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1. FC Köln: Kämpft sich Niklas Hauptmann noch mal zurück?

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Von: Max Dworak

Seit Anfang Oktober 2021 ist Niklas Hauptmann wieder im Mannschaftstraining des 1. FC Köln.
Seit Anfang Oktober 2021 ist Niklas Hauptmann wieder im Mannschaftstraining des 1. FC Köln. © Herbert Bucco/Imago

Mehr als drei Monate stand Niklas Hauptmann nicht auf dem Rasen. Beim Kölner PSD-Cup spielte der FC-Kicker erstmals wieder. Findet er wieder zu alter Form?

Köln – Bereits am 10. September 2021 sah man am Geißbockheim einen Spieler wieder, den man eine gefühlte Ewigkeit nicht zu Gesicht bekam: Niklas Hauptmann. Aufgrund einer bis dato nicht öffentlich gewordenen Erkrankung hatte der 25-Jährige monatelang nicht mehr mit den Profis des 1. FC Köln trainiert. Seit einigen Tagen tastet sich der Mittelfeldspieler wieder langsam heran und konnte beim Kölner PSD-Cup Spielpraxis sammeln.

1. FC Köln: Niklas Hauptmann durfte gegen Viktoria Köln ran

Während viele FC-Profis für die Landerspiel-Pause abgestellt wurden, konnte Trainer Steffen Baumgart einige Nicht-Nationalspieler in seinem Kader testen. So hatte auch Niklas Hauptmann endlich wieder Gelegenheit, für die Domstädter auf dem Platz zu stehen. Beim PSD-Cup am 8. Oktober 2021 bekam „Haupe“ gegen Drittligist Viktoria Köln ganze 30 Minuten Einsatzzeit. Sein Coach freute sich überdies, dass sein Schützling wieder kicken kann: „Haupe hat sehr, sehr lange gefehlt. Diese Woche hat er sehr gut trainiert, das erste Mal mit der Mannschaft. Da waren viele Aktionen dabei, wo wir gesagt haben, dass er das Spiel machen kann. Das ist wichtig für ihn, Training und Wettkampf sind schon ein Unterschied. Das fand ich einfach insgesamt gut.“

1. FC Köln: Wie geht es für Niklas Hauptmann weiter?

Ob sich der Sohn von Vereinslegende Ralf Hauptmann (absolvierte von 1993 bis 2001 mehr als 200 Pflichtspiele für den FC) jedoch wieder in den Bundesliga-Kader kämpfen kann, ist ungewiss. Im Sommer 2018 wechselte der damals 22-Jährige von Dynamo Dresden zum 1. FC Köln und war mit einer Ablösesumme von 3,4 Millionen Euro der drittteuerste Einkauf des Vereins in dieser Transferperiode.

Was danach folgte, war für die Entwicklung des jungen Spielers ein herber Rückschlag: Im Februar 2019 verletzte sich Hauptmann am Knie, darauf folgten weitere Ausfälle durch Trainingsrückstand, Leistenbeschwerden oder eine Lungenentzündung. Auch das Coronavirus machte vor dem Profi nicht Halt. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt der vor drei Jahren mit großen Erwartungen verpflichtete Kicker in zwei Spielzeiten – die Saison 2020/21 verbrachte er leihweise bei Holstein Kiel – auf gerade einmal 12 Einsätze (alle in der 2. Bundesliga) und eine Vorlage für den 1. FC Köln.

Gänzlich abschreiben sollte man den schlaksigen Mittelfeldspieler allerdings nicht. Benno Schmitz ist wohl eine Paradebeispiel dafür, dass es durch harte Arbeit möglich ist, sich trotz schwerem Stand bei Steffen Baumgart in den Fokus zu spielen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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