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1. FC Köln: Rückendeckung von ganz oben – Präsident Werner Wolf weiter von Markus Gisdol überzeugt

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Dr. Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln, bei einer Pressekonferenz
Ist weiterhin von Trainer Markus Gisdol überzeugt: FC-Präsident Dr. Werner Wolf. © Rolf Vennenbernd/picture alliance

In einem Interview hat sich der Präsident des 1. FC Köln zu den Spekulationen um Trainer Markus Gisdol geäußert – und diesem Rückendeckung zugesichert.

Köln – Wenn der 1. FC Köln am kommenden Samstag im Rheinenergie-Stadion gegen Hertha BSC antritt, könnte es auch um den Job von Trainer Markus Gisdol gehen – zumindest, wenn es nach dem blamablen 0:5 in Freiburg nach einigen Fans in Köln geht. FC-Präsident Dr. Werner Wolf hingegen ist weiterhin vom Übungsleiter überzeugt, wie er jüngst in einem Interview mit der Bild verlauten ließ.

Wir wünschen uns, dass er diese Situation zusammen mit der Mannschaft meistert

Dr. Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln, über Markus Gisdol

Werner Wolf: Präsident des 1. FC Köln glaubt noch an Trainer Markus Gisdol

Denn obwohl er die Partie in Freiburg als „Tag zum Vergessen“ bezeichnete und die Leistung als „völlig inakzeptabel“ beschrieb, sprach der Präsident dem angezählten Coach weiterhin das Vertrauen aus. „Markus Gisdol ist ein guter, erfahrener Trainer, der viele Erfolge vorweisen kann. Und auch menschlich schätze ich ihn sehr. Wir wünschen uns, dass er diese Situation zusammen mit der Mannschaft meistert“, erklärt Wolf, der im Anschluss die Frage nach einem Plan B abblockte.

„Ich weiß, worauf Sie hinauswollen. Doch es ist nicht sinnvoll, vor so einem Spiel in der Öffentlichkeit Personaldiskussionen zu führen. Es macht Sinn, die Situation richtig einzuordnen und zu bewerten – das tun Vorstand und Geschäftsführung gemeinsam. Wir alle arbeiten hart dafür, dass wir unser Ziel zusammen mit Markus Gisdol schaffen.“ Ungewöhnlich deutliche Worte, die jedoch durchschimmern lassen, dass intern möglicherweise sehr wohl über den Trainer gesprochen wird. Es nicht zu tun, wäre angesichts der jüngsten sportlichen Entwicklungen allerdings auch fahrlässig.

1. FC Köln: Neuzugänge im Winter? Präsident schließt trotz Coronavirus nichts aus

Auch zu möglichen Neuzugängen äußerte sich der Präsident – und ließ durchblicken, dass man bei dem richtigen Spieler auch zu einem gewissen finanziellen Risiko bereit wäre. „Unsere finanziellen Möglichkeiten sind aufgrund von Corona stark begrenzt. Trotzdem machen wir aktuell alles möglich, was möglich ist. „Vorstand und Geschäftsführung sind sich einig. Wir müssen alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür sind wir bereits einige finanzielle Risiken eingegangen. Wenn sich die Möglichkeit zu einem Transfer ergeben würde, der für uns Sinn macht und der uns sofort weiterhilft, werden die darüber sprechen.“

Wie intensiv, dürfte wohl auch von der Partie am kommenden Samstag abhängen, in der die Kölner trotz des Plädoyers für den Coach mit dem Rücken zur Wand stehen. Denn ein erneuter Auftritt wie in Freiburg dürfte die Entscheider am Geißbockheim in noch größere Erklärungsnot bringen. Aller geäußerten Rückendeckung zum Trotz. (mo)

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