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Führung des 1. FC Köln uneinig – Doch keine Jobgarantie für Markus Gisdol

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Von: Oliver Schmitz

Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln, spricht auf einer Pressekonferenz zum Publikum. Im Hintergrund sieht man FC-Trainer Markus Gisdol.
FC-Präsident Werner Wolf möchte Markus Gisdol keine Jobgarantie geben. © Rolf Vennenbernd/dpa

Nur zwei Tage nachdem sich Horst Heldt klar hinter Markus Gisdol gestellt hat, spricht FC-Präsident Werner Wolf dem FC-Trainer die Jobgarantie ab.

Köln – Ja was denn nun? Dieser Tage herrscht scheinbar Uneinigkeit bei der Führung des 1. FC Köln. Nur zwei Tage nachdem FC-Geschäftsführer Horst Heldt Markus Gisdol „volle Rückendeckung“ zugesichert hatte, äußert sich FC-Präsident Werner Wolf eher gegenteilig. In einem Bild-Interview antwortete er auf die Frage, ob man auch in schwersten Zeiten hinter Gisdol stehe und diesem somit quasi eine Jobgarantie zusichert: „In der Bundesliga gibt‘s ein Grundprinzip: Es gibt keine Job-Garantien – für niemanden.“

Scheinbar muss sich Markus Gisdol angesichts der aktuellen Bundesliga-Ergebnisse des 1. FC Köln nun wohl doch Sorgen um die Sicherheit seinen Jobs als FC-Trainer machen. So hagelte es am Wochenende die bereits fünfte Niederlage in acht Spielen, was aktuell den vorletzten Tabellenplatz zur Folge hat.

Horst Heldt hält weiterhin an Markus Gisdol fest – Muss der FC-Geschäftsführer um eigenen Job fürchten?

Erst am Montag nach dem Spiel gegen Union Berlin sprach Geschäftsführer Sport Horst Heldt dem aktuellen Trainer Markus Gisdol auf der Vereins-Website noch klar das Vertrauen aus: „Es bleibt dabei, dass wir Markus weiter volle Rückendeckung geben.“ Damit unterband Heldt vorausschauend sofort jegliche Trainer-Diskussion, die aber spätestens nach Wolfs Aussagen nun wieder aufflammen dürften.

Stellt sich nun die Frage, ob solche Aussagen lediglich aufgrund schlechter Kommunikation zustande kommen oder ob die Führung des 1. FC Köln tatsächlich einfach gespaltener Meinung ist. In jedem Fall wirkt das Festhalten von Horst Heldt an der Personalie Markus Gisdol so langsam ziemlich verbissen. So könnte man spekulieren, ob sich der FC-Geschäftsführer sein eigenes Versagen nicht öffentlich eingestehen möchte, was er spätestens mit der Entlassung Gisdols wohl tun müsste. Denn im Endeffekt ist Heldt immer noch der Hauptverantwortliche für alle sportlichen Entscheidungen wie Transfers oder eben die Wahl des Trainers.

Sollte Heldt seiner Linie bezüglich Cheftrainer Gisdol noch länger treu bleiben, obwohl sich die Ergebnisse nicht gravierend ändern, dürfte auf kurz oder lang die Personale Horst Heldt selbst wohl zum Thema der Gerüchteküche werden. Zumindest aber dürften Horst Heldt die Aussage von FC-Präsident Werner Wolf zu denken geben. (os)

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