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Klub von Ex-FC-Coach Stöger versinkt im Chaos – kehrt er nach Köln zurück?

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Peter Stöger beim Spiel von Austria Wien gegen den Wolfsberger AC.
Peter Stöger gehört zu den erfolgreicheren Trainern der FC-Geschichte. © GEPA pictures/Mario Kneisl/Imago

Peter Stöger hat bei den Fans des 1. FC Köln immer noch einen Stein im Brett. Stögers aktueller Verein Austria Wien versinkt im Chaos. Kommt es zur Rückkehr?

Köln – Turbulente Zeiten für Peter Stöger bei seinem Heimatklub Austria Wien: Der Traditionsverein hat für die kommende Saison keine Lizenz erhalten – als einziger der zwölf Klubs in der österreichischen Bundesliga. Das teilte der Senat 5 mit und führte finanzielle Gründe an.

„Die betroffenen Klubs haben in der zweiten Instanz die Möglichkeit, die erforderlichen Nachweise zu erbringen“, sagte Ligaboss Christian Ebenbauer. Bis zum 21. April hat die Austria nun Zeit, diese Nachweise zu liefern, ansonsten droht der Zwangsabstieg.

1. FC Köln: Ex-Trainer Peter Stöger hört bei Austria Wien auf

Peter Stöger ist seit 2019 wieder beim 24-maligen österreichischen Meister unter Vertrag, den er auch schon 2005 bis 2006 und 2012 bis 2013 betreute. Zuerst übernahm er den Posten des Sportvorstands, seit dieser Spielzeit ist er auch wieder Cheftrainer. Doch mit der Doppelbelastung ist im Sommer Schluss. Stöger wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern, wie er in einem Sky-Interview bekanntgab.

Über die Gründe für seinen Abgang wollte sich Stöger nicht äußern. „Es sind einige Dinge, die zu dieser Entscheidung geführt haben, es geht um verschiedene Rahmenbedingungen“, so Stöger. Demnach habe es mehrere Versuche gegeben, ihn umzustimmen. Erfolglos. „Ich mag nicht noch einmal drei, vier Tage diskutieren. Wir haben lange genug gesprochen“, stellte der 55-Jährige klar. Laut österreichischen Medien könnte die fehlende sportliche Perspektive bei Austria der Grund sein.

Peter Stöger äußert sich zu Engagement beim 1. FC Köln

Zu einem erneuten Engagement beim 1. FC Köln sagte Stöger: „Es gibt momentan nichts.“ Trotzdem träumen Teile der Fans schon von einer Rückkehr. Schließlich gehört seine Zeit beim FC zu den erfolgreichsten des Klubs. Zwischen 2013 und 2017 betreute Stöger den FC in 168 Pflichtspielen. Gleich in der ersten Saison schaffte er mit dem Geißbock-Klub den Aufstieg in die Bundesliga. 2017 führte er die Mannschaft sogar in die Europa League. Am 3. Dezember 2017 wurde er nach zwölf sieglosen Spielen entlassen. Dennoch ist er mit 1615 Tagen im Amt der Trainer mit der längsten Dienstzeit beim 1. FC Köln – noch vor Legende Hennes Weisweiler (1384 Tage).

Anfang März erklärte Stöger im Podcast Kicker meets Dazn, dass er nach wie vor „mit relativ vielen Spielern, aber auch Teambetreuern oder Physios“ aus der damaligen Zeit in Kontakt stehe. Er sprach von einer „außergewöhnlichen Zeit“ und erklärte mit Blick auf die Krise zum Schluss seiner Amtszeit: „Ich hätte es mit den Kölnern auch durchgezogen.“

Peter Stöger liebäugelt auch mit Nationaltrainer-Amt

Ob er das Projekt Köln zur kommenden Saison ein weiteres Mal durchziehen will, bleibt offen. Es heißt, Stöger liebäugele auch mit einem Job als Nationaltrainer. Die Verantwortlichen des FC jedenfalls werden in alle möglichen Richtungen gucken, wenn es um die Neubesetzung des Trainerpostens geht. Der Vertrag des aktuellen FC-Coaches Friedhelm Funkel läuft nur bis Saisonende.

Zu den möglichen Kandidaten beim 1. FC Köln wurde auch Steffen Baumgart gezählt, der bestritt kürzlich aber, mit Köln Verhandlungen zu führen. (mah)

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