen Zugriff aufs Spiel und blieben in den ersten 45. Minuten ohne eigenen Torschuss. Offensivaktionen? Fehlanzeige.

Doch der 1. FC Köln gab sich nicht geschlagen und präsentierte sich trotz einem enttäuschenden Start als nie aufgebender Gegner. In der 49. Minute waren sich Jérôme Boateng und David Alaba nicht einig, was Ellyes Skhiri gandenlos ausnutzte und zum 1:2 Anschlusstreffer für den FC traf. So schön die Münchner Angriffe anzusehen waren, blieben also die Anfälligkeiten in der Defensive. Dadurch gewann die Partie wieder an Spannung und die Geißböcke an Mut.

Jedoch sorgte Thomas Müller in der 65. Minute für den Stimmungsdämpfer und traf zum 3:1. Nichtsdestotrotz blieb der FC dran und aufgrund eines Fehlers von Manuel Neuer hätte es nochmal eng werden können. Der Nationaltorwart verlor bei einem Dribbling den Ball an Dominick Drexler, der aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten des leeren Tores traf und damit eine Riesenchance vergab. Die Geißböcke versuchten es weiter, kamen aber nicht mehr gefährlich vors Münchener Tor. Dafür erwiesen sich die Bayern auf der Gegenseite äußerst effizient und machten es durch zwei Treffer von Serge Gnabry (82. und 86.) am Ende doch noch deutlich.

FC-Trainer Markus Gisdol: „Wir sind heute unter Wert geschlagen worden“

Für FC-Trainer Markus Gisdol fiel der Bayern-Sieg zu hoch aus: „Wir haben einen verdienten Sieg von Bayern München gesehen. Er ist aber zu hoch ausgefallen. Wir sind heute unter Wert geschlagen worden. Mit etwas Glück hätten wir das Spiel enger gestalten und vielleicht sogar an mehr schnuppern können. Aber Bayern war heute sehr effektiv und hat die wenigen Fehler, die wir angeboten haben, wirklich konsequent ausgenutzt“.

Unglücksrabe Dominick Drexler hadert derweil mit seiner nicht genutzten Chance: „Es ist sehr bitter. Wenn wir das 3:2 gemacht hätten, hätten wir auf einen Lucky Punch lauern können. In der Situation wollte ich erst direkt schießen, habe den Ball aber doch nochmal ein Stück mitgenommen. In so einem Moment gehen einem tausend Gedanken durch den Kopf. Den muss ich machen“.

Auch Kölns bester Mann Ellyes Skhiri gibt sich selbstkritisch: „Wir sind gut in die zweite Hälfte gestartet und hatten einige Situationen, in denen wir hätten treffen können. Wir können daraus lernen, vor allem daraus, wie wir die zweite Hälfte begonnen haben. Im ersten Durchgang haben wir zu viele Bälle in gefährlichen Zonen verloren und nach unserem Tor zum 1:2 haben wir nicht genug aus unseren Möglichkeiten gemacht“.

Durch die Niederlage in München wartet der 1. FC Köln nun schon seit drei Spielen auf Punkte in der Bundesliga und muss somit weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Zuvor verloren die Kölner gegen Eintracht Frankfurt und den VfB Stuttgart. Kommendes Wochenende wartet Werder Bremen. (os mit dpa)

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