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1. FC Köln zu harmlos – Fehlende Offensivpower bei 0:1-Pleite gegen den VfB Stuttgart

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Von: Benjamin Stroka

Kölns Emmanuel Dennis (r) streicht sich über die Waden.
Der 1. FC Köln blieb auch gegen den VfB Stuttgart ohne eigenes Tor. © Rolf Vennenbernd/dpa

Der 1. FC Köln kassierte gegen den VfB Stuttgart die zweite Bundesliganiederlage in Folge und verpasste damit die Chance, sich im Abstiegskampf abzusetzen.

Köln – Der 1. FC Köln kann einfach keine Heimspiele mehr gegen den VfB Stuttgart gewinnen. Zum elften Mal in Folge blieb der Effzeh zu Hause ohne Sieg gegen die Schwaben. Der letzte Erfolg liegt schon über 20 Jahre zurück. Durch die 0:1-Niederlage am Samstag (20. Februar) bleibt das Team von Trainer Markus Gisdol auch nach dem 22. Spieltag im unteren Tabellendrittel.

1. FC Köln: Früher Rückschlag in der zweiten Halbzeit

Es war von Beginn an eine sehr zähe Partie in Köln. Beide Teams standen zunächst defensiv gut, konnten aber bei frühlingshaften Temperaturen im RheinEnergie-Stadion nur selten Offensivakzente setzen. In der ersten Hälfte hatte Köln noch die beste Chance, doch Ondrej Duda schickte den Ball aus rechter Strafraumposition zu ungenau über den Stuttgarter Kasten.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel besser. Das lag in den ersten Minuten aber vor allem am VfB Stuttgart. In der 49. Minute bescherte den Schwaben ein Freistoß aus dem Halbfeld dann auch die 1:0-Führung. Sasa Kalajdzic stieg mit seinen zwei Metern Körpergröße deutlich höher als Kölns Ellyes Skhiri und köpfte unhaltbar zum Tor des Tages ein. Es war bereits der zehnte Saisontreffer für den österreichischen Mittelstürmer.

1. FC Köln: Öczans Lattenkracher ist die beste Möglichkeit zum Ausgleich

Der Effzeh musste nun mehr in die Offensive investieren, aber das schaffte auch Räume für Konter. Doch zweimal scheiterte Stuttgarts Silas Wamangituka an Timo Horn, der die Kölner mit starken Paraden im Spiel hielt. Als Markus Gisdol in der 69. Minute mit einem Doppelwechsel Max Meyer und Salih Özcan brachte, gab das dem Kölner Spiel einen merklichen Schub.

Schon kurz nach seiner Einwechslung glänzte Meyer mit einem wunderschönen Steilpass auf Emmanuel Dennis. Doch der vergab die gute Chance aus kurzer Entfernung und ließ die schöne Koproduktion der beiden Winterneuzugänge damit unbelohnt. Die beste Chance zum Ausgleich hatte der Effzeh in der 77. Minute. Der ebenfalls eingewechselte Özcan fasste sich aus 20 Metern ein Herz, aber sein satter Distanzschuss krachte an die Latte.

In der Schlussphase beschränkte sich Stuttgart vor allem auf die Defensive, doch der Effzeh kam nicht mehr zwingend vors Tor. Ein paar harmlose Chancen in den letzten Minuten waren zu wenig, um die Niederlage noch abzuwenden.

FC-Trainer Gisdol: „Hatten viele technische Fehler“

„Wir haben in der ersten Hälfte gut verteidigt, hatten aber nach Balleroberungen viele technische Fehler“, sagte FC-Trainer Markus Gisdol nach dem Spiel. „In Hälfte zwei haben wir die in der Pause angesprochenen Dinge besser umgesetzt. Du musst aber aus den wenigen klaren Chancen was machen. (...) Dass wir im Sturmbereich insgesamt nicht die Torjäger haben, bedeutet, dass wir uns jedes Spiel die Chancen hart erarbeiten müssen. Das ist unser Los diese Saison. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Auch Verteidiger Rafael Czichos äußerte sich nach der Partie kritisch: „Wir wollten das Spiel eng gestalten und den Stuttgartern nicht zu viel Raum geben. Das haben wir sehr gut gemacht. Aber bis auf eine Torchance war nicht viel dabei und das reicht nicht.“

Es war nach dem 0:2 in Frankfurt die zweite Niederlage in Folge. Der Effzeh bleibt auf Platz 14 in der Bundesliga und hat weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 (Arminia Bielefeld). Allerdings haben sowohl der 15. Hertha BSC als auch Bielefeld ein Spiel weniger auf dem Konto als Köln.

Für das Team von Markus Gisdol wartet nun am nächsten Wochenende eine echte Mammutaufgabe. Am Samstag (27. Februar, 15:30 Uhr) trifft der 1. FC Köln auswärts auf den Tabellenführer Bayern München. (bs)

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