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1. FC Köln: Wie geht es mit Özcan, Modeste und Andersson weiter?

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Von: Max Dworak

Sebastian Andersson, Salih Özcan und Anthony Modeste stehen mit fokussiertem Blick nebeneinander.
Sebastian Andersson (links), Salih Özcan (Mitte) und Anthony Modeste (rechts) stehen vor einer ungewissen Zukunft. © eu-images/Imago

Mit Andersson, Modeste und Özcan hat der 1. FC Köln gleich drei Spieler, deren Verträge 2023 auslaufen. Schon bald muss der Verein daher Klarheit schaffen.

Köln – Beim 1. FC Köln läuft es blendend. Der Traditionsklub vom Rhein verweilt derzeit auf Rang sieben der Bundesliga-Tabelle und wird nach der Länderspielpause gegen Union Berlin (1. April) versuchen, sich weiter dem Projekt „Europa League“ zu widmen. Zur nächsten Saison müssen jedoch einige personelle Fragen geklärt werden, da die Verträge dreier wichtiger Profis nur noch ein Jahr Gültigkeit besitzen.

1. FC Köln möchte Salih Özcan Mega-Vertrag vorlegen

Salih Özcan ist seit der Amtsübernahme von Steffen Baumgart eine tragende Säule beim 1. FC Köln geworden. Spätestens seit dem achten Spieltag der aktuellen Spielzeit macht der 24-Jährige mächtig Eigenwerbung und versetzt die Fans auf den Rängen Woche für Woche in Staunen. Auch das Portal transfermarkt.de passte den Marktwert des Sechsers nun entsprechend an: Mit sieben Millionen Euro ist Özcan nun der zweitwertvollste Kicker im FC-Kader nach Ellyes Skhiri (13 Millionen Euro).

Intern arbeitet man bereits an einer Ausweitung des Arbeitspapiers, wie Interims-Sportchef Jörg Jakobs jüngst gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger verriet: „Du musst Salih eine entsprechende Vertragsverlängerung und andere Bezüge anbieten, und da muss man ein gewisses Risiko eingehen.“ So soll der Spieler zu einem der Top-Verdiener des Vereins aufsteigen und in Zukunft möglicherweise sogar die Nachfolge von Kapitän Jonas Hector antreten. Im Winter gab es vereinzelt Gerüchte über das Interesse des Premier League Klubs Leeds United, im Sommer dürften weitere Vereine ihre Fühler nach Özcan ausstrecken.

1. FC Köln: Anthony Modeste – Verein zeigt sich gelassen

Auch der Vertrag des 15-Tore-Mannes Anthony Modeste läuft im Sommer 2023 aus, sollte er nicht entsprechend erneuert werden. Mit mehr als drei Millionen Euro Gehalt – so zumindest die Schätzungen diverser Quellen – ist der Franzose einer der teuersten Kicker im Team. Aufgrund seines Alters müssen sich die Verantwortlichen allerdings bald Gedanken machen, wie und ob es mit ihrer Lebensversicherung weitergeht. So sagte Jakobs diesbezüglich: „Unsere Meinung ist bekannt, wir sind da ganz klar. Es ist nicht der Zeitpunkt, eine Vertragsverlängerung öffentlich zu fordern. Die Gespräche bleiben intern.“

Im Winter zeigte zumindest der saudische Erstligist Al-Hilal konkretes Interesse am Franzosen und lockte den Ausnahmeknipser scheinbar mit einem „unmoralischen Angebot“, wie es von FC-Seite hieß. Ein Abschied von Modeste ist demnach nicht so unrealistisch, wie es viele Fans vielleicht gerne hätten.

Sebastian Andersson: Seine letzte Spielzeit beim 1. FC Köln?

Sebastian Andersson, der dritte Wackelkandidat, könnte überdies der wahrscheinlichste Abgänger in diesem Sommer sein. Wie Modeste wurde auch der Schwede bei seiner Unterschrift am Geißbockheim im September 2020 mit einem üppigen Gehalt belohnt. Das Problem bei der Causa Andersson: Der 30-jährige Mittelstürmer weiß selten zu überzeugen und konnte diese Saison erst drei magere Törchen in 25 Bundesliga-Spielen erzielen. Obwohl ihm zuletzt beim 1:1-Remis gegen Borussia Dortmund ein wichtiger Treffer gelang, ist sein Verbleib über diese Liga-Periode hinaus alles andere als gesichert.

Schon im August letztes Jahres liebäugelte der Ex-Unioner mit einem Wechsel, der Transfer zum türkischen Erstligisten Antalyaspor scheiterte allerdings auf der Zielgeraden. Sollte der FC in nächster Zeit einen Interessenten ausfindig machen, wird man sich ein potenzielles Angebot sicher anhören, um eventuell noch ein wenig Geld in die leeren Vereinskassen zu spülen. (md) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Rheinland, NRW passiert – hier den kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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